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16.10.2020

„Die Legenden der Väter“

In der Veranstaltungsreihe „Forum Kriegskinder und Kriegsenkel“ wird in offenen Diskussionsrunden den Spuren der NS- und Kriegszeit in den Familiengeschichten nachgegangen. Das Format ist eines der vielen Angebote des Museumsquartiers Osnabrück zur Erinnerungskultur und dient einer kritischen und verantwortungsbewussten gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Spuren der NS-Geschichte in unserer Gegenwart. Der Eintritt ist frei.

Kolja Mensing.
(Kolja Mensing) Kolja Mensing; © Nane Diehl

Am Dienstag, 10. November, findet um 19 Uhr die Lesung „Die Legenden der Väter“ mit Kolja Mensing im Akzisehaus des Museumsquartiers Osnabrück statt.

1946 wird ein Kind in Fürstenau im Nordwesten Deutschlands geboren. Der Vater ist Pole, Soldat der polnischen Besatzungsarmee, die in der britischen Besatzungszone agiert. Die Mutter ist Deutsche. Die Liebe scheitert, der Soldat geht zurück nach Polen, und der gemeinsame Sohn wächst ohne Vater auf. Erst viele Jahre später gibt es einen Kontakt. Und noch einmal viele Jahre später begibt sich Kolja Mensing, der Enkel, auf eine Spurensuche in Deutschland und Polen. Er entdeckt, dass Familien­geschichten nie so eindeutig sind, wie sie erzählt werden, und dass Krieg und Besatzungszeit auch seine Generation noch prägen. Neben den kaum bekannten historischen Umständen der polnischen Besatzungszone, die 1945 bis 1948 im nördlichen Emsland und rund um Oldenburg und Leer existierte, vergegenwärtigt Mensings Erzählung die langen Schatten des Krieges über drei Generationen.

Kolja Mensing lebt in Berlin. Er ist Literaturredakteur beim Deutschlandfunk Kultur und Buchautor.

Es können maximal 15 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung unter Tel. 0541 3232237 ist erforderlich. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist beim Betreten des Akzisehauses eine Mund-Nasen-Schutzmaske zu tragen.


www.osnabrueck.de

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