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30.11.2017

Alice Graschtat erhält den Elisabeth-Siegel-Preis der Stadt Osnabrück

„Wenn man etwas für richtig erachtet, dann muss man sich auch durchsetzen.“ An Mut und Durchsetzungsvermögen fehlt es Alice Graschtat nicht. Für ihren Einsatz ist die Sozialdemokratin am Mittwoch, 29. November, im Friedenssaal des historischen Rathauses mit dem Elisabeth-Siegel-Preis der Stadt Osnabrück ausgezeichnet worden.

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(2017 11 29 Siegel Preis Graschtat SilkeBrickwedde 2) Alice Graschtat (Mitte) hat den Elisabeth-Siegel-Preis der Stadt Osnabrück aus den Händen von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert und der Gleichstellungsbeauftragen Katja Weber-Khan erhalten. Fotos: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde
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(2017 11 29 Siegel Preis Graschtat SilkeBrickwedde 1) Alice Graschtat (Zweite von rechts) ist von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert mit dem Elisabeth-Siegel-Preis ausgezeichnet worden. Links sitzt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Osnabrück, Katja Weber-Khan, Zweite von links ist die Laudatorin Ulrike Schmidt. Fotos: Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Alice Graschtat war 25 Jahre lang Mitglied im Stadtrat, zwölf Jahre führte sie die SPD-Fraktion. 2003 wurde sie in den niedersächsischen Landtag gewählt, dem sie bis 2008 angehörte. Intensiv setzte sie sich dafür ein, dass mehr Kita-Plätze eingerichtet werden. Aber auch die Energiewende liegt ihr sehr am Herzen. Als erste Frau gehörte sie dem Vorstand der Stadtwerke an. Außerdem ist sie mit Leib und Seele Fußballfan, feuert den VfL Osnabrück auf dem „Affenfelsen“ an und war auch Mitglied im Aufsichtsrat.

„Elisabeth-Siegel hat uns vorgelebt“, erinnerte sich Alice Graschtat, „nicht beim ersten Widerstand sofort aufzugeben.“ Ihr eigenes Ziel sei vor allem die positive Entwicklung der Stadt gewesen. „Was ich gemacht habe, hat nicht immer allen gefallen, aber Everybody’s Darling wollte ich ohnehin nie sein.“

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert beschrieb Alice Graschtat als eine Frau, die stets leidenschaftlich gegen Unrecht kämpft. „Erstaunen erregt immer wieder Ihre Schnelligkeit, mit der Sie Themen analysieren“, sagte Griesert „Es kommt nicht selten vor, dass Sie Ihre Gesprächspartner bereits mit Ergebnissen konfrontieren, wenn diese immer noch damit beschäftigt sind, zu verstehen, worum es überhaupt geht.“

Laudatorin Ulrike Schmidt, die 2003 mit dem Elisabeth-Siegel-Preis ausgezeichnet wurde, lobte Alice Graschtat für ihre Kompetenz, ihre Ehrlichkeit, ihre Verlässlichkeit und auch „für ihre große Klappe, für die sie bekannt ist“. Schmidt betonte zudem, wie wichtig es in der heutigen Zeit ist, Frauen auszuzeichnen, die sich politisch engagieren. Dabei stimmte sie mit Alice Graschtat überein, die warnte: „Der Frauenanteil im Bundestag sinkt. Das kommt dabei raus, wenn man denkt, die Dinge laufen von allein.“

Hintergrund

Elisabeth Siegel war eine Sozialpädagogin und Streiterin für Solidarität und gleichberechtigte Teilhabe aller in einer demokratisch verfassten Gesellschaft. Als Professorin für Sozialpädagogik lehrte Dr. Elisabeth Siegel in Osnabrück und gilt darüber hinaus als prägend für die Lehrerausbildung im deutschen Hochschulwesen. Ihr zu Ehren wurde anlässlich ihres 100. Geburtstages 2001 der Elisabeth-Siegel-Preis der Stadt Osnabrück gestiftet.

Er ist eine besondere Auszeichnung für Frauen, die sich aktiv für demokratische Grundrechte und insbesondere für die Rechte von Frauen einsetzen und sich in hohem Maße um das soziale, politische oder gesellschaftliche Leben der Stadt Osnabrück verdient gemacht haben.

Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Preisträgerinnen vor Alice Graschtat waren: Antonia Martin Sanabria (2015), Martina Scholz (2013), Nadia Nashir-Karim (2011), Monika Budke (2009), Hela Lahrmann (2007), Prof. Dr. Tilly Bakker-Grunwald (2005), Ulrike Schmidt (2003) und Gertrud Krüger (2001).



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