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Benachteiligung

Unter Benachteiligung versteht man jede Form der Ungleichbehandlung. Eine solche liegt vor, wenn Gleiches ungleich behandelt wird; aber auch wenn Menschen mit ungleichen Voraussetzungen gleich behandelt werden.
Entscheidend ist hier nicht das Motiv (Absicht), sondern die Wirkung der Benachteiligung. Das subjektive Empfinden der diskriminierten Person ist daher entscheidend und nicht, ob die andere Person eine Diskriminierung tatsächlich beabsichtigt hat oder nicht.

Ebenen der Benachteiligung

Eine Benachteiligung kann auf mehreren Ebenen erfolgen:

Individuelle Ebene
Hier findet eine Diskriminierung auf der persönlichen Ebene zwischen zwei Menschen statt. Die individuelle Ebene bezieht sich auf die Art und Weise, wie Menschen sich im Alltag untereinander verhalten.

A beleidigt B wegen seiner Herkunft.

Strukturelle Ebene
Rechtliche Regelungen, aber auch Traditionen und Gewohnheiten benachteiligen auf der strukturellen Ebene bestimmte Menschen, ohne dass dies mit Absicht geschehen muss.

Wohnungsbaugesellschaft W berücksichtigt bei der Stadtentwicklungsplanung nicht die Bedürfnisse von älteren Menschen und solchen mit Behinderung. Für diese Personengruppen steht demzufolge zu wenig Wohnraum zur Verfügung.

Gesamtgesellschaftliche Ebene
Bei der gesamtgesellschaftlichen Ebene geht es um die gesellschaftlich dominanten Sichtweisen und Darstellungen von dem, was richtig, normal und gut ist. Die Medien und die Politik spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Nicht deutsch-aussehende Männer werden in der Öffentlichkeit als gewaltbereit oder kriminell dargestellt.

Formen der Benachteiligung

In § 3 des AGG werden verschiedene Formen der Benachteiligung unterschieden:

Unmittelbare Benachteiligung
Bei einer unmittelbaren Benachteiligung wird eine Person weniger günstig behandelt, als eine andere in einer vergleichbaren Situation

Eine schwangere Frau wird in einem Auswahlverfahren benachteiligt.

Mittelbare Benachteiligung
Eine personenbezogene Benachteiligung ist erst nach genauerer Betrachtung ersichtlich.

Die Teilzeitbeschäftigten erhalten im Gegensatz zu den Vollzeitbeschäftigten eine Kürzung des Gehaltes. In dem Unternehmen sind jedoch 80% der Teilzeitbeschäftigten Frauen

Belästigung
Eine Belästigung liegt vor, wenn die Würde eines Menschen verletzt wird. Dies kann durch Mobbing, Einschüchterungen oder Erniedrigungen erfolgen.

Sexuelle Belästigung
Eine sexuelle Belästigung liegt vor, wenn die Person ungewollten sexuellen Handlungen, Berührungen oder Bemerkungen ausgesetzt wird.

Anweisung zur Benachteiligung
Bei der Anweisung zur Benachteiligung fordert eine Person eine andere zu diskriminierendem Verhalten gegenüber eines Dritten auf.

Der Chef C sagt zu Arbeitnehmer N, er solle dem Praktikanten P sagen, dass homosexuelle Personen in der Firma nicht willkommen sind.


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