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18.10.2018

Schlüsselübergabe am Kasernenareal Limberg

Schon Ende August hat die Stadt Osnabrück das Gelände der ehemaligen Kaserne Am Limberg in der Dodesheide von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) gekauft. Zur symbolischen Schlüsselübergabe trafen sich am Freitag, 12. Oktober, Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und BImA-Vorstand Paul Johannes Fietz auf dem Kasernengelände Am Limberg.

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(2018 10 12 Limberg2 GerhardMeyering) Von links: Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert mit BImA-Vorstand Paul Johannes Fietz; Foto: Stadt Osnabrück, Gerhard Meyering

Mit dieser Kaserne gelangt die letzte Fläche, die früher von den Briten genutzt wurde, in städtische Hände. Mit zirka 70 Hektar Fläche war die Kaserne Am Limberg (ehemals Mercer and Imphal Barracks) die größte Anlage der britischen Streitkräfte in Osnabrück. Der Grünzug im Westen und der Wald im Osten des Areals wurden bereits im Vorfeld erworben, sodass die verbliebenen 55 Hektar jetzt auch von der Stadt gekauft wurden. Der Rat hat in seiner letzten Sitzung am 25. September das zukünftige Nutzungsspektrum und die neuen Straßenflächen in einem Bebauungsplan festgeschrieben. „Wir investieren hier mehr als 33 Millionen Euro in die Zukunft unserer Stadt, wodurch wir am Limberg einen innovativen und vorbildlichen Stadtteil mit Freizeit und Gewerbeflächen ermöglichen“, so Griesert. "Leider sind die derzeitigen Zwischennutzungen, das sind die Nutzungen, die in den letzten Jahren ausdrücklich nur befristet zugelassen wurden, dauerhaft nicht zu erhalten."

BImA-Vorstand Paul Johannes Fietz zeigte sich beeindruckt: "Auf Osnabrück wartet viel Arbeit. Aber die Stadt hat in den vergangenen zehn Jahren gezeigt, dass sie den Herausforderungen der Konversion sehr gut gewachsen ist. Ich bin sicher, sie wird sie hervorragend meistern."

Hintergrund:

Ende August hat die Stadt Osnabrück der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben das Kasernengelände Am Limberg für den symbolischen Preis von einem Euro abgekauft. Die Stadt ist mit 53 Cent beteiligt, von der Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstückentwicklungsgesellschaft (OBG) kommen 47 Cent. Der Kaufpreis war deshalb so gering, weil eine sinnvolle Nutzung erhebliche technische Herrichtungs- und Erschließungskosten verursacht. Die Stadt Osnabrück will das Gelände zukünftig für Sport und Freizeit nutzen, die OBG stellt Flächen für Gewerbe bereit. Zuvor allerdings muss das Gelände umfangreich hergerichtet werden.

Am Limberg verändert sich fast alles, vorher muss mit großem Gerät aufgeräumt, gestemmt und gebaggert werden: Es bleiben nur wenige Gebäude stehen, die Mannschaftsunterkünfte werden abgerissen und auch die Straßen und Leitungen verschwinden. Erst dann kann die eigentliche Erschließung beginnen, während gleichzeitig die Nutzungen in den nicht abzureißenden Gebäuden (z.B. Kitas, Hochschule, Sporthallen usw.) gewährleistet werden müssen.

Mit dem Kaufvertrag hat die Stadt Osnabrück 55,4 Hektar erworben. Die Stadt übernimmt davon rund 29,2 Hektar öffentliche Flächen sowie Sondergebiete und die OBG 26,2 Hektar Gewerbefläche. Außerdem wurde vertraglich ein befristetes Wiederkaufsrecht einer Teilfläche zugunsten der BImA für eine Nutzung durch bundeseigene Immobilien vereinbart. 

Im Kaufpreis enthalten sind auch Gebäude, die nicht abgerissen werden: zwei Gebäude mit Verwaltungs-, Lehr- und Übungsräumen der Feuerwehr, eine Kindertagesstätte, ein Gebäude, das die Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osnabrück in Osnabrück-Haste nutzen, eine alte und eine neue Sporthalle und eine ehemalige Kantine, die zurzeit gewerblich vermietet ist. Zudem bleiben die auf dem Gelände derzeit vorhandenen Flüchtlingsunterkünfte vorerst erhalten.

2014 hatte die Stadt Osnabrück bereits das ehemalige Sanitätsgebäude mit Außengelände erworben und umgebaut, dort steht jetzt eine weitere Kita. Im gleichen Jahr kaufte die Stadt eine fünf Hektar große Fläche entlang der Straße Am Limberg und richtete eine öffentliche Grünfläche ein. 2015 kam noch die östliche Waldfläche mit 8,8 Hektar dazu.

Die ehemalige Kaserne Am Limberg soll zu einer Drehscheibe für Gewerbe und Dienstleistungen entwickelt werden und den Bürgern ein vielfältiges Angebot an Sport- und Freizeitaktivitäten bieten. Ersten Schätzungen zufolge belaufen sich die Gesamtaufwendungen des Projektes auf fast 33,5 Millionen Euro. Hierin enthalten sind Kosten für Abriss und Entsorgung, für Erschließungsmaßnahmen, für die notwendigen Verwaltungs- und Planungskosten und auch für die Einrichtung von Grün- und Sportflächen. Bislang wurde im Rahmen der Städtebauförderung 4,6 Millionen Euro an Landes- und Bundeszuschuss bewilligt. Die Gewährung weiterer Städtebaufördermittel wird entsprechend den jeweiligen Baufortschritten geprüft.

Die derzeitigen Mieter wurden bereits über den Eigentümerwechsel informiert. Die bisherigen Mietverhältnisse bleiben zunächst, bis zum 30. Juni 2019, bestehen. Bis 2020 – so ist es geplant – sollen die Abbrucharbeiten beendet sein.



www.osnabrueck.de

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