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29.01.2019

„Hi, Rolf!“: Erdgasumstellung geht in heiße Phase

Die Erdgasumstellung in Osnabrück geht mit dem Start der Geräteanpassung in die heiße Phase: Bis Ende dieses Jahres müssen 55.000 Gasgeräte im Netzgebiet auf das neue H-Gas angepasst werden. Die SWO Netz GmbH begleitet das Mammutprojekt mit der breit angelegten Infokampagne „Hi, Rolf!“.

„2019 wird das ‚H-Gas-Jahr‘ bei uns in Osnabrück“, kündigt der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Christoph Hüls an. Die Geräteanpassung sowie die physikalische Umstellung der Gassorte von L- auf H-Gas bilden die finale Phase des gesamten Umstellungsprozesses. Anfang 2017 hatte die SWO Netz die erste Phase eingeläutet: die Geräteerhebung. Eigens dafür zertifizierte Monteure hatten alle Osnabrücker mit Gasgeräten aufgesucht und deren Geräte erfasst. 18 Monate dauerte die Phase Eins – „schneller als gedacht“, sagt Christian Lüttkemöller, der das Großprojekt Erdgasumstellung bei der SWO Netz leitet.

5.000 Gerätetypen erhoben

Warum eine solch umfangreiche Erhebung? „Dadurch wissen wir, wie und wann wir die jeweiligen Geräte für das H-Gas umrüsten müssen“, so Lüttkemöller weiter. „Bei rund 5.000 verschiedenen Gerätetypen ist das sehr unterschiedlich.“ Phase Zwei – die Geräteanpassung – konnte ebenfalls schon früher anlaufen und es wurden bereits ca. 5.000 der insgesamt 55.000 Gasgeräte umgerüstet, die laut Klassifizierung schon weit vor der eigentlichen Gasumstellung angepasst werden können. „Jetzt beginnt die Hochphase der Geräteanpassung – denn jetzt sind die Geräte dran, die kurz vor oder kurz nach der physikalischen Gasumstellung umgerüstet werden müssen. Und das ist der bei weitem größte Teil.“

Enger Anpassungszeitplan

Dem Projektteam sitzt dafür die Zeit im Nacken. „18 Monate Zeit wie in der Erhebungsphase haben wir nicht“, betont Lüttkemöller. Der Stadtwerke-Netztochter ist ein enger Zeitplan vorgegeben mit zwei großen Schaltterminen Anfang April und Anfang Oktober. Um die Geräteanpassung auch in diesem engen Zeitfenster bis zum Jahresende durchführen zu können, benötigt die SWO Netz die Unterstützung der Osnabrücker Gasgerätenutzer. „Unsere Bitte: Werden Sie zum ‚Erstöffner‘, ermöglichen Sie unseren Fach-Monteuren zum ersten vorgeschlagenen Termin den Zugang zu Ihrem Gasgerät – und gewinnen Sie!“

„Rolf kommt vorbei“

Jeder Osnabrücker, der den ersten vorgeschlagenen Termin möglich machen kann, nimmt automatisch an einem Gewinnspiel mit attraktiven Preisen teil. „So hoffen wir, die Ersterreichbarkeit zu steigern“, ergänzt SWO Netz-Geschäftsführer Heinz-Werner Hölscher. Die Stadtwerke-Netztochter begleitet die Anpassungsphase nebst Gewinnspiel zudem mit der breit angelegten Infokampagne „Hi, Rolf!“: Auf Citylights, Großflächenanzeigen und auch im Radio informiert die SWO Netz über die Gasgeräteanpassung – mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Gasumstellung zu schärfen. „Der Kampagnenslogan lautet ‘Rolf kommt vorbei‘ – Rolf steht dabei stellvertretend für alle Fach-Monteure, die die Anpassung vornehmen.“

Keine Chance für Trickbetrüger

Wie bereits zur Erhebungsphase warnt die Stadtwerke-Netztochter vor Trickbetrügern. „Unsere Monteure können sich jederzeit ausweisen. Zudem steht auf dem Terminanschreiben wieder ein individueller Zahlencode, den der Monteur auf Nachfrage nennen kann“, erläutert Projektleiter Lüttkemöller. Ohne vorherige Terminankündigung werde kein Monteur an der Tür klingeln. Wer sich trotzdem nicht sicher sei, könne die „Hi, Gas!“-Hotline 0541 2002-2230 anrufen. Für Fragen steht zudem das „Hi, Gas!“-Büro im Servicezentrum am Nikolaiort zur Verfügung. Fragen via E-Mail können unter gasumstellung(at)swo-netz.de gestellt werden. Ausführliche Infos zur Erdgasumstellung finden sich auch im „Hi, Gas!“-Infoportal www.swo-netz.de/gasumstellung.

Hintergrund: Umstellung L- auf H-Gas

Die Erdgasumstellung ist notwendig, da die L-Gas-Vorkommen in den Niederlanden zur Neige gehen. Ab 2030 soll der Export von L-Gas nach Deutschland komplett eingestellt werden. Deshalb muss der gesamte Nordwesten Deutschlands von L-Gas (steht für „low“ und hat einen niedrigeren Energiegehalt) auf das zukunftssichere H-Gas (steht für „high“ = energiereicher) umgestellt werden. Auch Osnabrück legt den Hebel um – in 2019 heißt es dann „Hi, Gas“. 

 



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