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Sozial- und umweltgerechte Stadtentwicklung

Wohnen

Osnabrück ist geprägt durch eine sozial- und umweltgerechte Stadtentwicklung, die auf einer verträglichen Verdichtung der Funktionsbereiche Wohnen, Wirtschaft und Freizeit aufbaut. In 2020 haben 167.000 Menschen ihren Hauptwohnsitz in der Stadt mit für sie bezahlbarem Wohnraum gefunden.

Junge Familien suchen günstige Wohnungen, ältere Menschen auch, Studenten sowieso und Flüchtlinge erst recht. Sie alle treffen sich auf einem Markt, der ein auch in Osnabrück knappes Gut anbietet: Der Wohnungsmarkt. Eines der Strategischen Ziele der Stadt sieht eine sozial- und umweltgerechte Stadtentwicklung Osnabrücks vor. Dabei stehen zwei Leitthemen im Vordergrund: die Wohnbau- und Gewerbeflächen planerisch zu sichern und das Handlungsprogramm „Bezahlbarer Wohnraum“ umzusetzen.

Die Einwohnerzahl der Stadt Osnabrück wächst seit Jahren kontinuierlich, von 156.148 im Jahre 2010 auf aktuell 167.730 (Stand 30. Juni 2017). Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Wohnraum, die schneller steigt als das Angebot, das durch den Neubau von Immobilien geschaffen werden kann. Gleichzeitig stellen der demografische Wandel und gesellschaftliche Entwicklungen eine Herausforderung dar. Immer mehr Menschen leben allein und die Bevölkerung wird im Durchschnitt immer älter. Das bedeutet, dass die Anforderungen an Wohnraum steigen und barrierefreies Wohnen sowie altersgerechte Einrichtungen künftig verstärkt gefragt sein werden. Um für diese Entwicklungen gewappnet zu sein, hat die Verwaltung 2016 das Handlungsprogramm „Bezahlbarer Wohnraum“ entworfen, das der Rat am 14. Juni 2016 beschlossen hat. Es umfasst zehn Punkte, die darauf abzielen, den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Osnabrück zu decken.

Einer dieser Punkte ist die Vorgabe, dass beim Verkauf städtischer Grundstücke stets die Herstellung gebundenen Mietwohnungsbaus das wichtigste Vergabekriterium sein muss. Entstehen sollen also Wohnungen mit bezahlbaren Mieten für finanziell schwache Bürgerinnen und Bürger entstehen. Das ist auch nötig, wenn man die Zahlen zugrunde legt. Selbst wenn von den jährlich 170 neu zu schaffenden Mietwohnungen alle gebunden wären, könnte die Versorgung nicht garantiert werden. Deshalb erstellt die Verwaltung ein Programm, um Belegungsbindungen zu kaufen. So sollen ausreichend Sozialwohnungen zur Verfügung gestellt werden.

Ein weiterer Hebel, den die Stadt nutzt, findet sich bei Grundstücken, auf die die Stadt – etwa als Eigentümerin – direkt Einfluss nehmen kann. Auch auf diesen Grundstücken strebt die Stadt eine Bebauung mit sozial gebundenem und möglichst barrierefreiem Mietwohnraum an. Sie geht dabei von 30 Prozent gebundenem Wohnraum aus.

Um der großen Nachfrage nach Wohnungen gerecht werden zu können, hat die Stadt sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 in der Stadt 2500 bis 3000 neue Wohneinheiten entstehen. Für dieses Ziel hat der Fachbereich Städtebau 2015 das „Entwicklungskonzept 2020 – Wohnen und Gewerbe“ entworfen. Eine Projektgruppe beleuchtet seit März 2016 raum- und umweltrelevante städtebauliche Fragen und prüft, ob und unter welchen Voraussetzungen Flächen für Neubauten verfügbar sind. Dabei wird auch untersucht, inwiefern Grundstückseigentümer willens sind, auf ihren Flächen Wohnraum zu schaffen.

Ein Lenkungskreis bereitet die Bewertungen der Projektgruppe dann für die Entscheidungen im Rat vor. So sind seit 2015 für geschätzt 1265 Wohneinheiten sowie Gewerbeflächen von 18 Hektar Satzungsbeschlüsse für Bebauungspläne erfolgt.

 

 


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