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17.05.2018

Riekje Heuter, Behindertensportlerin des Jahres 2017, zu Gast bei Oberbürgermeister Wolfgang Griesert

Im Wasser ist Riekje Heuter kaum einzuholen. Die 16-jährige Para-Schwimmerin ist Behindertensportlerin des Jahres 2017. „Es wird Zeit, dass wir uns kennenlernen“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, der sich sehr für die erfolgreichen Sportler der Stadt und der Region interessiert. Gemeinsam mit Riekje Heuters Familie, ihrer Trainerin und einigen Sportfunktionären tauchte Griesert in die Welt des Behindertensports ab.

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(2018 05 15 Riekje Heuter SilkeBrickwedde 1) Sind stolz auf ihre erfolgreiche Para-Schwimmerin: Sascha Bartsch, stellvertretender Vorsitzender OSC (links); Herbert Michels, Vizepräsident Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN); Jutta Schlochtermeyer, BSN-Vizepräsidentin und Inklusionsbeauftragte; Vater Thorsten Heuter; Riekje Heuter, Schwimmerin und Behindertensportlerin des Jahres 2017; Oberbürgermeister Wolfgang Griesert; Schwester Alice Heuter; Mutter Karin Heuter; Trainerin Mareile Strauss; Marlies Funke, stellvertretende Schulleiterin Ursulaschule und Anders Spielmeyer, Ressortleiter Leistungssport im BSN. Foto: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde
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(2018 05 15 Riekje Heuter SilkeBrickwedde 2) Die Para-Schwimmerin Riekje Heuter und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sprechen im Rathaus über den Behindertensport. Fotos: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Auch wenn sie durch die erste Seepferdchenprüfung durchgefallen ist – Riekje Heuter ist eine der schnellsten und erfolgreichsten Schwimmerinnen. Nicht nur in der Stadt. Sie hält die deutschen Rekorde über 50 und 100 Meter Brust in ihrer Startklasse und verlässt kaum einen Wettkampf ohne Medaille, die dann auch die Trophäensammlung ihres Vereins SG Osnabrück schmückt.

Seit ihrer Geburt fehlt der linke Unterarm. „Rechts habe ich natürlich mehr Kraft und ich gleiche viel durch Körperspannung und Beinarbeit aus.“ Ihr Pensum ist enorm: Sie trainiert sie bis zu zehn Mal die Woche, morgens vor der Schule und nachmittags nach den Hausaufgaben. Natürlich nicht nur in den Sportbecken des Nette- und des Schinkelbades, sondern auch im Kraftraum. Wenn die junge Frau so weitermacht, ist sie vielleicht 2020 bei den Paralympics in Tokio dabei. „Erstmal kommt in einem Jahr das Abi.“

„Ich habe auch Hip-Hop und Ballett ausprobiert“, erzählt die Schülerin der Ursulaschule, aber im Wasser hatte ich den meisten Spaß.“ Ihre Trainerin Mareile Strauß kennt das: „Kindern mit Behinderung tut Schwimmen oft gut, dort können sie sich ganz anders und viel freier bewegen.“  Mit elf Jahren startete Riekje Heuter mit dem Leistungssport durch, fünf Jahre später setzte sie sich bei der Wahl zur Behindertensportlerin des Jahres gegen eine starke, international erfolgreiche Konkurrenz von fünf weiteren paralympischen Leistungssportlern durch.

„Für uns ist Riekje ein Geschenk“, loben die Sportfunktionäre Herbert Michels, Vizepräsident Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN), Jutta Schlochtermeyer, BSN-Vizepräsidentin und Inklusionsbeauftragte und Anders Spielmeyer, Ressortleiter Leistungssport im BSN, einträchtig. „Sie trägt dazu bei, auf die Möglichkeiten des Behindertensports gerade im Raum Osnabrück aufmerksam zu machen“, fügt Jutta Schlochtermeyer an.

Riekjes Mutter, Karin Heuter, betreut ehrenamtlich das BSN-Projekt „Partnervereine des Leistungssports“. Jetzt haben wir eine reine Para-Schwimmgruppe eingeführt, bei der direkt sieben Kinder zwischen sieben und 13 Jahren mitmachen“, erzählt Karin Heuter. „Das ist viel.“ Für Riekje, die in der Gruppe ein großes Vorbild ist, gab es eine Überraschung. „Es macht jemand mit, dem wie mir der Unterarm fehlt. Es ist selten, aber superwichtig auch Leute mit dem gleichen Handicap kennenzulernen.“

Auch in der Schule läuft es gut: „Riekje ist eine tolle junge Frau, die zeigt, was alles möglich ist“, lobt Marlies Funke, stellvertretende Schulleiterin der Ursulaschule. Auch Wolfgang Griesert ist beeindruckt: „Machen Sie weiter so! Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.“



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