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11.07.2017

Bau des Radschnellwegs beginnt noch in diesem Jahr

Breite Strecke und grüne Ampeln sollen hohe Geschwindigkeiten ermöglichen

Der Radschnellweg zwischen Osnabrück und Belm soll zu einem Leuchtturmprojekt für den Masterplan „100 Prozent Klimaschutz“ werden. Gemeinsam mit dem Landkreis Osnabrück und der Gemeinde Belm treibt die Stadt Osnabrück das Projekt, das laut einer Machbarkeitsstudie 190 Tonnen Kohlenstoffdioxid im Jahr einsparen wird, voran. Die Studie geht davon aus, dass 1700 Radfahrer die Strecke täglich nutzen werden. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten am ersten Abschnitt im Stadtteil Gartlage beginnen.

2017 07 11 Radschnellweg Simon Vonstein.
(2017 07 11 Radschnellweg Simon Vonstein) Begeisterte Radfahrer: (von links) Der Belmer Bürgermeister Viktor Hermeler, Kreisrat Dr. Winfried Wilkens und Stadtbaurat Frank Otte treiben den Bau des neuen Radschnellwegs voran. Foto: Stadt Osnabrück, Simon Vonstein.

„Wir sind überzeugt davon, dass den Radschnellweg viele Berufspendler nutzen, die sonst mit dem Auto fahren würden“, sagt Stadtbaurat Frank Otte. Ziel ist es, schnelles Radfahren auf der 6,2  Kilometer langen Strecke so angenehm wie möglich zu machen. Auf dem glatten, vier Meter breiten Weg können Radfahrer zu zweit nebeneinander fahren und trotzdem problemlos überholt werden. Auf enge Kurven verzichten die Planer, um Geschwindigkeiten von 30 Kilometern in der Stunde zu ermöglichen. Eine durchgehende Beleuchtung sowie Reinigungs- und Winterdienste sorgen für Sicherheit. Weil es lediglich sanfte Steigungen und geringe Wartezeiten an Kreuzungen gibt, wird das Fahrrad oder E-Bike zu einer angenehmen Alternative zu Auto oder Bus. Detektoren sollen dafür sorgen, dass Ampeln für Radfahrer zügig auf „Grün“ und für Autofahrer auf „Rot“ springen. So sollen Radfahrer nirgendwo länger als 30 Sekunden stehen müssen.

Der Radschnellweg beginnt an der Liebigstraße und verläuft zunächst durch die Schlachthofstraße. Zwischen der Schlachthofstraße und der Straße Am Bahndamm wird für den Radschnellweg eine neue Verbindung angelegt, die an der Halle Gartlage entlang führt. Bis zur Stadtgrenze kann nun die vorhandene Route entlang der Bahnlinie genutzt werden, die dafür allerdings ausgebaut und verbessert werden muss. Am Power Weg wird der Radschnellweg die Bahnseite wechseln und ist in Belm nördlich der Bahn bis zur Haster Straße geplant. Doch die Planungen gehen schon weiter. „Wir sind in Gedanken schon in der Zukunft“, erklärt der Belmer Bürgermeister Viktor Hermeler. „Dann soll der Radschnellweg über die Icker Landstraße hinaus bis nach Vehrte verlängert werden.“

Der Bau der 6,2 Kilometer langen Strecke soll 7,5 Millionen Euro kosten. 5,2 Millionen davon werden auf dem Stadtgebiet, 2,3 Millionen in Belm investiert. Das erste Teilstück im Stadtteil Gartlage fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zu 90 Prozent. Für die weiteren Abschnitte ist eine Förderung von bis zu 75 Prozent durch den Bund und das Land Niedersachsen möglich. „Um die Förderung zu erhalten, haben wir den Weg bereits bis zum Ende durchgeplant und die nötigen Schritte für einen Bau eingeleitet“, sagt Kreisrat Dr. Winfried Wilkens.

Frank Otte ist sich sicher, dass sich die Investition lohnt. Er nennt die Niederlande als Vorbild. „Dort fördert der Staat Radschnellwege aus dem Programm für Fernstraßen und Autobahnen“, sagt er. So komme es zu einer Umverteilung, wie sie auch in Osnabrück eintreten soll. „Weniger Autos bedeuten, dass die Straßen weniger belastet werden, länger halten und der Verkehr besser fließt“, so Otte.



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