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30.06.2022

Stadt Osnabrück verleiht Bundespräsident a. D. Christian Wulff die Ehrenbürgerwürde

In einem feierlichen Festakt im Europasaal der OsnabrückHalle hat Bundespräsident a. D. Christian Wulff am Donnerstagabend die Ehrenbürgerwürde der Stadt Osnabrück verliehen bekommen. Vor rund 250 geladenen Gästen erhielt er die Urkunde aus Händen von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt die Laudatio.

Für seine besonderen Verdienste als Ministerpräsident um seine Heimatstadt Osnabrück und für sein herausragendes interkulturelles und interreligiöses Engagement als Bundespräsident, welches den identitätsstiftenden Auftrag unserer Friedensstadt widerspiegelt, wurde Bundespräsident a. D. Christian Wulff die Ehrenbürgerwürde der Stadt Osnabrück verliehen. Er erhielt die Urkunde aus Händen von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Die Laudatio hielt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Hermann Pentermann

In ihrer Rede nahm Pötter Bezug auf Wulffs Zeit als Niedersächsischer Ministerpräsident und betonte: „Ohne Dich würde es VW in Osnabrück nicht geben; das heißt ohne Dich könnten wir uns auch jetzt nicht auf den Porsche-Produktionsstart im kommenden Jahr freuen, der wieder einige hundert Arbeitsplätze sichern wird; ohne Dich würde es auch das Institut für Islamstudien an der Universität Osnabrück nicht geben.“ Wie auch Steinmeier blickte sie auf den bekannten Satz Wulffs, auch der Islam gehöre zu Deutschland. Pötter stellte fest: „Ohne die Prägung durch Osnabrück hättest Du diesen Satz nicht sagen können.“ Die Oberbürgermeisterin sagte, dass dieser Satz im Für und Wider eine Orientierung gegeben und zu einem neuen Selbstverständnis beigetragen habe. Sie erinnerte auch an sein Engagement gegen den Antisemitismus.

Bundespräsident Steinmeier ordnete die Bedeutung der Ehrenbürgerwürde ein: „Eine Ehrenbürgerwürde zu verleihen bedeutet, von einem Menschen festzustellen, dass er auf ganz besondere Weise an einen Ort, zu einer Stadt gehört.“ Steinmeier stellte mit Blick auf die 15 Jahre, die Wulff dem Osnabrücker Stadtrat angehörte, heraus, wie elementar wichtig gute Politik vor Ort für unser Gemeinwesen ist. Auch Steinmeier blickte auf Wulffs Engagement in Osnabrück, in Niedersachsen und schließlich als Bundespräsident und betonte, dass er noch heute in zahlreichen Ehrenämtern für das Gemeinwesen wirke. Er konstatierte: „Wer sich so leidenschaftlich dafür einsetzt, dass Menschen gemeinsam eine Heimat finden, sie erhalten und sie lieben können, der wird vollkommen zu Recht Ehrenbürger der Friedensstadt Osnabrück.“

Seine Dankbarkeit drückte Christian Wulff in seiner Rede aus. „Was immer mir Osnabrück verdanken möge, ich habe meiner Heimatstadt mehr zu verdanken. Es ist zudem eine große Freude, zu sehen, wie Politik zur Gestaltung genutzt werden kann: das VW-Werk, die Bundesstiftung Umwelt, den Zoo, den Haller Willem, den Bahnhof Altstadt oder das Kinderhospital.“ Seine Heimat habe ihn geprägt, und schon die Erfahrungen seiner Kindheit hätten tiefe Eindrücke hinterlassen und die Basis für seine späteren moralischen, gesellschaftlichen und politischen Haltungen gebildet.

Vor dem Festakt in der OsnabrückHalle haben sich Bundespräsident Steinmeier und Bundesspräsident a.D. Wulff im Friedenssaal des historischen Rathauses in das Goldene Buch der Stadt eingetragen.

Zur Bildergalerie Ehrenbürgerwürde für Bundespräsident a. D. Christian Wulff (flickr.com)

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