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28.10.2016

Im Zeichen der Gemeinsamkeit

Vertreter der Religionsgemeinschaften aus Osnabrück und Münster waren der Einladung von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert gefolgt und trafen sich im Friedenssaal des historischen Rathauses von Osnabrück. Die Delegation aus Münster wurde von Oberbürgermeister Markus Lewe begleitet.

2016 10 27 Treffen der Religionen c AngelavonBrill 1024.
(2016 10 27 Treffen der Religionen c AngelavonBrill 1024) Vertreter der Religionsgemeinschaften aus Osnabrück und Münster mit Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und Oberbürgermeister Markus Lewe. Foto: Angela von Brill

Im April 2015 hatte die Europäische Kommission die Rathäuser von Münster und Osnabrück als Stätten des Westfälischen Friedens mit dem Europäischen Kulturerbesiegel ausgezeichnet. Mit dem Westfälischen Frieden von Münster und Osnabrück konnte 1648 nach jahrelangen Verhandlungen der Dreißigjährige Krieg beendet werden.

Dieser Errungenschaft, Konflikte auf dem Verhandlungswege zu lösen, fühlen sich die Vertreter beider Friedensstädte auch heute verpflichtet. Vor diesem Hintergrund findet das alljährliche Treffen der Religionsgemeinschaften abwechselnd in Münster und Osnabrück statt, um ein Zeichen der Toleranz, der Solidarität und des Friedens zu setzen.
 
Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sagte: „Das heutige Treffen hier im Friedenssaal Osnabrück ist ein Zeichen zweier durchaus selbstbewusster Kommunen, die sich dem Erhalt und der Förderung des Friedens und der Toleranz besonders verpflichtet fühlen. Nach dem ersten gemeinsamen Treffen am 19. November im letzten Jahr in Münster haben alle rund 110 beteiligten Vertreterinnen und Vertreter aus über 30 Religionsgemeinschaften eine Erklärung verfasst, die auch heute genau das beschreibt, worum es bei dem heutigen Treffen und Austausch geht: „Gleichberechtigung, Freiheit, Demokratie und Würde bleiben trotz kultureller, religiöser und weltanschaulicher Differenzen ein Grundprinzip unserer gegenseitigen Solidarität und unseres gegenseitigen Respekts. Wir sind überzeugt, dass alle Religionen ein großes Potenzial zur Lösung von Konflikten und zur Sicherung des Friedens besitzen. Wir appellieren, diese Potentiale in öffentlicher Verantwortung zu entfalten und jeder Tendenz zu religiöser Absolutheit und Gewalt zu widerstehen.“

Oberbürgermeister Markus Lewe sagte, dass das Zusammenleben der verschiedenen Religionen in beiden Städten eine Bereicherung darstelle. Alle seien dafür verantwortlich, dass diese Gemeinschaft auch gelinge. „Das Verbindende der Religionen in unseren Städten ist die Gastfreundschaft.“ Er appellierte, den interreligiösen Dialog zu fördern. Symbolisch entzündeten alle Teilnehmer ein Friedenslicht.



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