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06.07.2015

Osnabrück: drittgrößte Stadt Niedersachsens

Historischer Höchststand: 162.554 Menschen haben ihren Erstwohnsitz in der Friedensstadt

Das städtische Melderegister ist eindeutig: jede Person, die sich anmeldet, wird gezählt, und jede, die sich abmeldet, wird ebenfalls gezählt. So bildet das Melderegister die Einwohnerzahl genauer ab als die hochgerechnete Zahl auf Basis der Stichprobe des Zensus 2011. Das Ergebnis: Osnabrücks Bevölkerung ist zum 1. Juli auf 162.554 Personen gewachsen. Damit liegt die Einwohnerzahl mit Hauptwohnsitz in Osnabrück um 620 Personen höher als 1995, als die Stadt mit 161.934 Personen so viele Einwohner hatte wie nie zuvor. Und nach den Zahlen der Melderegister ist Osnabrück wieder drittgrößte Stadt in Niedersachsen.
 

In den vergangenen sechs Monaten haben 2.589 Personen ihren Erstwohnsitz in Osnabrück angemeldet. Im ganzen Jahr 2014 haben das nur 754 Personen getan.
 
„Diese positive Entwicklung kommt nicht ganz überraschend“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Seit dem 1. April gilt die Zweitwohnsitzsteuer und die hat offensichtlich viele in Osnabrück lebende Menschen motiviert, ihren Erstwohnsitz hier anzumelden. Und genau das haben wir mit der Einführung dieser Steuer auch bezweckt.“ Parallel ist die Zahl der Nebenwohnsitze seit Beginn dieses Jahres deutlich zurückgegangen: Hatten zum 31. Dezember 2014 noch 9.269 Personen einen Nebenwohnsitz in der Stadt angemeldet, waren es zum 30. Juni 2015 nur noch 2.591. Ein großer Teil dieser Personen hat den Zweitwohnsitz abgemeldet, da die Einträge im Register nicht mehr ihrer aktuellen Wohnsituation entsprachen. Ein anderer Teil hat sich jedoch offensichtlich für die Ummeldung entschieden. Vorausgegangen war im Januar ein Schreiben der Stadt an alle Nebenwohnsitzinhaber, in dem auf die Steuer hingewiesen wurde. Daraufhin haben bisher 1.715 Personen ihren Nebenwohnsitz in einen Hauptwohnsitz geändert. Sie sind jetzt also dort gemeldet, wo auch ihr Lebensmittelpunkt ist: in Osnabrück.
 
Indirekt profitieren die Menschen von ihrer Ummeldung, da die Einwohner mit Hauptwohnsitz einen wichtigen Faktor bei der Verteilung des Steueraufkommens auf die Kommunen darstellen. Einwohner mit Nebenwohnung werden dabei nicht berücksichtigt, obwohl diese die vorhandene städtische Infrastruktur nutzen.
 
Im kommenden Jahr wird diese Korrektur auch positive Auswirkungen auf den städtischen Haushalt haben: Das Land berechnet seine Finanzausgleichsleistungen auf der Basis der Einwohnerzahl vom 30. Juni des Vorjahres – und die ist unbestreitbar gestiegen.
 
Wie lange Osnabrück diesen Platz halten wird, bleibt abzuwarten. Der Rat hat aber ein klares Wachstumsziel ausgegeben: 2020 soll Osnabrück mindestens 167.000 Einwohner haben!



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