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03.01.2008

Hasewasser so salzhaltig wie die Rothenfelder Sole

1887 im August: Die Wiesenbesitzer an der Hase in Hollage-Wackum wollen gegen das Piesberger Bergwerk prozessieren: Das in die Hase geleitete Grubenwasser versalzt ihre Wiesen und richtet enorme Schäden an.

Der Verwaltung des städt. Kohlenbergwerks am Piesberg, ...

...welche schon in einen Proceß wegen Wasserentziehung durch den Grubenbetrieb verwickelt ist, soll ein neuer Proceß drohen. Zahlreiche Wiesenbesitzer im Flußgebiet der Hase, besonders im Wiesenverbande Hollage-Wackum beabsichtigen einen Proceß gegen die Verwaltung anzustrengen wegen Schädigung ihrer Rieselwiesen durch das aus den Pumpwerken des Bergwerks in die Hase geleitete salzhaltige Wasser. Professor Dr. König in Münster hat die Schädlichkeit des kochsalzhaltigen und Eisenoxydschlamm enthaltenden Hasewassers für die Verieselung der Wiesen ausführlich nachgewiesen und über die von ihm angestellten Analysen der ihm übersandten Proben des Hasewassers näher berichtet, wonach der Salzgehalt gleich unterhalb des Piesberges fast dem in der Rothenfelder Sole gleichkommt, jedoch nach Einmündung der Düte in die Hase bedeutend abnimmt, aber immerhin noch 5 Gramm in einem Liter Wasser enthält und für die Beflößung der Wiesen untauglich und schädlich bleibt. Wird nun aber die geplante Leistung der Wasserhaltungsmaschine am Piesberge auf 15 Kubikmeter Wasser pro Minute erhöht, so werden der Hase jeden Tag etwa 27 Doppelwaggon Kochsalz zugeführt. (Osnabrücker Tageblatt, 25. August 1887)

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