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06.07.2017

Stadt- und Kreisarchäologe Bodo Zehm verabschiedet

40 Jahre war er im Dienste der Stadt, erst als Museumspädagoge, dann als Grabungsfotograf bei der Stadt- und Kreisarchäologie, später dann als deren Leiter: Bodo Zehm ist am Mittwoch, 5. Juli, im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in den Ruhestand verabschiedet worden.

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(2017 07 05 Verabschiedung Zehm GerhardMeyering) Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert (links) verabschiedet den früheren Leiter des Fachdienstes „Archäologische Denkmalpflege“ Bodo Zehm. Foto: Stadt Osnabrück, Gerhard Meyering

„Lieber Bodo Zehm, Sie haben durch Ihre intensive Netzwerk- und Projektarbeit dazu beigetragen, Osnabrück und das Osnabrücker Land über die Grenzen der Region hinaus zu profilieren. Und Sie haben wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung einer regionalen Identität gegeben. Ihre Kolleginnen und Kollegen haben besonders Ihre Geduld, Ihre Empathie und Ihren Humor geschätzt. Im Fachdienst sorgten Sie für ein harmonisches Betriebsklima, das zu großem Engagement Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führte“, so Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Bodo Zehm freute sich über die große Zahl der Besucher, die zu seiner Verabschiedung in den Friedenssaal gekommen waren: „Es ist vermutliche das erste und leider auch das letzte Mal, dass es in meiner beruflichen Laufbahn zu einer so konzentrierten Versammlung kompetenter Fachleute gekommen ist. Ich habe den Jahren meiner Arbeit überall aufgeschlossenen Ansprechpartner gefunden, die für die Vielzahl der Projekte unentbehrlich sind. Ich wünsche meinem Nachfolger Axel Friedrichs, dass Sie ihm die gleiche Kooperationsbereitschaft entgegen bringen, wie ich es erleben durfte.“

Zunächst war Zehm von 1977 bis 1981 als Museumspädagoge im Kulturgeschichtlichen Museum tätig, danach als Grabungsfotograf bei der Stadt- und Kreisarchäologie. Bei Grabungsmaßnahmen, unter anderem vor der Marienkirche und dem Rathaus, förderte er beispielsweise den Brunnen auf der dem Rathaus gegenüberliegenden Seite des Marktes zu Tage.

Seit 1986 leitete Bodo Zehm unterschiedliche Grabungen und Projekte in Stadt und Landkreis, wie das von der Volkswagenstiftung geförderte Forschungsprojekt „Eschprospektion“ im Osnabrücker Land, die Ausgrabungen vor dem Osnabrücker Dominikanerkloster oder auf dem Bornhügel in Gretesch.

Ab 1992 war er als stellvertretender Fachdienstleiter an der Entwicklung der Dienststelle „Archäologische Denkmalpflege“ beteiligt. In diese Zeit fallen Ausgrabungen im Umfeld des Osnabrücker Doms, an der verschütteten Bogenbrücke der ehemaligen Stadtbefestigung Osnabrücks vor dem Heger Tor beim Felix-Nussbaum-Haus, sodass der Libeskind-Entwurf noch angepasst werden musste.

Ausstellungen wie „Burgen und Befestigungen – 25 Jahre Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück“ kuratierte Zehm, seit 2003 Leiter des Fachdienstes „Archäologische Denkmalpflege“ im Fachbereich Kultur, ebenso wie das Ausstellungsprojekt zum 500. Jubiläum des Rathauses, das mit großer Publikumsresonanz gezeigt wurde.

Erst jüngst konnte Bodo Zehm in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege die Auswertungsarbeiten zum bundesweit beachteten jungsteinzeitlichen „Kupferschatz von Osnabrück-Lüstringen“ beginnen.

An Ruhestand ist aber noch nicht zu denken: Zehm ist nun Geschäftsführer des europäischen Kulturroutenprojektes „Megalithic Routes“, welches auf der westniedersächsischen touristischen „Straße der Megalithkultur“ fußt.



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