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14.05.2018

Antidiskriminierungsstelle kann in vielen Fällen vermitteln

Denkbar ist vieles: Diskriminierung kann bei der Arbeit passieren, in der Schule, beim Einkauf, bei der Wohnungssuche oder auch beim Besuch einer Veranstaltung: Wer diskriminiert wird, erfährt eine Benachteiligung, ohne das eine gerechtfertigte Begründung dafür vorliegt. Die Stadt Osnabrück hat jetzt eine Antidiskriminierungsstelle eingerichtet, an die sich Betroffene wenden können.

2018 05 04 Antidikriminierungsstelle SilkeBrickwedde 2.
(2018 05 04 Antidikriminierungsstelle SilkeBrickwedde 2) Katharina Opladen, Büro für Friedenskultur (links), Dagmar Lösche-Meier, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte, die Gleichstellungsbeauftragte Katja Weber-Khan, Anette Herlitzius, Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement, Petra Mathiske vom Behindertenforum der Stadt Osnabrück und die Integrationsbeauftragte Seda Rass-Turgut. Foto: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

„Diskriminierung  ist ein Thema, das wir nicht ausblenden dürfen, wenn wir für die gesamte Stadtgesellschaft da sein wollen“, betont Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Der Rat der Stadt hatte das Thema 2014 aufgegriffen. „Wir haben uns dann entschlossen, die Stelle nicht an einen Träger zu vergeben, sondern es selbst in die Hand zu nehmen.“

Als zentraler Anlaufpunkt verbindet die Antidiskriminierungsstelle mit der entsprechenden Fachstelle. Die Integrationsbeauftragte kümmert sich um das Merkmal ethnische Herkunft, die Gleichstellungsbeauftragte um die Merkmale Geschlecht und sexuelle Identität, für Religion und Weltanschauung ist das Büro für Friedenskultur zuständig, für Behinderung die Fachstelle für Inklusion und für das Lebensalter das Seniorenbüro. Manchmal sind gleich mehrere Merkmale betroffen, dann stimmen die Kolleginnen sich ab.

Was die Stelle leisten kann: Sie berät und unterstützt, sie vermittelt bei Bedarf an die richtigen Beratungs- und Servicestellen und sie bringt das Thema in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Was die Stelle aber nicht leisten kann: „Wir ersetzen nicht den Rechtsanwalt“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte Katja Weber-Khan.

Die Stärke der Einrichtung ist ihre gute Vernetzung. In vielen Fällen kann ein Anruf einiges klären, manchmal braucht man einfach jemanden, der sich kümmert. So wie in dem Fall eines Scooterfahrers, der seinen elektrischen Rollstuhl gern in einem Holzhäuschen vor seiner Wohnung unterbringen wollten, was sein Leben ungemein erleichtert hätte. „Das Problem war aber: Seine Wohnung lag in einem denkmalgeschützten Haus, der Holzverschlag war eigentlich nicht erlaubt“, erinnert sich Petra Mathiske vom Behindertenforum der Stadt Osnabrück. „Nach ein paar Gesprächen mit dem Denkmalschutz durfte der Mann ein Häuschen für seinen Scooter aufstellen.“

„Für uns ist es oft nur eine kleine Mühe, für die Betroffenen aber eine große Hilfe“, erläutert Katja Weber-Khan. Die Integrationsbeauftragte Seda Rass-Turgut schränkt allerdings ein: „Es gibt aber auch Fälle, wo wir die Menschen nur an Anwälte verweisen können.“ Gleichwohl hoffen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der verschiedenen Institutionen, dass die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert wird. Oder wie der Oberbürgermeister es ausdrückt: „Wir signalisieren, dass wir Diskriminierung nicht zulassen.“

Kontakt

Antidiskriminierungsstelle, Bierstraße 29 bis 31, (Eingang Bierstraße 28), 49074 Osnabrück, Telefonnummer 0541/323-2006, E-Mail antidiskriminierungsstelle(at)osnabrueck.de; Öffnungszeiten: 8.30 bis 11.30 Uhr (montags bis freitags). Auch ein persönliches Gespräch ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.



www.osnabrueck.de

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