Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Frischer Wind für grüne Tagungen in Osnabrück

Pause im Grunen Deutscher Stiftungstag 2017 web
Foto (c) Daniela Barlag

Universität und Hochschule stärken Nachhaltigkeits-Initiative
der regionalen Kongress-Branche

Das Netzwerk "Grün tagen in Osnabrück" ist 2017 weiter gewachsen. Mit der Universität und der Hochschule Osnabrück engagieren sich nun insgesamt 17 regionale Institutionen für klimafreundliche Veranstaltungen in Osnabrück und im Osnabrücker Land.

"Wir freuen uns ganz besonders über die Verstärkung unseres nachhaltigen Anbieter-Netzwerkes durch Universität und Hochschule", berichtet Christine Rother, die das Projekt bei der Osnabrück - Marketing und Tourismus GmbH (OMT) koordiniert. Über den bestehenden fachlichen Austausch hinaus sei der offizielle Beitritt der beiden Institutionen ein wichtiges Zeichen für klimafreundliche Tagungen in Osnabrück, da Hochschulräumlichkeiten traditionell auch für Kongresse genutzt werden.

Einen positiven Effekt dieser Kooperation erwartet auch Petra Rosenbach, Geschäftsführerin der OMT: "Bei der Entscheidung für den Standort einer Tagung oder eines Kongresses spielen viele Faktoren eine Rolle. Zwar sind wissenschaftliche und wirtschaftliche Kompetenzfelder vor Ort ausschlaggebend, doch können grüne Angebote das Gesamtpaket abrunden. In Kombination mit der OsnabrückHalle als modernem Tagungszentrum direkt am Hochschulcampus haben wir auf dem nationalen Markt gute Chancen."

Inhaltlich gestalten Jutta Essl als Umweltkoordinatorin der Universität und Sabine Adamaschek als Klimaschutzmanagerin der Hochschule die Mitarbeit im Netzwerk. "Grün Tagen heißt an der Universität Osnabrück, sich der Herausforderung Nachhaltigkeit auch beim Veranstaltungsmanagement zu stellen", so Essl. "Wir unterstützen unsere Nutzer mit Planungshilfen, konkreten Empfehlungen und praktischen Anleitungen zu den verschiedenen Aspekten und Einsatzbereichen, die dazu beitragen, eine Veranstaltung grün zu organisieren. Im Austausch mit den Netzwerk-Partnern erhalten wir gute Ideen und neue Impulse für weitere Verbesserungen."

Auch Sabine Adamaschek sieht die Vorteile vor allem im Erfahrungsaustausch: "Die Hochschule Osnabrück nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und wird auch bei der Veranstaltungsorganisation das Thema Nachhaltigkeit voranbringen. Der Eintritt in das Netzwerk ist hierbei ein großer Gewinn, da dort gemeinsam neue Anregungen und Ideen entwickelt werden."

"Green Meetings" sind in der Kongressbranche seit etwa zehn Jahren ein wichtiges Thema, das stetig an Bedeutung gewonnen hat. So nennt beispielsweise das German Convention Bureau (GCB), zentrale Marketingorganisation des Tagungsstandortes Deutschland, "Nachhaltigkeit" als einen von drei Schwerpunkten seiner Aktivitäten. Die Branche rechnet, auch durch die neue Berichtspflicht über ökologische und soziale Aspekte für große Unternehmen, weiterhin mit einem steigenden Bedarf an nachhaltigen Tagungsangeboten.

Vor acht Jahren wurde die Initiative "Grün tagen" von der OMT mit zehn Anbietern gegründet und in den ersten zwei Jahren von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Das Ziel: den Tagungsstandort "grüner" zu machen. Inzwischen hat das Netzwerk verschiedene Auszeichnungen erhalten und gilt heute als Vorzeigeprojekt für regionale Initiativen in Deutschland. Die teilnehmenden Anbieter aus der Kon-gressbranche in Stadt und Landkreis Osnabrück setzen schrittweise Umweltmaßnahmen in ihren Betrieben um und fördern das Bewusstsein für umweltschonendes Handeln bei Veranstaltern und Teilnehmern. Dafür legt jedes Mitglied pro Jahr sechs neue Maßnahmen fest und kommuniziert seine Aktivitäten an Kunden und Geschäftspartner.

So wurden in den vergangenen Jahren insgesamt mehr als 480 Maßnahmen im Netzwerk umgesetzt. Dazu gehören in den meisten Häusern die schrittweise Umstellung auf LED-Beleuchtung und die Einführung von fair gehandelten Produkten. Der Einsatz von Recyclingpapier sowie konsequente Abfallvermeidung sind für die Netzwerkmitglieder heute selbstverständlich. Viele Betriebe setzen inzwischen einen höheren Anteil an regionalen, saisonalen und vegetarischen Produkten ein. Es wurden Bäume gepflanzt und ein Insektenhotel aufgestellt. Zwei Firmenwagen konnten durch die Teilnahme am öffentlichen CarSharing eingespart werden. Auch im Handlungsfeld "Soziales", als eine der drei Säulen von Nachhaltigkeit, wurden Maßnahmen umgesetzt. So ließen sich drei Betriebe nach den Kriterien für Barrierefreiheit "Reisen für Alle" zertifizieren. Es wurden ein integrativer Arbeitsplatz und einige Praktikumsstellen für Geflüchtete geschaffen sowie verschiedene Projekte zugunsten der Flüchtlingshilfe durchgeführt.


www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2018: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen