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09.07.2020

Bunte Flagge mit Schriftzug „Black lives matter“ weht auf dem Markt

Eine bunte Flagge mit hunderten bunten Fingerabdrücken und den Worten „Black lives matter“ flattert in diesen Tagen am Fahnenmast vor der Stadtbibliothek. Sie wurde während der zweiten „Silent Demo – Nein zu Rassismus“ im Osnabrücker Schlossgarten gestaltet. Die Idee, diese Fahne am Markt aufzuziehen, hatte Sanata Doumbia. Die junge Frau möchte ein sichtbares Zeichen für den Frieden setzen.

2020 07 08 Fahne black lives matter NinaHoss.
(2020 07 08 Fahne black lives matter NinaHoss) Black live matters – Zeichen setzen für den Frieden“ steht auf der Flagge, die zurzeit vor dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum im Wind weht. Sie hängt dort auf Initiative von Sanata Doumbia (hinten links). Mit dabei sind Sponsor Fritz Niendieker (links), Yvan Audrey Din und Loseny-Aziz Doumbia (BcF) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (rechts) sowie die beiden Jungen Samuel und Lenny König; © Stadt Osnabrück, Nina Hoss

„Als gelernte Erzieherin weiß ich, reden allein bewirkt nicht viel, besser ist es, Dinge zu visualisieren.“ So kam ihr die Idee mit der Flagge, an der so viele Menschen wie möglich mitgestalten sollten. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Lara Sophia Toepler, Katharina Wilsmann und Leonora Pörschke malte sie die Taube, die Schriftzeichen und die weiteren farbenfrohen Details. 

Vorher besorgte sie sich mit Fritz Niendieker einen Sponsor und besprach ihr Anliegen mit ihrem Bruder Loseny-Aziz Doumbia und Yvan Audrey Din. Die beiden gehören zu den Organisatoren der Silent Demos und haben die Black Community Foundation gegründet (BCF). „Die Stadt Osnabrück steht für Frieden“, betont Sanata Doumbia, „‘Black live matters‘ gehört zum Frieden dazu.“ 

Bei der Demo im Schlossgarten kamen rund 1000 Demonstrierende zusammen, um im Rahmen der „Black lives matter“-Bewegung erneut gegen Rassismus zu protestieren und der Opfer zu gedenken. Der Einladung, die Flagge mit Fingerabdrücken zu gestalten, folgten viele. Der richtige Platz für diese Fahne mit Rad, Friedenstaube und Schriftzug konnte nach Meinung von Sanata Doumbia nur der Platz vor dem Rathaus des Westfälischen Friedens sein. 

Dem stimmte auch Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zu, der sich für das Engagement bedankte. Er war selbst bei der ersten Schlossgarten-Demo gegen den Rassismus anwesend. „Ich finde es großartig, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger der Friedensstadt aktiv dafür einsetzen, dass Rassismus, ob in unserer vielfältigen Stadtgesellschaft oder auch weltweit, keinen Platz hat.“ Der Oberbürgermeister betonte auch, dass die Stadt das Leitbild hat, niemanden auszugrenzen und dass sie den interkulturellen Austausch fördert. „Weniger Rassismus bedeutet mehr Freiheit für alle. Wer rassistischen Vorurteilen verfällt, verpasst viele Chancen. Chancen, neue Freundschaften zu schließen, spannende Bekanntschaften zu machen, mit tollen Kollegen zusammenzuarbeiten. Die Chancen wollen wir uns nicht entgehen lassen.“ 

Dass die Fahne nun nicht vor dem Rathaus hängen kann, ist den derzeitigen Bauarbeiten geschuldet. So hat sie nun in den nächsten Tagen ihren Platz auf dem Markt vor dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum und der Stadtbibliothek.


www.osnabrueck.de

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