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28.12.2017

Für einen sicheren Umgang mit Raketen und Böllern (mit Video)

In Deutschland ist es gute Tradition, das neue Jahr mit Feuerwerk zu begrüßen. Damit es an Silvester nicht zu Unfällen mit Pyrotechnik kommt, hat Klaus Fiening, der bei der Feuerwehr Osnabrück für den vorbeugenden Brandschutz zuständig ist, einige Tipps.

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(2017 12 28 Feuerwerk SimonVonstein) Er macht vor, wie es geht: Klaus Fiening von der Feuerwehr Osnabrück zündet eine Rakete mithilfe eines Zündlichts an. Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein

Wichtig ist dem Fachmann besonders die Qualität der Pyrotechnik. „Man sollte beim Kauf von Feuerwerkskörpern unbedingt auf das BAM-Zeichen achten“, rät er. BAM steht für die Bundesanstalt für Materialforschung -und prüfung, die sicherstellt, dass das Material den Vorgaben entspricht. Vor Käufen aus dem Internet oder dem Ausland rät Fiening dagegen ab „da man da nie weiß, was drin ist.“

Um Raketen sicher abschießen zu können, empfiehlt Fiening, sie in eine Glasflasche und diese in eine Getränkekiste zu stellen. Zudem sollte zum Anzünden ein Stabfeuerzeug verwendet werden. Alternativ könne man auch ein Zündlicht nutzen, das bis zu vier Minuten brennt und lang genug ist, um Raketen, Batterien oder Wunderkerzen anzuzünden, ohne ihnen mit der Hand zu nahe zu kommen. Wenn Pyrotechnik einmal brennt, ist die Reaktion nicht mehr aufzuhalten und man sollte sich zügig ein paar Meter entfernen. „Wenn ein Böller oder eine Rakete nicht explodiert, obwohl man sie angezündet hat, sollte man mindestens fünf Minuten warten, bis man sich nähert“, betont Fiening. So kann vermieden werden, dass schwere Verletzungen entstehen, wenn das Material doch noch explodiert.

Davor, Wunderkerzen als sichere Alternative zu Feuerwerk zu sehen, warnt der Feuerwehrmann. Grundsätzlich sei gegen Wunderkerzen nichts einzuwenden. „Häufig kommt es jedoch vor, dass Wunderkerzen bei Feiern auch im Haus angezündet werden“, so Fiening. Davon ist jedoch dringend abzuraten, weil oft schon kleine Funken genügen, einen Teppich oder eine Tischdecke zu entzünden. Generell gilt außerdem, dass übermäßiger Alkoholkonsum sich nicht mit dem Umgang mit Pyrotechnik verträgt. „Die Risikobereitschaft steigt mit dem Konsum von Alkohol und Alkoholisierte können Situationen nicht mehr richtig einschätzen. So bringen sie sich und andere in Gefahr“, erklärt der Fachmann.

Selbst wer an Silvester keine Pyrotechnik verwendet, sollte in dieser Nacht einige Sicherheitsvorkehrungen treffen. So ist es ratsam, Fenster – insbesondere Dachfenster – zu schließen, damit keine Raketen in Häuser hineinfliegen können. Auch auf Balkonen können an Silvester Brände entstehen. „Wir hatten es in den vergangenen Jahren häufiger, dass Raketen auf Balkone geflogen sind und sich dort entzündet haben“, so Fiening, der betont, dass brennbare Materialien wie Müll oder Polster vor Silvester von Balkonen entfernt werden sollten.

Die wichtigsten Tipps hat Klaus Fiening im Video „Feuerwerk" zusammengefasst.



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