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16.11.2018

31 Kunstwerke mahnen zum Frieden: Projekt aus der Osnabrücker Friedensregion im Reichstag eröffnet

Kunst aus der Osnabrücker Friedensregion im Reichstag: Anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs, das sich am 11. November zum 100. Mal jährte, wurde das lang geplante Kunst- und Friedensprojekt „1914/1918 – Not then, Not now, Not ever“ von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Landrat Michael Lübbersmann eröffnet.

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(Trieb 004) Kunst für den Frieden: Landrat Michael Lübbersmann (links) eröffnete gemeinsam mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble eine Ausstellung des Osnabrücker Künstlers Volker-Johannes Trieb zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg im Reichstag in Berlin. Foto: Landkreis Osnabrück/Hermann Pentermann

Das Ende des Krieges wurde mit der Unterzeichnung der Pariser Vorortverträge und des Versailler Vertrags von 29 Staaten besiegelt, während Russland und die Ukraine zuvor bereits Separatfrieden geschlossen hatten. 31 Künstler und Künstlerinnen aus diesen am Ersten Weltkrieg beteiligten Staaten hatten sich auf Initiative des aus dem Osnabrücker Land stammenden Künstlers Volker-Johannes Trieb versammelt, um ein Jahrhundert nach Kriegsende ein ganz besonderes Zeichen für Frieden zu setzen.  Mit Unterstützung des erfahrenen Organisators von internationalen Kunstprojekten Till Breckner,  der für die Organisation dieser Ausstellung die Art and Culture International gGmbH aus Düsseldorf eingespannt hatte, sowie des international bekannten Kurators Mattijs Visser waren eindrucksvolle und vielschichtige Arbeiten von so renommierten Künstlern wie Günther Uecker, Monica Bonvicini,  Christian Boltanski, Anish Kapoor und vielen weiteren zu dieser Ausstallung zusammen getragen worden.

Unter Anwesenheit zahlreicher Gäste, einiger der beteiligten Künstler und Künstlerinnen sowie vieler Unterstützer wurde die Ausstellung von Wolfgang Schäuble und dem Osnabrücker Landrat Michael Lübbersmann im Reichstag eröffnet. „Die aus Eichenholzquadern entstandenen Werke könnten unterschiedlicher kaum sein, mit künstlerischen Mitteln setzen sie verschiedene Akzente, doch alle erzählen eindrücklich vom Schrecken des Krieges, von psychischen und physischen Verwundungen, von Zerstörung und vom Frieden,“ so Schäuble in seiner Ansprache.

„Es erfüllt mich mit großem Stolz, dass dieses internationale Kunstprojekt, das seinen Ursprung im Osnabrücker Land hat, hier im Reichstagsgebäude ausgestellt werden kann“, ergänzte Lübbersmann. Anschließend gab der Landrat noch einen kurzen Rückblick auf das Zustandekommen der Zusammenarbeit des Landkreises mit dem Osnabrücker Künstler Volker-Johannes Trieb.

Es sei schwerlich abzusehen gewesen, welche Entwicklung dieses Projekt nehmen würde, als der Künstler ihm vor mehr als drei Jahren seine Idee vorgestellt und für dessen Umsetzung um administrative Unterstützung gebeten habe, so Lübbersmann. Von einer Ausstellung im Berliner Reichstagsgebäude sei zu Anfang noch keine Rede gewesen und auch die bei den Vereinten Nationen in New York geplante Ausstellung sei lediglich eine Vision des Künstlers gewesen.

Neben der finanziellen Basis habe es zunächst gegolten, künstlerische Beiträge aus den 31 beteiligten Nationen zu generieren. Dass sich die renommiertesten zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler aus den 31 Nationen beteiligen würden, habe er als Landrat seinerzeit noch nicht zu hoffen gewagt, so Lübbersmann. Die immensen logistischen und juristischen Herausforderungen, die ein solches weltumspannendes Projekt bedeute, hätten eher Zweifel an der Realisierbarkeit geweckt. Gleichwohl sei er von der Idee sofort überzeugt gewesen und habe die gewünschte administrative Unterstützung ad hoc zugesagt, berichtete Lübbersmann weiter. Auch finanziell hätten sich Landkreis und Stadt Osnabrück in das Projekt eingebracht, weil sich seine Aussagekraft und Alleinstellung  sehr früh abgezeichnet hätten.

Dank des beständigen Engagements und der großzügiger Unterstützung von mehr als 60 Unternehmen und Privatpersonen aus der Friedensregion Osnabrück, bei denen der Landrat sich ausdrücklich bedankte, wird das Ausstellungsprojekt noch bis zum 6. Januar 2019 im Deutschen Bundestag zu sehen sein. Anschließend werden die Werke im New Yorker Hauptquartier der Vereinten Nationen präsentiert. Weitere Stationen in Brüssel und Osnabrück seien ebenfalls im Gespräch.



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