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08.06.2018

Stadt Osnabrück legt Geld nachhaltig an

Keine Kinderarbeit, keine Waffen, keine klimaschädlichen Energien, keine Atomenergie, keine Gentechnik, keine Tierversuche, keine Korruption – dies sind die Kriterien, mit denen die Stadt Osnabrück sicherstellt, dass sie ihr Geld nachhaltig anlegt. Festgeschrieben sind sie in der Finanzrichtlinie 2.0. Sie macht die Friedensstadt unter den niedersächsischen Kommunen zu einem Vorreiter bei diesem Thema.

Verabschiedet hat der Rat die Richtlinie am 30. Mai 2017. Der Fachbereich Finanzen und Controlling wendet sie insbesondere bei den langfristigen Geldanlagen der Stadt, also bei der Anlage von Geldern für Pensions- und Versorgungsausgaben sowie für die Rekultivierung und Nachsorge der Deponie Piesberg, an.

Bei der Anlage von Pensions- und Versorgungsausgaben ist die Stadt Osna­brück zusammen mit anderen Kommunen als einzige niedersächsische Stadt Anteilseigner des extern gemanagten „Westfälischen Versorgungs-Rücklage-Fonds“ (WVR-Fonds). Die Stadt hält hier derzeit ein Vermögen von 15 Millionen Euro – Tendenz steigend. Weil sie lediglich einer von vielen Anteilseignern ist, kann die Stadt die Anlagevorgaben nicht einseitig neu formulieren. Dies ist allerdings auch gar nicht nötig. „Bereits Anfang 2016 haben alle beteiligten kommunalen Träger Anlagegrundsätze unter Berücksichtigung ethischer, ökologischer und sozialer Aspekte für diesen Fonds festgelegt“, sagt Carsten Michel vom Fachbereich Finanzen und Controlling. Folglich sind die in der Finanzrichtlinie 2.0 verabschiedeten Vorgaben hier bereits berücksichtigt.

Anders als diesen Fonds managt die Stadt das Depot für die Rekultivierung und Nachsorge der Deponie Piesberg selbst. Über die Anlagen in diesem Depot mit einem Volumen von 41 Millionen Euro kann sie folglich unabhängig entscheiden. Hier setzt die Stadt nun ebenfalls die Vorgaben der Finanzrichtlinie 2.0 um und berücksichtigt die Nachhaltigkeitskriterien, die in diesem Fall noch etwas enger gefasst sind. „Die Papiere in diesem Depot haben relativ kurze Laufzeiten, sodass es in vier bis fünf Jahren ausschließlich nachhaltige Anlagen aufweisen wird“, erklärt Michel.



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