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31.05.2018

6. Handelsmonitor Osnabrück 2018 vorgestellt

Nur zusammen sind wir stark! Trotz steigender Kaufkraft und Umsätze: Stimmung in der Innenstadt getrübt. Der 6. Handelsmonitor Osnabrück zeigt deutlich: Der Einzelhandel vor Ort muss sich vielen Herausforderungen stellen. Erneut wurden Handelskennzahlen, Quartierschecks sowie Ergebnisse von Betriebsbefragungen und Passantenzahlen offiziell in den Räumlichkeiten der IHK präsentiert. Zusammenfassend ist festzustellen, dass Kaufkraft und Umsätze weiterhin ansteigen.

Vorstellung Handelsmonitor 30 05 2018 c IHK Osnabruck Emsland Grafschaft Bentheim.
(Vorstellung Handelsmonitor 30 05 2018 c IHK Osnabruck Emsland Grafschaft Bentheim) v.l.n.r.: Petra Rosenbach, OMT-Geschäftsführerin, Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung, Innovation und Umwelt, Thomas Fillep, Stadtrat Stadt Osnabrück, Marina Heuermann, WFO-Geschäftsführerin

Mehr als 1,1 Milliarden Euro Kaufkraft stehen rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz vor Ort gegenüber, ein Drittel davon in der Innenstadt. Ein guter Wert, aber: Osnabrück hat im Vergleich zu Wettbewerbsstädten weniger Dynamik aufzuweisen. Noch ist der Handelsbesatz in A- und B-Lagen dominierend, jedoch steigt der Anteil anderer Nutzungen, etwa von Gastronomiebetrieben.

Die Synergie beider Branchen braucht aber mehr gemeinsame Anstrengung. Großen Wert messen die befragten Unternehmen einer guten und barrierefreien Erreichbarkeit des Handelsstandortes und speziell der Innenstadt bei. Große Sorge bereitet ihnen die deutlich spürbaren Rückgänge bei der Kundenfrequenz, die bei weiterhin dynamischem Onlinehandel als Gefahr bewertet werden. Risiken sehen die Händler auch in der Ausweitung und Entstehung von Outlet- und Einkaufscentern im weiteren Einzugsbereich.In ihrer Begrüßung stellte Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin für die Bereiche Standortentwicklung, Innovation und Umwelt, heraus: „Neben vielen Herausforderungen vor Ort und in den Betrieben gilt es, gemeinsam dafür einzutreten, dass rechtliche Rahmenbedingungen, etwa bei der Genehmigung verkaufsoffener Sonntage, schnell und rechtsicher umgesetzt werden. Sie sind zur Frequenzsteigerung für einen lebendigen Handelsstandort unentbehrlich.“ Die konkrete Nutzung digitaler Infrastrukturen für Information, Betriebsprozesse und Vertrieb sei inzwischen Alltag. Hier gilt es, die Chancen zu nutzen und mit guten Konzepten darauf zu antworten. Dazu könne auch eine intelligente City-Logistik beitragen, so Schweda.Finanzvorstand Thomas Fillep betont die gesellschaftspolitische Bedeutung des Handels: „Der Handel ist mit über 1.500 Betrieben einer der wichtigsten Branchenzweige für unser Oberzentrum Osnabrück. Durch die umfangreichen und stetigen Investitionen werden ein Viertel aller Arbeitsplätze in der Stadt durch unseren Handel, das Gastgewerbe und die Betriebe der Verkehrsbranche gesichert.“ Um die Entwicklung weiterhin positiv zu gestalten, sei es im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Osnabrücks, dass alle Branchen sehr gute Standortbedingungen in unserem Stadtgebiet vorfinden.“

Quartiersentwicklung im Wandel

Die Quartiere sind einem erkennbaren Wandel unterzogen. Konkret bedeutet das für 2018: In der gesamten Innenstadt stieg die Leerstandsquote um 1% auf 7 % an. Die Anzahl an Gastronomiebetrieben (inkl. Filialbäckereien mit Sitzgelegenheiten) steigt um 4%, quartierbezogen teilweise um 8%. Alle Innenstadtakteure steigern ihre Online-Aktivitäten um rund 4,5% auf über 30%. Geplante, aktuelle und abgeschlossene Bauvorhaben befördern die Attraktivität der Innenstadt. Positives Beispiel ist die Hasestraße, in der durch den engagierten Zusammenschluss von Anrainern sowie die Baumaßnahmen von Stadt und Stadtwerken eine Aufbruchsstimmung weithin sichtbar ist. In der Herrenteichsstraße ist durch den Neubau des rund 5.500 qm großen L + T Sporthauses mit stehender Welle eine neue Aufenthaltsqualität entstanden. Auch Geschäftsstraßen wie die Lotter Straße zeigen durch ein eigenständiges Profil eine stabile Entwicklung.

Deutlicher Rückgang der Passantenfrequenzen

Mit der lasergestützten Passanten-Frequenzmessung mit inzwischen acht Messpunkten von der Johannisstraße bis zur Altstadt können die Wirkungen dieser Maßnahmen teilweise abgelesen werden. Die Geräte verzeichnen zurzeit konstant hohe Frequenzen von durchschnittlich rd. 5 Mio. Zählungen pro Monat im Jahresverlauf. Allerdings sind 2017 die Frequenzen an fast allen Messstandorten (Ausnahme: Herrenteichsstraße) gegenüber 2016 mit bis zu 12 % rückläufig. Die Auswertungen zeigen die große Bedeutung einer lebendigen Innenstadt, z.B. zur Maiwoche oder zu den verkaufsoffenen Sonntagen.Dazu Petra Rosenbach: „Neben den Aktivitäten, die wir als OMT und OCM entfalten, bedarf es aber auch der Mitwirkung der Händler. Vom Engagement einiger weniger profitieren zurzeit viele Betriebe, die sich kaum oder gar nicht für die City engagieren. Auch Aktionen wie das von IHK und OMT initiierte Heimat Shopping werden nur von wenigen angenommen. Umso lobenswerter, das wichtige Partner ihre Investitionsfreude und Innovationskraft noch nicht verloren haben.“

Zum Hintergrund

Der Handelsmonitor ist ein Gemeinschaftsprojekt der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, der Osnabrück-Marketing und Tourismus GmbH, dem Osnabrücker City Marketing e. V. und der Wirtschaftsförderung Osnabrück. Er wird seit 2013 jährlich veröffentlicht und aktualisiert. Ziel ist es, kontinuierlich die aktuelle Situation im Einzelhandel, der Betrieben vor Ort und die Entwicklung in den Quartieren auszuwerten. Die Erkenntnisse bilden eine Basis für die strategische Weiterentwicklung des Handelsstandortes. Dabei werden Handel, Gastgewerbe und Dienstleister als Netzwerkpartner gezielt einbezogen.



www.osnabrueck.de

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