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20.06.2016

Entdeckungsreisen am Stadtfluss: Neuer Abschnitt des Haseuferwegs ist frei

An der Hase, dem Osnabrücker Stadtfluss, kann jetzt zu neuen Entdeckungsreisen aufgebrochen werden. Diese Möglichkeit eröffnet der neue Abschnitt des Haseuferwegs. Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert gab das rund 2,5 km lange Wegstück zwischen der Schellenbergbrücke und der Sandforter Straße, an dessen Ausbau seit dem vergangenen Sommer gearbeitet worden war, am Samstag, 18. Juni, frei.

Haseuferweg 2016 06 18 010.
(Haseuferweg 2016 06 18 010) Eröffnung des Haseuferwegs, Foto: Jens Lintel
Haseuferweg 2016 06 18 040.
(Haseuferweg 2016 06 18 040) Eröffnung des Haseuferwegs, Foto: Jens Lintel
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(Haseuferweg 2016 06 18 102) Eröffnung des Haseuferwegs, Foto: Jens Lintel
Haseuferweg 2016 06 18 105.
(Haseuferweg 2016 06 18 105) Eröffnung des Haseuferwegs, Foto: Jens Lintel

Bei dem Fest zur Eröffnung freute sich der Oberbürgermeister darüber, dass mit dem neuen Wegstück eine der letzten Lücken des „grün-blauen Bandes“ geschlossen worden sei, das sich mit dem Fluss und seinen Uferlandschaften durch die Stadt zieht. Den Osnabrücker diene dieses Band als „grüne Infrastruktur“, meinte Griesert, außerdem verbinde es die Stadt mit den Nachbargemeinden, die ebenfalls an der Hase liegen.

Griesert, Projektleiter Lutz Vorreyer vom Fachbereich Städtebau sowie Christiane Balks-Lehmann vom Fachbereich Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück und Vertreter der beteiligten Bauunternehmen durchschnitten zur Eröffnung des neuen Wegstücks symbolisch ein Band. Als Gast war außerdem Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter dabei, der sich an einer Radtour zu dem Eröffnungsfest beteiligt hatte. Griesert meinte, dass ganz besonders die Menschen in den Stadtteilen Schinkel, Voxtrup und Lüstringen sowie die Bissendorfer von dem neuen Wegeabschnitt profitieren, auf dem sie nun zu Fuß oder auf dem Rad abseits der Hauptverkehrsstraßen sicher in die Stadt und wieder zurück gelangen könnten. „Aber nicht nur die Sicherheit ist ein Gewinn. Zugleich bietet der Haseuferweg auch in dem neuen Abschnitt ein unvergleichliches Naturerlebnis“, sagte Griesert.

Der OB erinnerte daran, dass die Stadt Osnabrück erstmals bereits im Jahr 1955 vom Bau eines durchgehenden Uferwegs geträumt habe. Nachdem das Vorhaben über Jahrzehnte mal mehr und mal weniger intensiv verfolgt worden sei, habe es schließlich 2011 mit dem als Steg gebauten Innenstadtabschnitt zwischen Neumarkt und Pottgraben besonders Fahrt aufgenommen. „Nicht zuletzt haben hier die Hase und der neue Weg auch Akzente in der Stadtentwicklung inspiriert und Investitionen nach Osnabrück gelenkt“, meinte Griesert mit Blick auf das Hasehaus, die Terrassenanlagen und den zweiten Teil der „Entdeckelung“ des Flusses, der für eine weitere Aufwertung der Innenstadt sorgen werde.

„Mit dem neuen Abschnitt wird die Entdeckungsreise nun fortgesetzt“, sagte Griesert, nach dessen Worten auf dem neuen Stück neben Bahn- und Gewerbeanlagen eben auch die Haseaue und viel Grün das Bild bestimmen. Griesert nannte es ein „Abenteuer der besonderen Art“, die beiden Gleisbrücken zu unterqueren, unter denen der Weg in zwei „tiefergelegten“ Trögen hindurchgeführt wurde. Die 128 und 25 Meter breiten Brücken waren nicht hoch genug für Fußgänger oder Radfahrer, so dass nach oben offenen Betonprofile eingebaut wurden, die den Weg unter ihnen noch unter das Niveau des Flussbetts absenken. Dadurch ist eine lichte Höhe von 2,20-2,50 Metern unter Brücken entstanden. Der OB wies darauf hin, dass es vorgesehen ist, dass die Hase in die Betonprofile laufen darf. Solche Extremhochwasser kommen rein rechnerisch nicht öfter als alle zwei Jahre vor. Nutzer des Weges werden in solchen Fällen mit einer Signalanlage gewarnt. Eingelaufenes Wasser kann abgepumpt werden.

Griesert machte deutlich, dass der jetzt fast vollständig ausgebaute Haseuferweg eine weitere touristische Attraktion für Osnabrück darstellt. Überdies stehe der Ausbau in einem Zusammenhang mit Entwicklungszielen wie  einem umweltorientierten Wohn- und Arbeitsumfeld, nachhaltiger Mobilität und dem Ausbau von Kooperationen mit Nachbarn, die sich Osnabrück für 2020 gesetzt habe, betonte Griesert.

Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter bedankte sich für die Einladung. Die Gemeinde begrüße es natürlich sehr, dass Osnabrück den Ausbau der Radwegeverbindung in den Landkreis in einer solchen Wiese vorangetrieben habe, so Halfter. Auf Bissendorfer Seite bleibe beim Ausbau des Weges noch eine Menge zu tun, meinte er. Ein weiteres Grußwort überbrachte Carsten Friderici, der Vorsitzende des Bürgervereins Schinkel von 1912. Er nannte den Ausbau des Weges eine „Herzensangelegenheit“.

Lutz Vorreyer vom Fachbereich Städtebau führte die Gäste schließlich durch die Brückentröge und erläuterte das Bauvorhaben. Neben rund 120 Radfahrern, die sich an den beiden Touren aus Osnabrück und Bissendorf beteiligt hatten, waren bei dem Fest in der Nähe der beiden Brückenunterführungen im Fledder noch viele weitere Gäste dabei. U.a. sorgten der Wassersportverein Osnabrück, das Kulturbüro Fokus mit versteckten Geocaches, das Umweltlabor „Grashüpfer“, die Jazz-Combo der Gesamtschule Schinkel, das Projekt „Lebendige Hase“, der Verein zur Revitalisierung der Haseauen, der Natur- und Geopark TERRA.vita, der Zweckverband Hasetal, der Tourismusverband Osnabrücker Land (TOL) sowie der Bürgerverein Schinkel und die Landfrauen aus Schledehausen und Belm für volles Programm.

Karte des Haseuferwegs zum Herunterladen



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