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16.04.2018

Höchste Auszeichnung für die Hélène Cixous

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat die französische Intellektuelle und Schriftstellerin Hélène Cixous mit der höchsten Auszeichnung der Stadt Osnabrück, der Justus-Möser-Medaille, im Friedenssaal des historischen Rathauses geehrt.

2018 04 12 Moser Medaille Cixous SwaantjeHehmann 7.
(2018 04 12 Moser Medaille Cixous SwaantjeHehmann 7) Ehrung: Die französische Schriftstellerin Hélène Cixous erhielt die Justus-Möser-Medaille von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Foto: Swaantje Hehmann.

In Gedenken an Justus Möser verleiht die Stadt die Medaille an Personen, die sich um Osnabrück oder die Region verdient gemacht haben. 2016 wurde Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert, 2014 Gisela Bohnenkamp mit der Justus-Möser-Medaille geehrt.

Cixous' Buch "Osnabrück" ist im vergangenen Jahr in deutscher Übersetzung erschienen. Pünktlich zur Ehrung wurde die deutsche Übersetzung von „Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem“ vorgestellt. In Anwesenheit von zahlreichen Gästen sagte der Oberbürgermeister: „Dass Ihnen Osnabrück gefolgt ist, wie ein Schatten, vielleicht aber auch wie ein Licht, dass Sie Osnabrück, wie Sie sagen, ‚immer bei mir getragen‘ haben, wird in Ihren in deutscher Übersetzung bereits erschienenen Schriften allzu deutlich. Insbesondere natürlich in dem Buch, dem Sie als Titel den Namen unserer Stadt gegeben haben. Ebenso in dem Buch, dessen deutsche Übersetzung wir heute vorstellen dürfen: „Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem".

Mit diesen Texten haben Sie unserer Stadt einen Ort in der Literatur gegeben, und diese damit an die Seite von Marcel Prousts Paris, Thomas Manns Lübeck, James Joyce‘ Dublin, Alfred Döblins Berlin, Robert Musils Wien und Günter Grass‘ Danzig gestellt. Osnabrück hat Sie nicht in Ruhe gelassen und Sie haben aus seiner geografischen und historischen Gegebenheit eine textliche Realität gemacht, die ganz neue und andere Bezüge eröffnet: Sie öffnen unsere Stadt damit Lesern, sie stellen unsere Stadt damit in einen Kontext, der sich lesend erschließt – in der Nachbarschaft der Werke, von denen ich eben einige beispielhaft genannt habe. Dafür dürfen wir Ihnen wirklich dankbar sein. Die Stadt, die Ihre Mutter und Großmutter vertrieben hat, hat durch Sie – wenn ich das so sagen darf – eine Heimat im Gedächtnis der Literatur gefunden.“

Lächelnd und zugleich sichtlich gerührt nahm die 80-Jährige die Ehrung entgegen.


www.osnabrueck.de

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