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12.10.2022

Stadt Osnabrück leitet deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit am Wallring ein

Am Osnabrücker Wallring ist an vielen Stellen bislang wenig Platz für Radfahrende. Auf einer Strecke von 225 Metern entlang des Hasetorwalls wird sich das ändern. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt entscheidet in seiner Sitzung am Donnerstag, 13. Oktober, um 17 Uhr darüber, wie tiefgreifend die Veränderungen ausgestaltet werden sollen.

Der vorhandene Radfahrstreifen in dem Abschnitt zwischen Stüvestraße und Rißmüllerplatz befindet sich zwischen den Fahrspuren und einem Parkstreifen. Die Breite von lediglich 1,20 Metern ist nicht nur mit Blick auf die heutigen Vorgaben deutlich zu schmal; sie bedeutet auch einen besonderen Stressfaktor und Gefahren für Radfahrende. „Deshalb liegt der Fokus der von der Verwaltung bevorzugten Variante hier ganz klar auf maximaler Sicherheit für die Radfahrenden“, erläutert Oberbürgermeisterin Katharina Pötter die Pläne.

Der Vorschlag sieht vor, dass der heutige Radfahrstreifen in einen Sicherheitstrennstreifen umgewandelt wird. Der Parkstreifen rechts daneben wird in einen Radweg mit einer Breite zwischen 1,90 und 2 Metern umgewandelt. Durch die geplante Schaffung einer Protected Bike Lane auf der bisherigen Rechtsabbiegespur am Rißmüllerplatz könnte dort eine sichere Überleitung entstehen. 34 Stellplätze würden bei dieser Variante ersatzlos entfallen. Ob für besondere Vorgänge wie Liefern, Laden oder Umzüge temporär der rechte Fahrstreifen freigegeben werden könnte, prüft die Verwaltung im weiteren Verlauf.

Als Alternative stellt die Verwaltung versetztes Parken vor. Hierbei könnten zwar 27 Stellplätze erhalten werden. Markierungen würden Autofahrenden vorschreiben, ihre Fahrzeuge mit zwei Reifen auf dem Hochboard-Gehweg zu parken. Hierdurch würde zwar der Abstand der Radfahrenden zu den parken Autos größer, die Radwegbreite jedoch nicht. Zudem würde das Parken aufgrund des Bords und vorhandener Masten sowie Parkscheinautomaten schwieriger. „Aus unserer Sicht birgt diese zweite Variante gegenüber der ersten deutliche Nachteile, insbesondere, weil die Sicherheit für Radfahrende nur in geringem Maße erhöht würde“, betont Stadtbaurat Frank Otte.

In der Sitzung informiert die Stadt die Ausschussmitglieder darüber hinaus über weitere anstehende Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Verwaltung hat sie bei einer Untersuchung des Wallrings mit Blick auf vorhandene Fahrbahnbreiten und Gefahrenpunkte erarbeitet. Ziel der Untersuchung war es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und dabei gleichzeitig möglichst viele Stellplätze zu erhalten. „An Stellen, an denen der Erhalt von Stellplätzen nur möglich wäre, wenn wir bei der Verkehrssicherheit deutliche Abstriche machen, ist die Entscheidung stets zugunsten der Sicherheit gefallen“, unterstreicht Pötter. „Den Wegfall von Stellplätzen können wir also nicht immer vermeiden.“

Die Maßnahmen sind notwendig, weil die Spurbreiten auf dem Wallring nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügen. Es fehlen Sicherheitstrennstreifen zur Vermeidung sogenannter Dooring-Unfälle, Radfahrstreifen unterschreiten die Mindestbreite von 1,60 Metern plus Breitstrich und auch die Kfz-Fahrstreifen entsprechen lediglich dem unteren Breitenmaß.

Konkret plant die Verwaltung folgendes: Auf dem Schlosswall wurden im Abschnitt zwischen Martinistraße und Schnatgang bereits Ende 2021 die Längsparkstreifen durch Gitter abgesperrt und entwertet. Hier sollen nun in einem ersten Schritt in einem Teilbereich versetzte Stellplätze markiert werden. Dort, wo der Gehweg nicht breit genug ist, um versetzte Stellplätze unterzubringen, entsteht eine Fahrradabstellanlage für acht Fahrräder. Außerdem prüft die Verwaltung, ob hier künftig eine Umnutzung zu einem Hochbordradweg möglich ist.

Im weiteren Verlauf zwischen Schnatgang und Rehmstraße werden die Stellplätze durch Markierungen in den Gehwegbereich versetzt. So entsteht ein Sicherheitstrennstreifen. Weil der Radfahrstreifen mit einer Breite von 1,10 Metern weiterhin zu schmal ist, entwickelt die Verwaltung hier weitergehende Lösungen. Weil im folgenden Abschnitt zwischen Rehmstraße und Schlossstraße ein Versatz der Stellplätze aufgrund der Enge nicht möglich ist, wird aus dem Parkstreifen ein benutzungspflichtiger Radweg. Der bisherige, rund 1,30 Meter breite Radfahrstreifen, wird in einen Sicherheitstrennstreifen umgebaut. 26 Stellplätze entfallen.

Auch am Goethering ist ein Wegfall von Stellplätzen zur Erhöhung der Sicherheit unabdingbar. So entfallen auf der Ostseite in Richtung Berliner Platz 13, auf der Westseite in Richtung Bahnhof vier Stellplätze. Auf der Ostseite werden die Stellplätze durch einen Trennstreifen aus Markierungen und sogenannten Legosteinen entwertet und die restliche Fläche zur Verbreiterung des Radfahrstreifens genutzt. Auf der Westseite werden auf den bisherigen Stellplätzen Radbügel aufgestellt. Darüber hinaus prüft die Verwaltung in einem zweiten Schritt, wie auch der mit 1,40 Meter zu schmale Radfahrstreifen auf der Westseite durch Neumarkierung verbreitert werden kann. Dies geht aufgrund des sanierungsbedürftigen Straßenzustandes mit Plänen der Straßenunterhaltung einher.

Außerdem informiert die Stadt die Ausschussmitglieder über den Stand der Dinge an drei Knotenpunkten. So wird der Rechtsabbiegestreifen am Rißmüllerplatz in Richtung Natruper Straße durch die Umstellung der Ampel im Zuge des umweltsensitiven Verkehrsmanagements (UVM) zu einer auch signaltechnisch gesicherten Protected Bike Lane. Am Berliner Platz wird der Radfahrstreifen vom Hauptbahnhof kommend aus der Mittellage in die Seitenlage verlegt. Er erhält eine Breite von zwei Metern sowie ein getrenntes Ampelsignal. Zudem werden in der Rehmstraße im Zufluss zum Wallring rund acht Meter Parkstreifen entwertet und mit Radbügeln versehen. Hintergrund ist, dass die Sicht auf den hinter dem Parkstreifen geführten Radverkehr verbessert werden soll.

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