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23.11.2017

Klare Botschaft zur Verbesserung der deutsch-niederländischen Erreichbarkeit

Das Städtenetzwerk MONT, bestehend aus den Städten Münster, Osnabrück und der Netwerkstad Twente (Enschede, Hengelo, Almelo, Borne, Oldenzaal), sowie die EUREGIO setzen sich gemeinsam für eine Verbesserung der Erreichbarkeit des EUREGIO-Raumes und der Oberzentren ein und besiegeln ihr Vorhaben mit einer Absichtserkläung.

M O N T.
(M O N T) Erste Reihe sitzend (v.l.): Arjen Gerritsen (Bürgermeister Almelo), Wolfgang Griesert (Oberbürgermeister Osnabrück) Zweite Reihe stehend (v.l.): Dr. Onno van Veldhuizen (Bürgermeister Enschede), Markus Lewe (Oberbürgermeister Münster), Sander Schelberg (Bürgermeister Hengelo), Rob Welten (Vorsitzender EUREGIO)

Im November trafen sich in Enschede die Stadtspitzen aus Almelo, Enschede, Hengelo, Münster und Osnabrück und die Geschäftsführerin der EUREGIO und unterzeichneten eine Erklärung zum gemeinsamen Einsatz zur Verbesserung der internationalen und regionalen Erreichbarkeit der Grenzregion.

Der EUREGIO-Raum liegt an den Achsen der europäischen Metropolen Randstad – Bremen/Hamburg – Rhein/Ruhr und Hannover/Berlin. Hier leben 3,4 Millionen Menschen. In weniger als zwei Stunden Reisezeit sind mehr als 20 Millionen Menschen erreichbar, denn die Region liegt im Achsenkreuz der europäischen Verkehrsmagistralen und wichtiger transeuropäischer Korridore. Obwohl die Region im Zentrum einiger wichtigen Verkehrsnetze liegt, lässt die Erreichbarkeit, hinsichtlich der wichtigsten Verkehrsträger, noch viel zu wünschen übrig. Sowohl die derzeitige Qualität und Kapazität des Straßen-, Schienen und Luftverkehrs, als auch diese der Wasserwege führen zu einer Beschränkung des sozioökonomischen Wachstums der Euregio.

In verschiedenen gemeinsamen Resolutionen, so auch zum Bundesverkehrswegeplan haben sich die MONT-Städte und die EUREGIO bereits für eine Verbesserung der Straßen-, Schienen- und Wasserstraßeninfrastruktur positioniert. Konkret wollen sie sich u. a. für den Ausbau der Straßenverbindung Zwolle – Münster zu einer qualitativ hochwertigen und leistungsfähigen grenzüberschreitenden Fernstraßenverbindung einsetzen. Einer der hoch priorisierten Engpässe ist die Verbesserung des Verkehrsflusses beim Kreuz Azelo-Buren in den Niederlanden. Im Schienenverkehr ist neben dem schon langjährigen Einsatz für den Ausbau der West-Ost-Achse Amsterdam – Berlin die Durchbindung der Strecke Münster – Hengelo – Zwolle als weitere internationale grenzüberschreitende Zugverbindung im Fokus, wobei die Elektrifizierung, der Einsatz kapazitätsstarker Zuggarnituren und eine weitere Angebotsverdichtung als konkrete Maßnahmen benannt werden. Onno van Veldhuizen, der stellvertretend für die MONT-Städte den letter of intent unterzeichnet hat, sieht gerade in dem Korridor Münster – Hengelo – Zwolle ein zentrales wirtschaftliches Wachstumspotenzial, das einer deutlichen qualitativen und quantitativen Verbesserung auf Straße und Schiene bedarf.

Für Rob Welten, Vorsitzender der EUREGIO ist die Erreichbarkeit ein wichtiges Thema und diese soll in einer INTERREG-Studie für den Luftverkehr unter Beteiligung der Region, so auch der MONT-Städte untersucht werden. Hierbei soll auch die Anbindung des Flughafens Münster-Osnabrück aus den und in die Niederlande betrachtet werden. Für Oberbürgermeister Markus Lewe, Münster ist die Verbesserung und der Ausbau der internationalen und interregionalen Erreichbarkeit über alle Verkehrsträger eine dringende Aufgabenstellung für die Zukunft und unabdingbare Voraussetzung für eine weitere Inwertsetzung der zentralen Lage im europäischen Wirtschafts- und Verkehrsraum.

Neben dem Infrastrukturausbau soll auch der Wirtschaftsverkehr unter die Lupe genommen und dabei der Austausch zu innovativen City-Logistik-Konzepten forciert werden. Hier sieht insbesondere Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Osnabrück noch zentralen Handlungsbedarf und führt dazu aus „wir wollen durch das wachsende Verkehrsaufkommen nicht nur als Transitraum belastet werden, sondern unsere Lagegunst für verladende Unternehmen nutzen und mit neuen Technologien in der Transportabwicklung auch im Umweltbereich zu punkten“.

Und zu guter Letzt dürfen mit dem Blick in die Zukunft auch innovative Verkehrskonzepte nicht fehlen. Hier sollen die Universitäten Twente, Münster und Osnabrück ins Boot geholt werden und neben notwendigen grenzüberschreitenden Verkehrsmodellen auch neue und zukunftsweisende Formen der Verkehrsbewältigung und Verkehrsabwicklung und damit rund um die Mobilität entwickeln.

Insgesamt ein ambitioniertes Programm, das über Lobby- und Projektarbeit in den nächsten Jahren gemeinsam umgesetzt werden soll.



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