Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Nachrichten

25.11.2016

Bürgermedaillen für Sigrid Leimkuhle und Volker Issmer

Im Friedenssaal des historischen Rathauses hat Oberbürgermeister Wolfgang Griesert am Dienstag, 22. November, Sigrid Leimkuhle und Dr. Volker Issmer für ihr Wirken mit der Bürgermedaille geehrt. Die Bürgermedaille wird an Personen verliehen, die sich in außergewöhnlicher Weise um die Stadt und ihre Bürger verdient gemacht haben.

2016 11 22 Verleihung Bu rgermedaille sj.
(2016 11 22 Verleihung Bu rgermedaille sj) Dr. Volker Ismmer und Sigrid Leimkuhle erhalten die Bürgermedaille von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert; Foto: Stadt Osnabrück, Sven Jürgensen

Zu Leimkuhle sagte Griesert: „Sie gehörten zu dem Quartett, das sich vor Jahren in den Kopf gesetzt hatte, in Osnabrück ein Hospiz zu gründen. Kenntnisreiche Praktiker haben sich mit Ihnen für dieses Projekt zusammengefunden: Gabriele Simon war dabei und Franz-Josef Hillebrandt, Dr. Rüdiger Cording und eben auch Sie, sehr geehrte Frau Leimkuhle: Sie haben die Aufgabe übernommen, das Hospiz zu leiten. Und in dieser Funktion machen Sie den Sterbenden ein Angebot – das Angebot, zur Ruhe zu kommen und sich gehen zu lassen. Sie machen aber auch den Lebenden ein Angebot – das Angebot einzukehren dort, wo der Tod im Leben gegenwärtig ist. Sie, sehr geehrte Frau Leimkuhle, und die zahlreichen ehrenamtlichen und festangestellten Mitarbeiter des Hospizes sind verantwortlich für diesen speziellen Raum, in dem sich Leben und Tod begegnen dürfen.“

Dr. Volker Issmer hat sich um die Erforschung des Nationalsozialismus‘ verdient gemacht. Der Oberbürgermeister sagte in der Feierstunde, zu der zahlreiche Freunde und Wegbegleiter ins Rathaus gekommen sind: „Erst vor wenigen Tagen haben Sie Ihr neues Buch in der Gedenkstätte Augustaschacht vorgestellt: den dritten Band der Lesebuchreihe „Fremde Zeit –Unsere Zeit“. Auch darin haben Sie wieder Geschichten aufgenommen, Geschichten über Opfer und Täter – fiktive Geschichten über Einstellungen und Handlungen von Menschen vor dem gut recherchierten, historischen Hintergrund des Nationalsozialismus‘. Reale Geschichte und fiktive Personen verflechten Sie zu starken Erzählungen. Für die Erforschung des Augustaschachtes haben Sie über 200 Interviews geführt. Diese Gespräche bildeten die Grundlage für Ihre Recherche in Bibliotheken und Archiven.

Auch wenn die Nachkriegs- und die Nach-Wende-Generation für die Ereignisse des Nationalsozialismus nicht mehr verantwortlich zu machen sind, so müssen Sie doch die Verantwortung dafür übernehmen, dass diese Geschichte weitergegeben und nicht dem Vergessen überlassen wird. Wollen wir unser Land verstehen, müssen wir seine Geschichte kennen. Dazu fordern uns Ihre Bücher auf.“



www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2017: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen