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Umweltbewusstsein und Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen

Umwelt

Osnabrück hat 2020 ein nachhaltiges Umweltbewusstsein in der Bevölkerung gestärkt und reduziert (nach Maßgabe des „Masterplans 100 % Klimaschutz“) seinen CO2-Ausstoß und seinen Energieverbrauch deutlich.

Das Strategische Ziel, das Umweltbewusstsein zu stärken und die natürlichen Lebensgrundlangen zu schützen, ist ein weites Feld, das viele Anknüpfungspunkte zu anderen Zielen wie beispielsweise der sozial- und umweltgerechten Stadtentwicklung hat. Der Sorge um die  Bienen zeigt exemplarisch, wie die Stadt Osnabrück natürliche Lebensgrundlagen schützt.

Neben der Honigbiene leben in Deutschland 560 Wildbienen-Arten. Bienen spielen für das  gesamte Ökosystem eine wichtige Rolle.  (Den Satz würde ich streichen, weil das irgendwie Grundschulwissen ist) Deshalb hätte ein Bienensterben gravierende ebenso wirtschaftliche wie finanzielle Auswirkungen in Milliardenhöhe aber auch Auswirkungen  auf die Pflanzenwelt und letztlich  auf den Menschen. Um den wertvollen Insekten gute Lebensbedingungen zu garantieren, hat sich nach einem Ratsbeschluss im Jahr 2013 das Osnabrücker BienenBündnis gegründet. Ihm gehören neben dem Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt viele weitere Partner an: die Hochschule Osnabrück, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Imkerverein Osnabrück und Umgebung, der Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB) und die Lega S Jugendhilfe Nackte Mühle.

„All diese Akteure haben innerhalb des Bündnisses unterschiedliche Rollen“, erklärt Christiane Balks-Lehmann vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz. Der Fachbereich organisiert und koordiniert die Maßnahmen, der OSB ist für die Schaffung der Lebensräume auf städtischen Flächen zuständig, der BUND baut Nisthilfen für Wildbienen, die Landwirtschaftskammer stellt die Verbindung zu den örtlichen Landwirten her und die Hochschule forscht und lehrt zu den Lebensräumen von Wildbienen. Die Nackte Mühle dient als Lernort und stärkt somit das Umweltbewusstsein junger Menschen und die Imker kümmern sich um ihre Bienenvölker.

Für Bienen ist die Stadt grundsätzlich ein guter Lebensraum, wenn es genügend unbebaute Flächen gibt. „Hier gibt es vielfältige Lebensbedingungen und eine große Bandbreite verschiedener Nährpflanzen“, sagt Balks-Lehmann. „Das ist auf dem Land nicht mehr so.“ Wenn einseitige Kulturen wie Mais die Landschaft dominieren, verhungern Bienen. Für Bienen ist die Vielfalt in der Stadt besonders wichtig, damit sie zwischen Frühjahr und Herbst genügend Nahrung finden.

Flächen, auf denen Wildblumen und heimische Laubgehölze stehen, sind nicht nur für Bienen lebenswichtig, sondern stellen auch Räume für Naturerfahrungen in der Stadt dar. „Diese Flächen möchten wir nicht nur erhalten, sondern auch zugänglich machen“, erklärt Balks-Lehmann. Ihr ist bewusst, dass die Nachfrage nach Wohnraum groß ist. Wichtig zum Erreichen des Strategischen Ziels einer umweltgerechten Stadtentwicklung ist es jedoch, die Bedeutung von Freiflächen anzuerkennen. Ein Freiraumentwicklungskonzept soll deshalb sicherstellen, dass sie bei der Stadtentwicklung nicht vernachlässigt werden. Um Kindern in der Stadt einen Zugang zur Natur zu geben, wird auch beim Bau von Spielplätzen zukünftig mehr darauf geachtet, dass sie im Grünen sein können.

Das Strategische Ziel beinhaltet neben der Stärkung des Umweltbewusstseins auch, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid und den Energieverbrauch deutlich zu senken. Im vom Rat der Stadt beschlossenen „Masterplan 100% Klimaschutz“ sind Maßnahmen definiert, die alle gesellschaftlich relevanten Gruppen und Institutionen sowie die umliegenden Regionen einbezieht. Zentrales Ziel ist es, die erneuerbare Energieerzeugung auf kommunaler Ebene zu fördern. Es werden Projekte zur Förderung der solaren Stromerzeugung auf vorhandenen Dächern initiiert, da diese Form der regenerativen Energieerzeugung das weitaus größte Potenzial im Stadtgebiet bietet. So kann über den interaktiven  Kartendienst „Sun-Area“, der auf der Internetseite der Stadt Osnabrück angeboten wird, das solare Potenzial und die Wirtschaftlichkeit für jede Dachfläche in Osnabrück angezeigt werden.

Wertvolle und jedermann zugängliche Informationen enthält auch eine ebenfalls unter www.osnabrueck.de angebotene Themenkarte „Thermografiebefliegung“, mit deren Hilfe Hauseigentümer Wärmelecks ihrer Dachfläche erkennen können. Im nächsten Schritt beraten die Stadtwerke als Kooperationspartner Hauseigentümer bei der Planung von Sanierungsmaßnahmen.

Bei der energetischen Quartierssanierung Gartlage bietet das städtische Team neben einer umfassenden Beratung und Betreuung der Hauseigentümer auch Zuschüsse für die Umsetzung der durchzuführenden Sanierungsmaßnahmen an. Gefördert wird das Projekt durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Gleichzeitig hat sich die Stadt Osnabrück zum Ziel gesetzt, den bereits unabwendbaren Folgen des Klimawandels und deren Auswirkungen entgegenzuwirken. Mit dem Konzept Anpassung an den Klimawandel der Stadt Osnabrück (inklusive Stadtklimagutachten 2017) verfügt die Stadt über eine fundierte Grundlage, um stadtklimatische Auswirkungen des Klimawandels in der räumlichen Planung zu berücksichtigen und ihnen entgegenzuwirken.


www.osnabrueck.de

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