Navigation über die Inhaltsbereiche dieser Seite

Der Hauptinhaltsbereich - hier finden Sie Artikel zum Thema Aktuelles

08.03.2010

Die Strömungsverhältnisse im Fisch-Kanu-Pass sind optimal

Wie ein Wildbach rauschte das Wasser durch den Fisch-Kanu-Pass an der neuen Mühle, denn die Hase führte am 2. März 2010 Hochwasser wie nicht allzu oft. Ein guter Tag, den sich die Vertreterin des Fachdezernats Binnenfischerei des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Christine Lecour, ausgesucht hatte, um die Strömungsverhältnisse im Kanal zu messen.

Mit einem empfindlichen Messgerät wurde die Strömung exakt gemessen
Der verantwortliche Ingenieur für Wasserwirtschaft und Wasserbau Lothar Dütemeyer im Einsatz.

Reicht die Bremswirkung der Borsten auch bei Hochwasser?

Die Strömungsverhältnisse sind ein wesentliches Kriterium dafür, ob der Fischpass als Aufstiegshilfe für die Fische funktioniert.
Und so soll es funktionieren: Die Fließgeschwindigkeit im Fisch-Kanu-Pass wird durch in eine Betonsohle eingeschraubte Borstenelemente gebremst, wobei 40 bzw. 20 Zentimeter breite Durchlässe zwischen den Borsten größeren und kleineren Fischen den Aufstieg erleichtern. Im Strömungsschatten der Borsten entstehen strömungsarme Ruhezonen, die insbesondere schwimmschwachen Fischen eine Verschnaufpause beim langen Aufstieg bieten. Nebenbei sorgt die Anordnung der Borsten für die sichere Führung hindurchgleitender Kanus: Selbst ein Zehnerkanu bewältigt elegant die scharfe Kurve unterhalb des Wehres.

Mit Unterstützung des Ingenieurbüros Dütemeyer, das im Auftrag der Stadt für Planung und Bau des Fisch-Kanu-Passes verantwortlich zeichnet, wurde mit einem hochempfindlichen Strömungsmessgerät an unterschiedlichen Stellen die Fließgeschwindigkeit des Wassers ermittelt – sowohl im Strömungsschatten der Borstenelemente als auch in den Durchlässen. Dabei zeigte sich, dass Borsten ihre Wirkung optimal entfalten und - wie erhofft - die Strömung zuverlässig bremsen; der maximal zulässige Wert von 2m/sec wurde überall deutlich unterschritten.

Die biologische Funktionsprüfung folgt bald
Die Messung der Strömungsverhältnisse ist ein notwendiger Teil der Funktionsprüfung für den Borstenfischpass an der Neuen Mühle nach seiner Inbetriebnahme. Bald wird eine biologische Funktionsprüfung erfolgen, die Aufschluss über tatsächliche Wanderbewegungen der unterschiedlichen Fischarten geben wird.

{LLL:EXT:css_styled_content/Resources/Private/Language/locallang.xlf:label.toTop}

www.osnabrueck.de

Datenschutz | Impressum | Urheberrechte © 1996-2021: Stadt Osnabrück | Tel: 0541 323-0

zum Seitenanfang mit der Seitenbereichsnavigation springen