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05.03.2019

Oberbürgermeister verleiht Akyürekpreis für Integration

Im Friedenssaal hat Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am Freitag, 1. März, den mit 1.000 Euro dotierten Akyürekpreis für Integration Alfa Traoré verliehen. Zahlreiche Gäste, Freunde und Weggefährten haben Traoré bei der Ehrung begleitet.

Von links: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Akyürekpreisträger Alfa Traoré; Foto: Robert Schäfer.
(Von links: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Akyürekpreisträger Alfa Traoré; Foto: Robert Schäfer) Von links: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Akyürekpreisträger Alfa Traoré; Foto: Robert Schäfer

In seiner Rede erinnerte der Oberbürgermeister an die Aktivitäten des Preisträgers, mit denen er sich und anderen den Weg der Integration geebnet hat: „In den späten 1990er Jahren engagierte sich Alfa Traoré als Mitglied des damaligen Ausländerbeirates und des Integrationsausschusses. Aus dieser Zeit stammt das Zitat von Alfa Traoré: ‚Integration ist, wenn ich als Muslim bei einer Feier neben einem Kollegen sitze, der ein Schweineschnitzel isst und ich mich freundlich mit ihm unterhalte. Dafür braucht es Verständnis und Offenheit für andere Kulturen, für das Fremde‘. Alfa Traoré unterstützte die über mehrere Jahre dauernde Aktion ‚Meine, deine und unsere Stadt Osnabrück...‘, die 2014 vom ‚Bündnis für Toleranz und Demokratie‘ preisgekrönt wurde und deren Initiatoren 2014 auch den Yilmaz-Akyürek-Preis erhielten.“

Der aus Togo stammende Preisträger gründete 1997 das überregional bekannte vierwöchige Afrika-Festival in Osnabrück und unterstützte es bis 2016 als es das letzte Mal stattfand. Und was empfiehlt der Preisträger gegen Vorurteile? „Humor und Toleranz“.

Griesert erinnerte daran, dass Traoré 2017 den Transport von Mobiliar aus dem aufgegebenen Dissener Krankenhauses in seine Heimat organisiert habe: tonnenweise seien durch seine Initiative Klinikbetten, Infusionsständer und Visitenwagen nach Togo gekommen. 

Und weil er mit der Integration seiner afrikanischen Community nicht ganz zufrieden ist hat er in der Johannisstraße den Verein „Tawba“ gegründet:  „Hinter dem Verein stehen mit Alfa Traoré und Sana Abdoul Razak zwei Männer, die nach ihrer Flucht schon seit fast 30 Jahren in Osnabrück zu Hause sind. Ihr Ziel: sie wollen die Initiative übernehmen und einen Ort schaffen, an dem Muslime afrikanischer Herkunft ihrem Glauben nachgehen können.“ In der Johannisstraße entsteht also ein Ort, sagte der Oberbürgermeister, „an dem Austausch und Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden und Respekt wachsen wird.“


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