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22.07.2016

Manfred Böhmer erhält Bundesverdienstkreuz

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat Manfred Böhmer im Friedenssaal des historischen Rathauses das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt, das ihm Bundespräsident Joachim Gauck verliehen hat. Angeregt hatte diese Ehrung Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Niedersachsens.

2016 07 20 Ordensverleihung Manfred Bo hmer Sven Ju rgensen 2.
(2016 07 20 Ordensverleihung Manfred Bo hmer Sven Ju rgensen 2) Von links: Michael Fürst, Präsident des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Niedersachsens, Manfred Böhmer und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert – Foto: Stadt Osnabrück, Sven Jürgensen

Griesert sagte zu Böhmer und Fürst: „Durch Ihr beider Engagement haben die jüdischen Gemeinden und die Sinti und Roma  ihre Gemeinsamkeiten entdeckt und füreinander Verständnis gewonnen. So sind Sie und Herr Böhmer zu treuen Weggefährten auf einem oftmals sehr steinigen Weg geworden.“
 
Griesert erinnerte in seiner Rede daran, dass bis in die 80-er Jahre die Vernichtung von circa einer halben Million Sinti und Roma durch das nationalsozialistische Schreckensregime in der Bundesrepublik Deutschland ein Tabuthema geblieben sei. Aber schon damals habe sich Böhmer für die Belange und Rechte seiner Volksgruppe eingesetzt.
 
„Sie gehörten 1979 zu Vorstand des Vereins 'Europäisches Zigeunerforum Osnabrück'. 1980 wurde daraus das 'Sinti-Forum Osnabrück' mit Ihnen als Vorsitzendem. Dieses Forum leistete mit Nachdruck Antidiskriminierungsarbeit und setzte sich für eine Verbesserung der Wohnsituation der Sinti-Familien ein, die insbesondere im Stadtteil Hafen, in der Sandgrube und in der Fritz-Reuter-Straße unter prekären Verhältnissen lebten. Wenn Sie heute, sehr geehrter Herr Böhmer, als Vorsitzender des Niedersächsischen Verbandes Deutscher Sinti die Interessen von ca. 12.000 Sinti vertreten, so sind Sie in unserer Stadt ein gefragter Gesprächspartner bei der Aufarbeitung der Verbrechen der Nazizeit und bei der Gestaltung einer lebendigen Erinnerungskultur. Dazu gehört nicht nur das regelmäßige gemeinsame Gedenken an die Folgen des Holocaust am 27. Januar, sondern auch die Verlegung der sogenannten Stolpersteine in Erinnerung an die durch die Nationalsozialisten ermordeten Osnabrücker Sinti.“



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