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09.09.2021

Osnabrück hat einen Helmut-Kohl-Platz

Zahlreiche Ratsmitglieder und auch Ehrenbürger Hans-Jürgen Fip waren zur Einweihung an die große Kreuzung Martinistraße/Schlosswall gekommen, die nun Helmut-Kohl-Platz heißt.

Osnabrück hat einen Helmut-Kohl-Platz; Foto: André Havergo
Osnabrück hat einen Helmut-Kohl-Platz; Fotos: André Havergo Osnabrück hat einen Helmut-Kohl-Platz; Fotos: André Havergo

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert enthüllte das neue Straßenschild. Bei einem anschließenden Umtrunk sagte er: „Der Mann, den wir heute mit dieser Platzbenennung ehren, gehörte zu den Politikern, die eine ungewöhnliche Prägekraft besitzen: umstritten von Anfang bis zum Ende seiner politischen Laufbahn erarbeitete er sich auch bei seinen Gegnern Anerkennung und Respekt für seinen politischen Instinkt und seinen Willen zur Entscheidung: beide Eigenschaften getrieben von den Erfahrungen aus der Zeit des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit: Diese machten ihn zu einem Europäer, der für uns nach wie vor ein Vorbild ist, an dem wir unser Handeln in dieser Zeit enggetakteter Krisen messen können. Als Europäer hat er den Prozess der Wiedervereinigung unseres Landes in dem Bewusstsein betrieben, dass dieser nicht nur geografisch, sondern vor allem politisch mit einem Einigungsprozess Europas verbunden sein muss. Wir ehren mit dieser Namensgebung einen Mann, der in den Einigungsprozessen unseres Kontinents, unter anderem auch mit der Einführung des Euro, über sich hinausgewachsen ist und so groß dabei geworden ist, dass er in unserer Erinnerung auch heute noch sichtbar ist und uns nach wie vor herausfordert. Ich freue mich über unseren neuen Helmut-Kohl-Platz, dessen Namensgeber anlässlich eines Besuches 1984 sich ins Goldene Buch der Stadt Osnabrück eingetragen hatte.

Eingeladen war Dr. Norbert Lammers, ehemaliger Präsident des Bundestages und seit 2018 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung. In einem großen Bogen, der zurückreichte bis zu Otto von Bismarck, zu dessen politischer Laufbahn er einige bemerkenswerte Parallelen aber auch Unterschiede aufzeigen konnte, würdigte er den großen Europäer Helmut Kohl. Er erinnerte daran, dass der Einigungsprozess Deutschlands nur möglich war, weil Kohl zu den führenden Politikern, der an diesem Prozess beteiligten Länder ein zuverlässiges Vertrauensverhältnis aufgebaut hatte. Nur deswegen konnte nach Auffassung Lammers die deutsche Einigung auf friedliche Weise gelingen: ein weltgeschichtlich einmaliges Ereignis. In die Würdigung streute Lammers eigene Erinnerungen und Erfahrungen ein, die ein lebendiges Bild von dem Politiker hervorriefen, nach dem nun ein Platz in Osnabrück benannt worden ist.

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