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Steckenpferdreiten © Heese

Das Steckenpferdreiten startet am

Mittwoch, 25. Oktober 2017um 17 Uhr an der Johanniskirche

Der Umzug mit 1.400 Viertklässlern erinnert an den Westfälischen Frieden von 1648.

Zu den Hintergründen: Der Westfälische Frieden und das Steckenpferdreiten

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aufgeregte Steckenpferdreiter © Medienzentrum Osnabrück

Am 25. Oktober 1648 wurde von der Treppe des Osnabrücker Rathauses der Westfälische Frieden verkündet.

In Erinnerung daran wird in Osnabrück seit 1953 alljährlich am 25. Oktober der Friedenstag gefeiert.  Mit dem Jahrestag des Westfälischen Friedensschlusses von 1648 finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen statt, in deren Mittelpunkt das Steckenpferdreiten steht. Das Steckenpferdreiten zum "Lobe des Friedens" symbolisiert den Ritt der Friedensboten, die 1648 die vom Osnabrücker Rathaus ausgehende Friedensbotschaft in alle Landesteile getragen haben sollen.  Teilnehmen dürfen Schülerinnen und Schüler aller vierten Osnabrücker Grundschulklassen. Begleitet wird das Ereignis durch eine ganzjährige friedenspädagogische Arbeit im Projektunterricht. An einem Tag  im Oktober ziehen dann die Viertklässler mit selbst gebastelten Steckenpferden und farbigen Hüten geschmückt durch die Innenstadt, um schließlich über die Treppe des Osnabrücker Rathauses zu reiten, wo sie aus der Hand des Oberbürgermeisters eine süße Brezel erhalten. Ein Musikprogramm und ein Feuerwerk gaben dem Steckenpferdreiten in den letzten Jahren einen feierlichen und fröhlichen Abschluss.

Die Tradition des Steckenpferdreitens geht auf das Jahr 1650 zurück. In dem Jahr des "Friedens-Exekutions-Haupt-Rezesses" ritten in Nürnberg Kinder mit Steckenpferden zu den Fürsten, um ein Friedensgedächtnis zu erbitten. Sie erhielten daraufhin Friedenspfennige, die auf einer Seite einen Knaben mit einem Steckenpferd zeigten. Bei dem heutigen Steckenpferdreiten sollen die vom Oberbürgermeister ausgeteilten Brezeln die als "Friedensgedächtnis" vom deutschen Kaiser in Auftrag gegebenen viereckigen Pfennige symbolisieren.

mehr Informationen

Zur Bedeutung des Rathauses als „Stätte des Westfälischen Friedens“

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Steckenpferdreiter vor dem Rathaus des Westfälischen Friedens © Detelf Heese

2015 ist das Rathaus mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden. Mit dem Siegel werden Orte ausgezeichnet, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte Europas gespielt haben. Der in den Rathäusern von Osnabrück und Münster über Verhandlungen geschlossene Westfälische Frieden legte erste Grundlagen für eine europäische Staatengemeinschaft. Mit den Friedensverträgen begannen die internationalen Beziehungen, die noch heute von großer Bedeutung sind. Außerdem wurde in Osnabrück die besondere, deutschlandweit einmalige, Vereinbarung getroffen, dass sich evangelische und katholische Fürstbischöfe in der Amtsfolge abwechselten. Diese bestand bis 1803.

Die Europäische Kommission legte bei der Verleihung des Kulturerbe-Siegels einen besonderen Wert darauf, dass der europäische Gedanke auch heute noch eine besondere Rolle spielt und das Bewusstsein junger Menschen für eine europäische Identität gestärkt wird. Das bundesweit einmaligen Konzept der Städtebotschafter Osnabrücks aus den europäischen Partnerstädten, Europaschulen und kulturellen Aktivitäten wie das European Media Art Festival fördern den europäischen Einigungsprozess.

Das Europäische Kulturerbe-Siegel


www.osnabrueck.de

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