Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Aktuelles

12.02.2018

Zweite Feuerwache: Stellungnahme der Stadt

Unter dem Titel "Diskussion über Feuerwache schlägt Wellen" hat die Neue Osnabrücker Zeitung unter anderem gefragt, ob der Bau der zweiten Feuerwache notwendig sei. Im Bericht haben sich einige Unrichtigkeiten eingeschlichen, die hiermit korrigiert werden sollen.

Symbolfoto Feuerwehr; Foto: Swaantje Hehmann .
(Symbolfoto Feuerwehr; Foto: Swaantje Hehmann ) Symbolfoto Feuerwehr; Foto: Swaantje Hehmann

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet über eine "Sicherheitslücke" in den östlichen Stadtteilen. "Richtig ist", sagt Dietrich Bettenbrock, Leiter der Feuerwehr Osnabrück, "dass wir regelmäßig deutlich länger als acht Minuten unterwegs sind, um Einsatzorte in den Stadtteilen Gretesch, Darum und Lüstringen zu erreichen. Das ist aus unserer und sicherlich auch aus Sicht der Betroffenen eindeutig zu lang."

Die NOZ berichtet, "dass die Hilfsfristen für die Feuerwehren in Niedersachsen nicht einheitlich vorgeschrieben seien. Brandschutz und Hilfeleistung seien Angelegenheiten der kommunalen Selbstverwaltung." Obwohl die Kommunen die Schutzziele in eigener Verantwortung festlegen, empfiehlt das Niedersächsische Innenministerium in den "Hinweisen zur Durchführung der Brandschutzbedarfsplanung" von 2010 nachdrücklich: "Sinkt der Erreichungsgrad unter 80 Prozent, ist zu befürchten, dass nicht mehr von einer den Anforderungen genügenden leistungsbereiten und einsatzbereiten Feuerwehr ausgegangen werden kann." Der Erreichungsgrad in Osnabrück liegt derzeit bei 70 Prozent.

Die NOZ bezieht sich mit der Aussage, 30 von 75 deutschen Großstädten  würden das Schutzziel für das "standardisierte Schadensereignis ,Kritischer Wohnungsbrand'" nicht einhalten, auf eine Recherche des Fernsehmagazins Plusminus. "Das heißt", sagt Bettenbrock, "dass 40 Großstädte eben dieses Ziel erreichen. Und das wollen wir auch."

Frank Otte, als Stadtbaurat für die Feuerwehr zuständiger Verwaltungsvorstand, ergänzt: "Den Tätigkeitsbereich der Feuerwehr auf das Löschen von Bränden zu reduzieren, greift außerdem zu kurz. Das Aufgabenspektrum der Feuerwehr ist viel größer - wie jeder weiß, der das letzte Hochwasser in Osnabrück 2010 erlebt hat, oder der in einen Autounfall verwickelt war."

Die NOZ berichtet, dass die Verwaltung die (unrichtige) Aussage eingestreut habe, dass "Ratsmitglieder  persönlich haftbar gemacht werden könnten, falls der Beschluss für eine neue Feuerwache nicht zustande komme." Richtig ist, eine Ratsfraktion wollte die Frage nach der sogenannten "Durchgriffshaftung" beantwortet haben, was das Rechtsamt dann auch getan hat.

Die NOZ berichtet, dass der Kommunalberater Reinhard Richter vorschlägt, statt eine zweite Feuerwache zu bauen, die Kooperation mit den Werkfeuerwehren von VW und Schoeller zu verbessern.  Auch dieses Thema ist in den vergangenen Jahren umfänglich und wiederholt öffentlich dargestellt worden (nachzulesen im Ratsinformationssystem unter www.osnabrueck.de/ris). Unter anderem hat es auch mehrere Gespräche mit den Unternehmen gegeben. Ergebnis: Es sind keine Synergien zu erwarten.

Otte stellt sich vor die Feuerwehrleute: "Die Feuerwehr macht einen guten Job - oft unter schwierigen Bedingungen. Nahezulegen, sie wollten mit der besten Ausrüstung "prahlen", wie es im Kommentar heißt, geht an der Sache völlig vorbei und verweist diese Diskussion in die Sandkiste, wo sei eigentlich nicht hingehört. Jeder, der selbst einmal Hilfe brauchte, hat die Sekunden gezählt, die die Feuerwehr braucht, um vor Ort zu sein. Daher möchte ich der öffentlichen Debatte mehr Sachlichkeit empfehlen. Der Rat hat die Frage, ob die Stadt eine zweite Feuerwache braucht über Jahre kritisch und kontrovers abgewogen. Wer mitdiskutieren wollte, hatte viel Zeit, das tun. Im Übrigen ist "Sicherheit" ein Thema der Gesellschaft: Was soll sie uns kosten, wieviel ist sie uns Wert und welches Risiko ist der Einzelne selbst bereit zu tragen. Diese Fragen kann keine Feuerwehr beantworten."



www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2017: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen