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11.03.2021

MobilitätsWerkStadt 2025“: Mehr Platz für das Miteinander in Osnabrück

Ein ganzheitliches Mobilitätskonzept muss nicht nur konkrete Ziele im Fokus haben. Es muss auch Lösungen für sich widersprechende Vorstellungen einer lebenswerten Stadt bieten, auf deren Basis die Politik handeln kann. Mit dieser Zielvorgabe hat jetzt zum zweiten Mal die „MobilitätsWerkStadt 2025“ stattgefunden.

28 Teilnehmende setzten sich zusammen, um konkrete Ziele zu formulieren, die helfen, verkehrsbedingten Schadstoffausstoß und Lärm zu verringern, die zur Verfügung stehende Fläche gerechter unter den Nutzerinnen und Nutzern der verschiedenen Mobilitätsformen aufzuteilen, Wirtschaftsverkehr zu ermöglichen und den Umweltverbund zu fördern. 

Die Online-Konferenz ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts, in dem ein ganzheitliches Mobilitätskonzept für Osnabrück entwickelt werden soll. Basis dafür sind sowohl bestehende Konzepte und Planungsansätze als auch die zusätzlich gefassten Ratsbeschlüsse der Stadt. 

Auch eine Online-Umfrage aus dem November 2020 gehört dazu, in der 1600 Osnabrückerinnen und Osnabrücker nicht nur über ihr Mobilitätsverhalten Auskunft gaben, sondern auch ihre Wünsche für eine künftige Mobilität formulierten. Hier zeigte sich, dass das Fahrrad bereits eine große Rolle in der Mobilität spiele, wie Projektleiterin Maxi Hase vorstellte: 90 Prozent der Befragten besitzen ein Fahrrad, 73 Prozent ein Auto, 5 Prozent ein Lastenrad. 

Wissenschaftlich begleitet wird die „MobilitätsWerkStadt 2025“ von Prof. Carsten Gertz von der Technischen Universität Hamburg-Harburg. In einem Impuls erläuterte er die Bedeutung von Zielen für eine Verbesserung der aktuellen Situation, wenn diese mit konkreten Handlungsoptionen unterfüttert sind: „Wir brauchen deshalb nicht nur Maßnahmen, um sie umzusetzen, sondern auch messbare Kriterien, um später überprüfen zu können, ob wir ein Ziel erreicht haben“, gab der Professor für Verkehrsplanung den Teilnehmenden als Impuls für ihre Arbeitsgruppen mit. Sie sollten zwei Ebenen für den Erfolg definieren: ein Mindestziel und ein ambitioniertes Ziel. Stadtbaurat Frank Otte ergänzte später: „Es geht nicht nur um die Minimierung des Schadstoffausstoßes, sondern auch um den Platz, der anders genutzt werden soll.“ 

In Gruppen erarbeiteten die Teilnehmenden anschließend Ideen zur Konkretisierung hinsichtlich folgender Themen: „Stärkung des Umweltverbundes“, „Gesamtstädtische Erreichbarkeit“, „Umwelt- und Klimaschutz“, „Wirtschaftsverkehr“ sowie „Nahräumliche Aufenthaltsqualität“ und „Verkehrssicherheit“. 

In einem nächsten Schritt sollen die gefassten verkehrspolitischen Beschlüsse priorisiert und Lösungsansätze entwickelt werden, die zu einer zielgerichteten Stärkung des Umweltverbundes führen, erläuterte Heike Stumberg, die Leiterin des Fachdienstes Verkehrsplanung der Stadt Osnabrück, zum Abschluss der Veranstaltung.


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