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„Werkgespräche“ befragen fünf Jahrhunderte zur Rolle der Kunst in der Geschichte

In der diesjährigen Reihe der „Werkgespräche“ widmet sich das Museumsquartier Osnabrück in bewährter Zusammenarbeit mit dem Museums- und Kunstverein Osnabrück e.V. zwei Themenschwerpunkten. Zeitlich wird an die Epoche des Westfälischen Friedens aus Perspektive der Kunst erinnert. Im zeitlichen Längsschnitt durch 500 Jahre steht zudem die politische und gesellschaftliche Rolle von Kunst im Vordergrund.

Die politische Rolle der Kunst – Zum 400. Geburtstag von Gerard ter Borch

Beschwörung des Friedens von Münster. Kupferstich von Jonas Syderhoef nach Gerhard ter Borch (um 1648); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, X 132
Beschwörung des Friedens von Münster. Kupferstich von Jonas Syderhoef nach Gerhard ter Borch (um 1648); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, X 132

Mittwoch, 6. Dezember 2017, 16.30 Uhr, Sammlung Gustav Stüve; Katharina Kaup

Im Dezember 2017 jährt sich der Geburtstag von Gerard ter Borch (1617-1681) zum 400. Mal. Der europaweit bekannte Porträtist und Genremaler nahm als Augenzeuge an den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden teil. Mit seinem Gemälde „Beschwörung des Spanisch-Niederländischen Friedens im Rathaus zu Münster“ setzte er dem für die Unabhängigkeit der Niederlande so entscheidenden Ereignis ein künstlerisches Denkmal.

Begegnung mit dem Fremden

Der Fremde. Ölgemälde von Axel Gundrum (1988); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, L 213
Der Fremde. Ölgemälde von Axel Gundrum (1988); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, L 213

Mittwoch, 10. Januar 2018, 16.30 Uhr, Villa Schlikker; Sarah Ramlow

1988 porträtierte der bekannte Osnabrücker Maler Axel Gundrum einen afghanischen Blumenverkäufer, der vor dem Kriegsgeschehen in Afghanistan nach Deutschland geflohen war. Gundrum begegnete ihm regelmäßig in einem Weinlokal, bevor jener wieder verschwand. Dem ihm fremden und zugleich nahen Menschen setzte der Künstler mit seinem Gemälde ein ganz besonderes Denkmal.


Nacktheit und Friedenskuss – Der Friede als Allegorie

Friede und Gerechtigkeit umarmen sich. Ölgemälde von Dirck de Quade van Ravestyn (um 1603); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück 3628/13
Friede und Gerechtigkeit umarmen sich. Ölgemälde von Dirck de Quade van Ravestyn (um 1603); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück 3628/13

Mittwoch, 14. Februar 2018, 16.30 Uhr, Kulturgeschichtliches Museum, Saal; Susanne Tauss

Stellte man sich in Zeiten des Dreißigjährigen Krieges und des Westfälischen Friedens so die friedliche Welt vor: viel nacktes Fleisch und bedeutsames Beiwerk? Krieg und Frieden sind für sich genommen abstrakte Begriffe, und doch stecken sie im praktischen Leben voller schöner bzw. leidvoller Erfahrung. Wie aber lässt sich der Frieden ins Bild setzen, wenn man keine unverbindliche Idylle insze­nieren will? Wie lässt sich die Idee von Frieden überhaupt bildlich fassen? Was leistet hier die Kunst? An zwei Bildern der niederlän­dischen Maler Dirck de Quade van Ravesteyn (1565/70-1619) und Cornelius Schut (1597-1655) wird aufgezeigt, mit welchen Mitteln die Maler vor 400 Jahren sowohl ein spannendes Bildgeschehen als auch eine die Jahrhunderte überbrückende Botschaft formulierten.

