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20.12.2017

Stadt Osnabrück verbessert Hochwasserschutz am Belmer Bach

Die Stadt Osnabrück baut den Hochwasserschutz am Belmer Bach im Stadtteil Darum/Gretesch/Lüstringen aus. Entlang des Belmer Baches zwischen Mindener Straße und Sandforter Straße soll der Hochwasserschutz verbessert werden. Dafür wird unter anderem eine Hochwasserschutzwand errichtet. Die Kosten dafür setzt die Verwaltung mit 700.000 Euro an.

Mit einer Summe von 420.000 Euro fördert der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Maßnahmen. Diese basieren auf komplexen Simulationen durch das Ingenieurbüro Stadt-Land-Fluss aus Hannover. Dabei wurde in den vergangenen zwei Jahren überprüft, wie ein bestmöglicher Hochwasserschutz gewährleistet werden kann. 

Von den Arbeiten profitieren besonders 40 bis 50 Eigentümer von Häusern in einem Wohngebiet, das in diesem Bereich liegt. Das Gebiet war bei einem Hochwasser im August 2010 überschwemmt worden. Als der NLWKN das Gebiet daraufhin untersuchte, bestätigte er dessen Tieflage und sicherte es vorläufig als Überschwemmungsgebiet gegen ein statistisch alle 100 Jahre auftretendes Überschwemmungsereignis.

Für die Eigentümer bedeutete das, dass sie Anbauten und ähnliches nicht mehr oder nur unter erhöhten Anforderungen angehen konnten. Zudem wären sie von einem Hochwasser ähnlicher Größenordnung erneut betroffen gewesen und hätten ihre Häuser nur zu deutlich höheren Kosten gegen Hochwasserschäden versichern können. Diese Nachteile werden nun durch den verbesserten Schutz abgewendet, das Gebiet ist nach Fertigstellung der Maßnahme nicht länger Überschwemmungsgebiet. 

„Ich bin froh, dass wir endlich Gewissheit haben“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Jeder kann sich noch an das Hochwasser 2010 erinnern, das erhebliche Vermögensschäden verursachte und erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg dazu führte, dass wir den Katastrophenfall ausrufen mussten.“ Besonders freut sich Griesert, „dass diese Fläche nun kein Überschwemmungsgebiet mehr ist und damit nicht weiter der baulichen Entwicklung dieses Areals im Wege steht.“ 

Im Jahr 2018 sollen die Arbeiten erfolgen. Restarbeiten reichen möglicherweise noch bis ins Jahr 2019 hinein.



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