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12.10.2018

Niedersächsische Justizministerin händigt Prof. Christian von Bar Verdienstorden der Bundesrepublik aus

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik verliehen. Die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza händigte dem renommierten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften das Verdienstkreuz im Friedenssaal aus.

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(2018 10 12 Havliza von Bar SilkeBrickwedde 3) Die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Osnabrück ein. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert sieht ihr dabei zu. Foto: Silke Brickwedde
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(2018 10 12 Havliza von Bar SilkeBrickwedde 4) Die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (links), Prof. Christian von Bar, Ingard von Bar und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Foto: Silke Brickwedde

Zuvor trug sich die CDU-Politikerin, die in Wallenhorst wohnt und viele Jahre als Richterin am Landgericht Osnabrück wirkte, ins Goldene Buch ein. Bevor Barbara Havliza 2017 zur niedersächsischen Justizministerin ernannt wurde, war sie sieben Jahre Vorsitzende Richterin am Oberlandesgericht Düsseldorf und Vorsitzende des 6. Strafsenats für Staatsschutzsachen. Dort urteilte sie unter anderem über IS-Terroristen.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert würdigte Barbara Havliza und Prof. Christian von Bar indem er die beiden Juristen in die Tradition von Justus Möser stellte. „Sie beide haben das Leben und das Profil unserer Stadt mitgeprägt, Sie passen zur Friedensstadt Osnabrück, zur Stadt des großen Juristen und Staatsrechtlers Justus Möser.“

Prof. von Bar wurde für seine exzellenten Leistungen auf dem Gebiet der Rechtswissenschaften sowie insbesondere für seine herausragende Rolle bei der Schaffung eines Referenzrahmens für das Europäische Privatrecht ausgezeichnet. Er ist auf dem Gebiet der europäischen Rechtsvergleichung international bekannt. Ihm obliegt die geschäftsführende Leitung des von ihm initiierten European Legal Studies Institute (ELSI) der Universität Osnabrück.

Die Justizministerin kennt Prof. von Bar schon sehr lange, die beiden haben sich mit den Jahren angefreundet.  „Die Uni Osnabrück hat ihren guten Ruf auch ihm zu verdanken. Wer sich mit dem internationalen Privatrecht beschäftigt, kommt an diesem Namen nicht vorbei.“

Für seine wissenschaftlichen Verdienste erhielt er Ehrendoktorwürden der schwedischen Universität Uppsala und der traditionsreichen estländischen Universität Tartu (früher Dorpat) sowie der Universitäten Leuven (2003), Helsinki (2010), Tschenstochau (2011), Kattowitz (2012 ), Olsztyn (2013) und Novi Sad (2016). Der Rechtswissenschaftler ist Träger des Leibniz-Preises (1993) und des Niedersächsischen Staatspreises 2006; Honorary Master of the Bench, Gray's Inn, London (1993), Corresponding Fellow of the British Academy (2000) sowie korrespondierendes Mitglied der Académie internationale de droit comparé (2003).

Außerdem setzt sich Prof. Christian von Bar ehrenamtlich in der Johanniter Hilfsgemeinschaft ein. Diese Gemeinschaften wenden sich als örtliche Vereinigungen hilfsbedürftigen Menschen zu, in dem sie durch Einzelbetreuung helfen, seelischen Beistand leisten, wirtschaftliche Not lindern, Außenstehende aufnehmen und Gleichgesinnte zusammenführen.

„Ich danke auch der Stadt, die die Universität sehr unterstützt“, sagte Prof. Christian von Bar in seiner Rede. „Die Universität wiederum gibt der Stadt viele junge, kluge Menschen zurück.“ Außerdem richtete sich von Bar an seine Familie und dabei ausdrücklich an seine Frau Ingard und seine drei Söhne. „Ich bin sehr stolz auf euch.“



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