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14.11.2015

„Sie macht einfach und dabei ist sie immer absolut furchtlos“

Verleihung des Elisabeth-Siegel-Preises an Antonia Martin-Sanabria

Antonia Martin-Sanabria wurde am Donnerstagabend im Friedenssaal des Rathauses für ihr persönliches und gesellschaftliches Engagement mit dem achten Elisabeth-Siegel-Preis der Stadt Osnabrück geehrt.

2015 Siegel Preis Martin Sanabria Schaefer.
(2015 Siegel Preis Martin Sanabria Schaefer) Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Katja Weber-Khan (links) gratulierten Antonia Martin-Sanabria zum Elisabeth-Siegel-Preis 2015. Foto: Robert Schäfer

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert würdigte Martin-Sanabria als eine Sozialpädagogin, die ganz im Sinne Siegels aktiv ist: „Sie hat ein sicheres Gespür für die sozialen Brennpunkte unserer Zeit“, lobte der Oberbürgermeister. Als Streetworkerin und Mitarbeiterin der Hochschule arbeite sie mit Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund. Mit Themen wie Zwangsverheiratung oder bei alltäglichen Problemen wie dem Kopftuch im Fitness-Studio kämpfe Martin-Sanabria für die Frauen. „Sie zeigt jungen Migrantinnen, dass sie selbst etwas bewegen können, wenn sie aufstehen.“
 
Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Katja Weber-Khan, betonte das intensive Engagement der Preisträgerin: „Es freut mich ganz besonders, dass wir Sie heute ehren können.“ Kennengelernt habe sie Martin-Sanabria im Netzwerk-Treffen „Politik für Frauen“. Dort habe sie ihr Interesse an dem Workshop mit den Worten „Ich dachte immer, dass ich nicht politisch sei, und daran wollte ich etwas ändern“, erklärt. Das habe sie sehr beeindruckt. In der Folge habe sie ihr offenes Wesen und den beständigen persönlichen Einsatz der jungen Frau kennen und schätzen gelernt.
 
In ihrer Laudatio beschrieb Seda Rass-Turgut die Preisträgerin als aktive Frau, die direkt da arbeitet, wo sie Ungerechtigkeiten erkennt. „Sie macht einfach und dabei ist sie immer absolut furchtlos.“ Ob konservative muslimische Gemeinde oder geflüchtete Männer, Martin-Sanabria setze sich immer ganz direkt für die benachteiligten Menschen ein. Wir brauchen mehr Köpfe wie dich“, so Rass-Turgut. Auch an der Hochschule erkläre sie Menschen, was Integration bedeutet. Und als Kind von Einwanderern kenne sie das Leben als interkulturelle Grenzgängerin.
 
„Dass Menschen benachteiligt werden ist leider Normalität“, bestätigte Antonia Martin-Sanabria in ihrer Dankesrede. Das dürfe aber nicht dazu führen, dass man nicht mehr dagegen kämpfen will. Gerade beim Thema Frauen und Frauenbildern gebe es noch viel zu tun. „Wir müssen lernen, verschiedene Modelle zuzulassen“, so Martin-Sanabria. Die Gesellschaft müsse bunt und unterschiedlich sein. Das sei das größte Ziel einer gleichberechtigten und demokratischen Gesellschaft.
 
Mit dem zweijährig vergebenen Elisabeth-Siegel-Preis werden Frauen ausgezeichnet, die sich im Sinne Siegels für demokratische Grundrechte und die Rechte der Frauen einsetzen.



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