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04.07.2014

Studie zur Geschichte der Osnabrücker Sinti

Auch heute noch ist die soziale Ausgrenzung von Sinti und Roma ein gesellschaftliches Problem, dass nur vor dem Hintergrund seiner Geschichte verstanden werden kann. Im Auftrag des Büros für Friedenskultur der Stadt Osnabrück haben der Sozialwissenschaftler Dr. Duncan Cooper und der Historiker Dr. Michael Schubert zu der Geschichte der Osnabrücker Sinti im vergangenen Jahrhundert geforscht.

Das Buch stellten vor: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Stadträtin Rita Maria Rzyski, Manfred Böhmer, Vorsitzender des Niedersächsischen Verbandes Deutscher Sinti, und Dr. Birgit Kehne, Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Landeskunde in Osnabrück.

Das Ergebnis der umfangreichen Archivstudien ist nun in der Publikation "Anhaltende Ausgrenzung. Diskriminierung und rassistische Verfolgung von 'Zigeunern' in Osnabrück von den 1920er bis in die 1950er Jahre" veröffentlicht worden. Herausgeber ist der Verein für Geschichte und Landeskunde in Osnabrück.

Die Studie von Dr. Duncan Cooper und Dr. Michael Schubert nimmt die Diskriminierung und rassistische Verfolgung der Osnabrücker Sinti in den Jahren vor, während und nach dem Nationalsozialismus von 1933-1945 in den Blick. Einerseits zeigt sie die bis zur Deportation und systematischen Ermordung reichende Zuspitzung der Verfolgung im Nationalsozialismus auf. Andererseits weist sie auf die Kontinuitäten über die Regimewechsel hinweg hin. Die lokale Osnabrücker Geschichte wird dabei unter starkem Einbezug der regionalen und gesamtstaatlichen Perspektive analysiert. Ein Kapitel widmet sich der so genannten "Papenhütte", einer Barackensiedlung, in der die Osnabrücker Sinti in den 1930er Jahren räumlich konzentriert und ausgegrenzt wurden.

Deutlich wird, dass die Ausgrenzung und Verfolgung der "Zigeuner" nicht nur von staatlichen Stellen aus betrieben wurde, sondern ebenso Zustimmung und Unterstützung in der Mitte der Gesellschaft fand.

Die Publikation ist über den Verein für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück oder den Buchhandel für 20 Euro zu beziehen.



www.osnabrueck.de

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