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25.07.2018

Baustellenmanagement der Stadt und der Stadtwerke Osnabrück

Egal ob Anwohner, Rad- oder Autofahrer oder Menschen, die den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) nutzen: Niemandem wird es entgehen, dass in Osnabrück zurzeit an vielen Straßenabschnitten gebaut wird und es dadurch teilweise zu Einschränkungen im Verkehrsfluss kommt.

Weder Stadt und Stadtwerke auf der einen Seite, noch Anwohner und Pendler auf der anderen Seite, sind froh über baustellenbedingte Eingriffe in den Straßenraum - bedeuten diese doch auch Behinderungen der Mobilität. Doch Baumaßnahmen sind für eine reibungslose Versorgung der Menschen in Osnabrück mit Breitband, Strom, Gas, Wasser und Abwasserentsorgung und nicht zuletzt für Straßenerneuerung und Straßensanierung sowie verkehrskonzeptionelle Verbesserungen (Verkehrsführung) notwendig. Eins vorneweg: Die meisten Baustellen werden noch in diesem Jahr abgeschlossen. Und: Viele Baustellen wurden und einige Baustellen werden noch vor ihrem terminierten Ende fertig!

Derzeit gibt es 23 Baustellen in Osnabrück. Die Bauarbeiten dauern durchschnittlich 39 Wochen, also ein Dreivierteljahr. Eine durchschnittliche Betrachtung der Baustellentätigkeit ist jedoch wenig hilfreich, da diese den individuellen Erfordernissen der jeweiligen Baustelle nicht gerecht wird.

Bevor eine Baustelle eingerichtet wird, werden sämtliche Aspekte für die Planung eines optimierten Bauablaufs beleuchtet. Ein Hauptaspekt bildet dabei immer die Frage, wie der ÖPNV und der Individualverkehr beeinflusst werden. Zudem sind die rechtlichen Vorgaben für den Arbeitsschutz und die Verkehrssicherheit zu berücksichtigen, die den Art und Umfang der Absperrmaßnahmen entscheidend beeinflussen. Selbst wenn nur Leitungen im Gehwegbereich erneuert werden müssen, kann es sein, dass trotzdem eine halbseitige Sperrung notwendig wird. Besondere Herausforderung für den Verkehrsfluss sind Maßnahmen am Kanalnetz. Denn diese Leitungen liegen mitten unter der Straße.

In jedem Fall gilt: Keine Baustelle ist wie die andere. Das Schema F gibt es in den wenigsten Fällen. So wird bei jeder Baustelle intensiv geprüft, welches Bauverfahren zur Anwendung kommen kann – von der offenen Bauweise mit einer Grube, über Inlinerverfahren bis zum Tunnelbau. Nicht jedes Verfahren ist aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen überall anwendbar. Beispiele für die Unterschiedlichkeit der Baumaßnahmen und der eingesetzten Verfahren sind: Gleitschienenverbau; Schlauchlinerverfahren, Rohreinzug oder auch Microtunneling. Linktipps zu den Verfahren sind am Ende des Textes zu finden.

Nacht- und  Wochenendarbeit sind nur begrenzt möglich und müssen vom Gewerbeaufsichtsamt genehmigt werden. Bei Straßenabschnitten in Wohngebieten ist dies wegen der Nachtruhe kaum möglich. Gemäß Arbeitsschutzverordnung sind Arbeitseinsätze über 10 Std./Tag nicht zulässig. Ein Mehrschichtbetrieb lässt sich nur schwer organisieren, da zusätzliche Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt nicht zu bekommen sind.

Ob auf einer Baustelle gerade gearbeitet wird oder wie viele Bauarbeiter auf einer Baustelle tätig sind, ist nicht allein ausschlaggebend für den Baufortschritt. Hier sind auch Abhängigkeiten zu den Abläufen für die einzelnen Arbeitsschritte gegeben, sodass erst aus der Kombination von eingesetztem Personal und notwendigem Gerät bezogen auf die auszuführende Tätigkeit der optimale Baufortschritt erzielt wird. Dies gilt auch für die einzelnen Arbeitsschritte, die nicht beliebig kombinierbar, sondern aufeinander abzustimmen sind, um gegenseitige Behinderungen auszuschließen.

Die Probleme, die den Bürger betreffen, sind nicht Resultat von Fehlplanungen oder unkoordiniertem Handeln, sondern liegen in der Natur der Dinge begründet: In einer urbanen Umgebung mit einer starken Verflechtung mit dem Umland mit über 50.000 Ein- und fast 20.000 Auspendlern, von denen viele das Auto benutzen, sind die Straßen zu den Hauptverkehrszeiten auch ohne Baustellen ausgelastet. 

Sowohl Stadt als auch die Stadtwerke Osnabrück arbeiten kontinuierlich daran, dass das gemeinsame Baustellenmanagement noch weiter optimiert wird. Dabei haben wir auch die Bauprojekte auf angrenzende Kreis-, Landes- und Bundesstraßen im Blick. Das ist Anspruch und Aufgabe. Deshalb koordinieren wir im Rahmen des Baustellenmanagements in regelmäßigen Abständen die aktuellen und anstehenden Projekte und optimieren kontinuierlich deren Abläufe. Trotz aller Planungen können aber auch Baumaßnahmen dazwischen kommen: Wie zum Beispiel Notfallmaßnahmen oder bei kundengetriebenen Baumaßnahmen, wie das Setzen eines neuen Hausanschlusses bei einem Neubau. Bei all unserem Tun setzen wir auf hohe Qualitätsstandards und sorgen somit dafür, dass die Infrastruktur für viele Jahre den Erfordernissen unserer Stadt gerecht wird. 

Linktipps zu den Bauverfahren:


www.osnabrueck.de

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