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09.07.2007

Prof. Gerhard Lohmeier: Die Hase ist für mich ...

Herr Prof. Gerhard Lohmeier, Umweltberater des Unternehmens Hellmann Worldwide Logistics und Hasepate  Link erzählt, wie sein Interesse für die Hase erwachte und warum er sich für die Fortsetzung der Renaturierungsmaßnahmen einsetzt.

Die Hase ist für mich ein Fluss, der sich, wie viele andere Flüsse auch, den veränderten Bedingungen in einer Großstadt anpassen musste. Jedes Mal, wenn ich als Umweltberater der Firma Hellmann über die Hasebrücke im IG-West fahre, werfe ich einen Blick auf die tief in ihrem Flussbett fließende Hase. Als "Zugezogener", der nicht alle Details über den Fluss wissen konnte, dachte ich anfangs, dass dies das ursprüngliche, aber irgendwann einmal begradigte Flussbett der Hase sei. Mit der Übernahme der Tätigkeit als Umweltberater wunderte ich mich aber darüber, dass sich außerhalb des Betriebsgeländes, aber parallel zum Hasebett, über mehrere hundert Meter eine tiefe Mulde dahinzog. Diese Feststellung machte mich neugierig und ich begann mich zu erkundigen, welche Bedeutung der Graben haben könnte. Sehr schnell stellte sich heraus, dass dieser Graben das eigentliche Flussbett der Hase war. Weitere Nachforschungen haben dann ergeben, dass das Flussbett schon vor mehr als 40 Jahren aufgegeben wurde, um mit einem neuen Flussbett die möglicherweise zu erwartenden Hochwasser in der Stadt zu verhindern.

Als Hasepate ist es mir ein Anliegen, die Geschichte der Hase und die damit verbundenen Veränderungen des Flusses in der Stadt immer wieder bewusst zu machen und dazu beizutragen, dass die Renaturierungsmaßnahmen entlang der Hase weiter fortgeführt werden.

Everseiche an der Hase

Gemeinsam mit Armin Dukat hat Prof. Lohmeier eine Reihe von Baumgedichten verfasst, darunter auch eines über die alte Everseiche an der Hase:

Eiche
Quercus robus

Wir, die echten deutschen Eichen,
wollen keinem Sturme weichen.
Riesengroß und sehr markant,
stehen wir am Hasestrand.

Unverwüstlich, knorrig, derbe,
dicke Rinde, manche Kerbe,
manchmal auch ein trock'ner Ast,
sehr gut zu meinem Bilde passt.

Ich fühle mich, wenn ich so träume
als die Königin der Bäume.
Steh' ich im Park oder im Wald,
so werd' ich tausend Jahre alt.

Weil mein Holz war einst begehrt,
lebt' ich nur selten unbeschwert.
Baut' früher man ein Bauernhaus,
50 Stämme sucht man aus.

Jetzt ist mein Holz nicht so begehrt,
wachsen könnt ich unbeschwert.
Doch jetzt gibt es den sauren Regen,
der kommt uns Eichen ungelegen.

Die Eicheln sind ein Futtermittel,
dem Reh, dem Hirsch und dem "Schwarzkittel".
Die Menschen nahmen in der Not,
sie als Röstkaffee und bitt'res Brot.

Die Franzosen lassen Schweine schnüffeln,
wenn sie suchen nach den Trüffeln,
aus meinen Rinden, meinen Borken,
macht man in Spanien Flaschenkorken.

 

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www.osnabrueck.de

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