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19.02.2015

''Nie wieder Krieg''

05.09.2014 Die Botschaft ist ebenso einfach wie klar und so aktuell, wie vor 100 Jahren: "Nie wieder Krieg". Das berühmte Motiv von Käthe Kollwitz findet sich nun auf einer Briefmarke, die im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses anlässlich des Ausbruches des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren vorgestellt wurde.

Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Finanzen, Steffen Kampeter, präsentierte das Sonderpostwertzeichen. Die von Astrid Grahl und Lutz Menze gestaltete 75 Cent Briefmarke zeigt das bekannte Motiv "Nie wieder Krieg!" von Käthe Kollwitz. Steffen Kampeter hob die bewusste Nüchternheit der Farbgebung hervor, welche die Briefmarke gleichzeitig "anklagend, mahnend und kompromisslos" erscheinen lasse.
An der Veranstaltung, die von der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) in Zusammenarbeit mit der Friedensstadt Osnabrück und dem Bundesministerium der Finanzen ausgerichtet wurde, nahmen rund 80 geladene Gäste teil. In seiner Begrüßung machte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert deutlich, dass sich die Friedensstadt in vielfältiger Weise für ein mahnendes Erinnern an den Ersten Weltkrieg engagiere. Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Friedensforschung, Prof. Dr. Michael Brzoska, betonte in seinem Redebeitrag, dass das internationale System heute wieder verstärkt multipolare Züge aufweise und sich somit einer Situation nähere, wie sie in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg bestanden hatte. Für die Erforschung der aktuellen Entwicklungen könne ein Blick zurück in die Geschichte deshalb von großem Nutzen sein.
Der Historiker PD Dr. Christoph A. Rass von der Universität Osnabrück stellte das Motiv der Briefmarke in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er zeichnete die Geschichte der Familie Kollwitz nach und verdeutlichte den Einfluss der Kriegserlebnisse auf das Werk der Künstlerin. Käthe Kollwitz verlor ihren jüngsten Sohn im Ersten Krieg. Ihr berühmtes Plakat "Nie wieder Krieg" aus dem Jahre 1924 markiere einen Wendepunkt in ihrem Schaffen. An die Stelle des bloßen Verarbeitens der Kriegsleiden rücke das aktive Einmischen "Ich will wirken in meiner Zeit". Hierdurch sei sie ein Symbol für das Streben der Menschen nach Friedfertigkeit geworden.

Kampeter trug sich anschließend in das Goldene Buch der Friedensstadt ein.



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