Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Aktuelles

03.09.2008

Hasefisch des Monats September 2008: der Gründling

Auf der Hase kühlem Grunde wohnt ein dicker runder Tropf,
Lippen wulstig, zarte Barteln und hat einen ziemlich großen Kopf.
Wühlt im Schlamm, frisst kleine Krebse, Insektenlarven sowieso,
habt ihrs jetzt, na klar der Gründling, blubb, blubb Gobio, Gobio –
so beginnt das Haselied von Günter Gall – und es beschreibt unseren Hasefisch des Monats September 2008 damit sehr treffend.

Zarte Barteln sind sein Markenzeichen - der Gründling. Foto: Michael Hehmann

Denn der große Kopf, der rundliche Körper und sein Paar tastempfindlicher Barteln sind die Merkmale des Gründlings (lat. gobio gobio). Dieser bis zu zehn - in seltenen Fällen schon mal 15 - Zentimetern kleine Karpfenfisch liebt die Gesellschaft. Er lebt stets am Grund der Gewässer, die am besten kiesig oder sandig sind. Dabei spielt es eine nicht so große Rolle, ob das Wasser fließt oder steht. Der Gründling kann etwa acht Jahre alt werden.

Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Gründlings erstreckt sich von Sibirien bis nach Europa. Deshalb ist er in ganz Deutschland - auch in der Hase – zu Hause, und er gilt als nicht gefährdet. Es kann jedoch vorkommen, dass er aufgrund von Gewässerverschmutzungen einmal verlassenes Gebiet nicht wieder besiedelt, vor allem natürlich, wenn undurchlässige Querbauten im Wege stehen. So werden zu seinem Schutz durchlässige Gewässer empfohlen.

Fortpflanzung
Gründlinge laichen im nachts im Frühsommer (Mai bis Juni) in geringer Wassertiefe, wenn die Wassertemperatur etwa 12-18 Grad Celsius beträgt. Die bläulich-weißen, klebrigen Eier haften an Steinen und Pflanzen. Der Laichvorgang wird zeitlich versetzt in Etappen wiederholt. Dabei produziert jedes Weibchen bis zu 3000 Eiern. Nach der Ablage dauert es dann bis zu vier Wochen, bis die kleinen Larven schlüpfen. Während der Laichzeit zeigen nur die Männchen einen kräftigen Laichausschlag.

Nahrung
Mit seinen Barteln tastet der Gründling ständig den Gewässerboden auf der Suche nach Nahrung ab (daher auch sein Name). Dabei verspeist er Insektenlarven, Weich- und Krebstiere. Auch kleine Muscheln verschmäht er nicht.

{LLL:EXT:css_styled_content/Resources/Private/Language/locallang.xlf:label.toTop}

www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2021: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen