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07.05.2020

Erster Besuchertag im Zoo Osnabrück nach Corona-Schließung

Am Mittwoch, 6. Mai öffnete der Zoo Osnabrück wie gewohnt um 8 Uhr seine Tore – doch gewöhnlich war es nicht. Über sieben Wochen lang war der Zoo coronabedingt geschlossen. Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde begrüßte erste Besucher am Eingang, natürlich mit Abstand. Allein am Vormittag kamen 400 Besucher und vor allem die Kinder freuten sich über die tierische Abwechslung.

©Zoo Osnabrück (Marilena Koch).
(©Zoo Osnabrück (Marilena Koch)) Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde (rechts) begrüßte am 6. Mai, Tag der Wiedereröffnung, die ersten Besucher im Zoo Osnabrück mit einem Willkommensgeschenk. Mit verschiedenen Maßnahmen und Verhaltensregeln benötigt der Zoo momentan keine Besucherobergrenze.

„Normalerweise sind wir einmal in der Woche hier im Zoo“, erzählt Familie Findling, „Doch jetzt konnten wir wegen Corona die letzten sieben Wochen nicht herkommen.“ Nun sei es für die Familie mit zwei Kindern eine willkommene Abwechslung nicht mehr nur im heimischen Garten zu spielen, sondern einen Spaziergang durch den Zoo zu machen. Neben den Besuchern freuen sich auch die Zoomitarbeiter und Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde endlich wieder Menschen am Schölerberg begrüßen zu dürfen. „Nach der siebenwöchigen Schließung mit hohen Einbußen in den Einnahmen ist es nicht nur schön, sondern auch wichtig, dass die Besucher wieder zu uns kommen“, so der Zoopräsident. Allein für die Pflege der Tiere benötigt der Zoo Osnabrück monatlich 290.000 Euro. 75 Prozent des gesamten Budgets machen die Besuchereintritte aus, die in den letzten Wochen komplett fehlten. Als Willkommensgeschenk bekamen die ersten Besucher, die am Morgen des 6. Mai in den Zoo kamen, ein Retter-T-Shirt von Zoopräsident Brickwedde überreicht. Vor allem Familien mit Kindern machten sich an diesem Tag auf den Weg in den Osnabrücker Zoo und allen war die Freude ins Gesicht geschrieben. „Ich freue mich besonders auf die Affen“, sagt die fünfjährige Klara Sachse, ihre Schwester Lotta ergänzt: „Ich habe mich auf alle Tiere gefreut.“ Die Schwestern gehen eigentlich in die Kita, doch auch diese konnten sie die letzten Wochen nicht besuchen. „Und dann war auf einmal auch der Zoo zu, das war doof.“

Zebra-, Flamingo- und Giraffen-Schlange

Pünktlich um 8 Uhr standen die ersten kleinen Grüppchen am Eingang und im Laufe des Vormittags wurde es am Schölerberg etwas voller als an einem normalen Wochentag. Kassenleiterin Christina Bunde berichtet: „Allein bis 12 Uhr hatten wir 400 Besucher, das lässt sich eher mit einem bewölkten Ferientag vergleichen. Aber unser Konzept geht bisher gut auf: Durch unsere Maßnahmen beim Einlass haben wir bislang so gut wie keine Schlangenbildung und alle Besucher halten sich sehr gut an die Abstandsregeln.“ Der Eingangsbereich des Osnabrücker Zoos ist nun in drei Zonen eingeteilt – Zebra, Flamingo und Giraffe. Ganz links befindet sich die Zebra-Reihe. „Durch diesen Eingang gehen alle Besucher die bereits ein bezahltes Ticket haben, egal ob Jahreskarte oder Tagesticket. Auch Personen, die nur einen bezahlten Gutschein oder einen bereits bezahlten Antrag für eine Jahreskarte haben, können sich hier anstellen. Die Unterlagen gelten als Ersatz für Jahreskarten, da wir zurzeit noch keine vollständigen Jahreskarten ausstellen“, erklärt Bunde. „Ganz rechts ist der Giraffen-Bereich, der aus drei einzelnen Schlangen besteht. Hier stellen sich die Besucher an, die noch an die Zookasse müssen, um zu bezahlen. In der Mitte – Flamingo – ist der Ausgang für alle.“ Durch diese Struktur kann im Eingangsbereich der Abstand zu Personen, die nicht aus dem eigenen Haushalt kommen, gut eingehalten werden. Im ganzen Zoo gelten die regulären Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln wie von Stadt und Land verordnet. Für Besucher ist es wichtig, sich vor dem Zoobesuch auf der Internetseite des Zoos unter www.zoo-osnabrueck.de vorzubereiten. Hier können sie auch E-Tickets kaufen, den Antrag für Jahreskarten ausdrucken und ausfüllen sowie sich über die Verhaltensregeln im Zoo informieren.

Spielplätze und Außer-Haus-Verkauf
Insbesondere die kleinen Zoo-Fans wird es freuen, dass auch die Spielplätze auf eigene Gefahr wieder betreten werden dürfen. Eine Familie berichtet freudig: „Wenn wir schon nicht in den Urlaub fahren, können wir uns so wenigstens etwas Urlaub nach Hause holen.“ Auch in Sachen Verpflegung gibt es für die „Zoo-Urlauber“ gute Nachrichten: „Die ersten Gastronomiestände und Kioske – zum Beispiel am Giraffenspielplatz – konnten heute schon wieder öffnen und einige weitere werden folgen“, so die Kassenleitung. Bei dem dortigen Außer-Haus-Verkauf gelten ebenfalls die allgemeinen Regeln: Die Besucher dürfen Speisen und Getränke mitnehmen, aber nicht direkt am Verkaufsstand verzehren. Deswegen sind im Zoo zusätzliche Sitzgelegenheiten aufgestellt worden, sodass man mit genügend Abstand zu anderen Besuchern picknicken kann.

Auch wenn der Zoo nun wieder Besucher empfangen kann, ist die finanzielle Lage am Schölerberg angespannt, wie Geschäftsführer Andreas Busemann berichtet: „Uns fehlen die Einnahmen aus den für uns sehr wichtigen Osterferien. Diese helfen uns auch durch die dunkle Jahreszeit. Das wird ein schwieriges Jahr für den Zoo, deswegen freuen wir uns weiterhin über Spenden oder die Übernahme von Tierpatenschaften. Wir bieten sogar eine günstige Retter-Jahreskarte, Zoo-Retter-T-Shirts und -Tassen an.“ Alle weiteren Informationen finden Zoofreunde auf der Homepage des Zoos: www.zoo-osnabrueck.de.
 


www.osnabrueck.de

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