Malen im Versteck – Felix Nussbaum und Felka Platek

Stillleben mit afrikanischer Skulptur. Gemälde von Felix Nussbaum (27. März 1943), Dauerleihgabe der Felix-Nussbaum Foundation; © Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück, WV 432
Stillleben mit afrikanischer Skulptur. Gemälde von Felix Nussbaum (27. März 1943), Dauerleihgabe der Felix-Nussbaum Foundation; © Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück, WV 432

Mittwoch, 7. März 2018, 16.30 Uhr, Felix-Nussbaum-Haus; Laura Oymanns

Während der NS-Zeit versuchten Felix Nussbaum und Felka Platek in Brüssel der Verfolgung zu entgehen. Nachdem sie zwischenzeitlich bei dem befreundeten Ehepaar Ledel untergekommen waren, kehrten sie im März 1943 – vor genau 75 Jahren – in ihre Wohnung in der Rue Archimède zurück, um sich zu verstecken. Wie ein Tagebuch datierten sie ihre dort zwischen dem 20. und dem 27. März 1943 parallel geschaffenen Stillleben. Sie malten abgeschottet und in ständiger Angst, von der Gestapo entdeckt und verhaftet zu werden. Wie lesen sich diese Arbeiten vor dem Hintergrund von Isolation, Enge und Bedrohung?

Das Heger Tor – Stadttor? Befestigungsanlage? Triumphbogen?

„Osnabrück. Am Hegertor.“ Kolorierte Postkarte (Poststempel 1916); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, A 5215 a
„Osnabrück. Am Hegertor.“ Kolorierte Postkarte (Poststempel 1916); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, A 5215 a

Mittwoch, 18. April 2018, 19 Uhr [sic!], Kulturgeschichtliches Museum, Saal; Karl-Heinz Lange

In Kooperation mit dem Ortskuratorium der „Deutschen Stiftung für Denkmalschutz“
Vor zwei Jahrhunderten erhielt das Heger Tor seine heutige Gestalt. Das einmalige Baudenkmal hat sich zu einem der europaweit beachteten Osnabrücker Wahrzeichen entwickelt. Die Zeit seiner Entstehung war geprägt vom Klassizismus, von dem in der Stadt weitere Bespiele wie das Akzisehaus, die Hirschapotheke oder die bischöfliche Kanzlei zeugen. Die Bezeichnung „Waterloo-Tor“ lässt erahnen, welch vielseitige Geschichte sich hinter jenem Bauwerk verbirgt.

Der Maler Franz Kortejohann

Franz Kortejohann. Porträt von Curt Witte (1906); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, A 1095
Franz Kortejohann. Porträt von Curt Witte (1906); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, A 1095

Mittwoch, 9. Mai 2018, 16.30 Uhr, Villa Schlikker; Karsten Hinrichs

Franz Kortejohann (Strang/Dissen 1864-1936 Osnabrück) wirkte in Osnabrück als Kunsterzieher. Seine künstlerische Karriere begann er als Autodidakt. 1889-1891 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Berlin, 1901 die Münchner Kunstakademie und 1909 die Kunstakademie in Kassel. Er entwickelte einen eigenständigen impressionistisch beeinflussten Malstil. Ausgedehnte Mal- und Bildungsreisen, die ihn nach Italien, Skandinavien und in verschiedene Regionen Deutschlands führten, bestimmen die Motive seiner Landschaftsmalerei. Er beschickte mit Erfolg zahlreiche Ausstellungen.

Neu im Museum – die Sammlung Bomba

Franz Bomba. Porträt von Lucas Wrzygloci (1932); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, A 5784 c
Franz Bomba. Porträt von Lucas Wrzygloci (1932); © Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, A 5784 c

Mittwoch, 6. Juni 2018, 16.30 Uhr, Sammlung Gustav Stüve; Thorsten Heese

Durch glückliche Umstände konnte das Kulturgeschichtliche Museum jüngst die umfangreiche Kunstsammlung des schlesischen Malers und Kunsterziehers Franz Bomba übernehmen. Die fast 400 Druckgrafiken des 16. bis 18. Jahrhunderts ergänzen den im Museum bereits bestehenden Grafikbestand Alter Meister nahezu ideal.


www.osnabrueck.de/kgm

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