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18.12.2019

Fachkräfte aus Çanakkale und Osnabrück sprechen über Integrationsmanagement

Seit 2004 sind Osnabrück und Çanakkale Partnerstädte. Aktuell beschäftigt die Stadt im Nordwesten der Türkei die Situation der Flüchtlinge. Zurzeit ist eine Delegation aus Çanakkale zu Gast in der Friedensstadt. Es ist ein Gegenbesuch: Ende Oktober war eine Gruppe aus der Osnabrücker Verwaltung in der Türkei.

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(2019 12 17 Migration Canakkale SvenJürgensen 02) Zurzeit ist eine Delegation aus Çanakkale zu Gast in der Friedensstadt. Es ist ein Gegenbesuch: Ende Oktober war eine Gruppe aus der Osnabrücker Ver-waltung in der Türkei. Die Fachkräfte sprechen über Migration. © Stadt Osnabrück, Dr. Sven Jürgensen
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(2019 12 17 Migration Canakkale SvenJürgensen 01) Die Delegation aus Çanakkale überreicht Gastgeschenke an Oberbürgermeis-ter Wolfgang Griesert. © Stadt Osnabrück, Dr. Sven Jürgensen

Ziel dieses Austausches ist, voneinander zu lernen, wie Integration gelingt und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie mit Migration umgegangen werden kann. Beide Gruppen schauen sich jeweils die guten Ideen der anderen an – nachmachen ist ausdrücklich erwünscht. 

Die Insel Lesbos ist von Çanakkale aus zu sehen, in der Region leben mehr als 15.000 geflüchtete Menschen, sie ist Transitzone für die Überfahrt nach Griechenland. Die deutsche Delegation tauschte sich in Çanakkale nicht nur theoretisch intensiv mit den türkischen Kollegen aus, sondern besichtigte verschiedene Einrichtungen: vom Kindergarten über ein Kulturhaus bis zum Lebenszentrum für ältere Menschen. 

Nun ist eine türkische Delegation zu Gast in Osnabrück und erlebt nicht nur die Vorweihnachtszeit, sondern erhält viele Einblicke in die Arbeit der deutschen Kolleginnen und Kollegen. Das Programm ist straff. Es geht unter anderem ins Migrationskompetenzzentrum (MkC) des Jobcenters, in die Frauenberatungsstelle und ins Quartiersbüro Schinkel. Es bleibt an den sechs Tagen aber auch noch Zeit für einen Gang über den Weihnachtsmarkt und einen Besuch im Auswandererhaus in Bremerhaven. 

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert empfing die Gäste im Friedenssaal: „Das Ziel der Delegationsreisen ist die Entwicklung einer gemeinsamen Idee: Wie können wir mit der Migration umgehen?“ Dabei meinte er nicht nur Flüchtlinge, sondern alle Menschen, die eine Migrationsgeschichte haben. „Wie die Binnenmigrantinnen und -migranten in Çanakkale, die aus dem Osten kommen. Oder wie hier bei uns, Personen in zweiter oder dritter Zuwanderergeneration, die leider häufig immer noch Ausgrenzung erfahren.“ Der Austausch fordert beide Seiten: „Sie lernen voneinander, diskutieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede und entwickeln konkrete Kooperationsideen.“ 

Wolfgang Griesert und sein türkischer Amtskollege Ülgür Gökhan haben sich bereits während der Maiwoche darüber verständigt, eng zusammenarbeiten, unter anderem um die Situation von sozial benachteiligten Frauen und Kindern aus Syrien in Çanakkale zu verbessern. Mit Fördermitteln aus dem „Schnellstarterpaket I Nahost“ wird die Zusammenarbeit vertieft. 

Mit diesem „Schnellstarterpaket I“ wurden Fördermittel für den Aufbau und die Belebung einer Zusammenarbeit mit Aufnahmekommunen syrischer Flüchtlinge in der Region Nahost eingeworben. Ziel ist nicht nur der Fachkräfteaustausch, sondern die Entwicklung eines konkreten Projekts, mit dem geflüchtete Frauen in Çanakkale gefördert werden und das mit dem folgenden Schnellstarterpaket II umgesetzt werden soll. 

Osnabrück hat 2018 als eine von vier Kommunen den Bundeswettbewerb des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“ für hervorragende kommunale Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens gewonnen. „Die Stadt kann hier viel Expertise einbringen“, betont Wolfgang Griesert und fügt hinzu: „Gleichzeitig kann unsere Stadt aber auch von den Erfahrungen auf der türkischen Seite profitieren, die anders und mit pragmatischen Ansätzen die Aufnahme von insgesamt fast vier Millionen Flüchtlingen bewältigt hat.“


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