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Urbane Produktion in Osnabrück

"Urbane Produktion" - mit diesem Begriff verbinden sich diverse Produktionsformen, wie kleinteilige Manufakturen zwischen Handwerk und traditionellem Stadteilgewerbe, emissionsarme Stadtfabriken und Produktionsformen der Industrie 4.0 oder Formen urbaner Landwirtschaft. Von urbaner Produktion kann immer dann gesprochen werden, wenn Produktion im städtischen Raum stattfindet. Dafür werden oft lokale Ressourcen und genutzt und ein Großteil der Wertschöpfung entsteht in unmittelbarer Nähe. Urbane Produktion fördert zudem die Vielfalt und die Lebensqualität in den Quartieren.

Unsere Kolleginnen und Kollegen vom Projekt "UrbaneProduktion.Ruhr" forschen deshalb zu diesem Thema in einem interdisziplinären Verbundprojekt in Bochum. Sie unterscheiden drei Typen urbaner Produktion: Urbane Industrie, Urbane Landwirtschaft und Urbane Manufakturen. Diese können sich an verschiedenen Orten befinden. Ganz klassisch wird zum Beispiel im Lebensmittelhandwerk beim Bäcker oder Fleischer nebenan produziert. Auch Handwerk wie Schuhmacher, Änderungsschneidereien, Friseur, Raumausstatter oder Goldschmied befinden sich oft in sicht besiedelten Gebieten. Mit der Veränderung unserer Lebensstile und nicht zuletzt durch neue technische Möglichkeiten, wie z.B. 3-D-Drucker, entstehen urbane Manufakturen heute zunehmend auch in privaten Räumen, in Gewerbe- und Handwerkerhöfen, in offenen Werkstätten oder Makerspaces, in Leerständen, auf Brachflächen oder auch in Stockwerkfabriken.
(Quellen: Wikipedia.org, urbaneproduktion.ruhr/forschung)

Einige Beispiele Urbaner Produktion in Osnabrück:

  • Atelier 10 Quadrat: Die Werkstatt von Simone und Marek Brüggemann hat 10 Quadratmeter und liegt im Garten ihres Wohnhauses. Hier produzieren sie Upcycling-Taschen aus gebrauchten Surfsegeln mit dem Label "dümmerKIND".
  • Hutmanufaktur Osnabrück: Produktion und Verkauf finden hier am gleichen Ort statt. Stephani Garbrechts Hutladen mitten in der Osnabrücker Innenstadt am Kamp hat zwei Räume - vorne Verkaufsraum mit Schaufenster, hinten Werkstatt, in der sie eigene Kreationen produziert.
  • Brauerei BEURA: Seit 2016 wird im Keller eines "ganz normalen" Wohnhauses in der Möserstraße, zentral zwischen Neumarkt und Hauptbahnhof, das BEURA Bier gebraut. Schon nach zwei Jahren wurde 2018 eine größere Brauanlage angeschafft, so dass inzwischen bis zu 100 Hektoliter, also ca. 25.000 Flaschen, pro Jahr produziert werden.
  • CreamyCare Company: In der ehemaligen Kaserne am Limberg befindet sich die Kosmetik-Manufaktur von Christina Moorkamp und Jana Cordes. Hier produzieren sie in Handarbeit plastikfreie und vegane Naturkosmetik wie Deocreme, Badekugeln und Körperbutter mit dem Label CreamyCare.
  • Der Lieblingsbuchmacher: In seinem Wohnhaus in Osnabrück produziert Michael Beyer-Rother Notizblöcke, Mappen und Kalender aus alten "Lieblingsbüchern" (s. Video).
  • Kaffeeröstereien: An drei verschiedenen Standorten wird in der Osnabrücker Innenstadt heute wieder Kaffee veredelt. Ferdinands röstet mitten in der Altstadt in der Lohstraße. Im Szene-Viertel Redlinger Straße ist Barösta gleich zweimal vertreten. Seit 2012 gibt es das Barösta-Kaffeehaus an der Hausnummer 1, seit 2014 wird der Kaffee in der Nr. 4 geröstet und auch serviert. In der westlichen Innenstadt befindet sich an der Lotter Straße, nicht weit vom Heger Tor, die caffeewerkstatt, wo geröstet, zubereitet, aber auch repariert wird.

 

 

Gedanken zu Urbaner Produktion von der Technologiestiftung Berlin

Aus der Werkstatt des Lieblingsbuchmachers in seinem Wohnhaus in Osnabrück.


Kontakt

Christine Rother
Projektbüro "Wirtschaftsförderung 4.0"
Referat für strategische Steuerung und Rat
Bierstraße 29/31 | Raum 50
Tel: 0541 323 2235
rother.c(at)osnabrueck.de


www.osnabrueck.de

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