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Schinkel – bunter Stadtteil mit vielen Familien

Charakter des Stadtteils

Heißt es jetzt in Schinkel oder im Schinkel? Der Schinkeler sagt in Schinkel. Er muss es wissen, er ist in Schinkel geboren. Hingegen ist der Schinkelaner nur in Schinkel wohnhaft. Das sind kleine, aber feine Unterschiede, auf die legt der Schinkeler Wert. Als Schinkeler oder Schinkelaner bezeichnen sich häufig auch die Bürgerinnen und Bürger, die im benachbarten Schinkel-Ost und in der Gartlage wohnen, die Übergänge zwischen den Stadtteilen sind fließend.

Mehr Menschen als im Schinkel wohnen nur im am Schölerberg und in der Wüste. Das Viertel ist eng besiedelt. Es steht nicht nur bei der Einwohnerzahl an dritter Stelle, flächenmäßig ist der Schinkel der drittkleinste Stadtteil von insgesamt 23.

Schinkel ist immer ein Arbeiterstadtteil gewesen. Die Menschen verdienten ihr Geld in den Bahnbetriebstätten oder im Stahlwerk. Das Eisenbahnausbesserungswerk hieß im Volksmund "Kamerun", weil die Arbeiter mit schwarzen Händen und Gesichtern ihre Schicht beendeten. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen die ersten Arbeiter aus dem Ruhrgebiet und aus Polen, nach 1945 kamen die Flüchtlinge aus Schlesien und Ostpreußen dazu. Schließlich nahmen ab den 1960er-Jahren Spanier und Portugiesen ihre Arbeit bei Karmann auf, Türken zog es in der Regel ins Stahlwerk zu Klöckner.

Der Stadtteil hat die neuen Bewohner in der Regel gut aufgenommen. Die Väter arbeiten zusammen im Stahlwerk, die Kinder sitzen nebeneinander in der Schule. Bis heute ist der Schinkel ein bunter Stadtteil geblieben mit vielen Kulturen und Religionen. Es ist ein junger Stadtteil, in dem Familien mit Kindern leben, daher gibt es dort auch viele Kindergärten, Schulen und gut besuchte Freizeiteinrichtungen.

Drei Hauptverkehrsadern durchziehen das Viertel. Doch abseits der Buersche und Mindener Straße, der Belmer und der Bremer Straße ist es möglich, ruhig zu wohnen. Trubel kommt allerdings auf, wenn der VfL Osnabrück ein Heimspiel in der Osnatel-Arena, dem Stadion an der Bremer Brücke hat. Dann zieht es die Menschen aus allen Stadtteilen in den Schinkel.

Wer "in Schinkel" (so heißt es im Volksmund gern, es gibt aber auch "im Schinkel") lebt, hat es in die Innenstadt nicht weit, kann aber auch unzählige Einkaufsmöglichkeiten vor Ort nutzen. Trotzdem ist er ein grüner Stadtteil. Ruhe ist in der Natur leicht zu finden, zum Beispiel am Schinkelberg oder an der Hase.

Der Name "Schinkel" deutet vermutlich auf die Schenkelform des heutigen Schinkelberges hin. Fest steht, dass der Stadtteil nicht nach dem preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel benannt wurde, wie gelegentlich behauptet wird.

Wohnen

Freistehende Einfamilienhäuser gibt es nicht oft, dafür Mehrfamilienhäuser oder auch Reihenhäuser. Auch wenn die Bebauung an manchen Straßen dicht erscheint, viele Hinterhöfe sind grüne Kleinode. Nicht wenige Häuserreihen sind geschlossen, dahinter finden sich oft große Gärten. Sie wurden einst angelegt, damit die Menschen genug Platz hatten, um Obst und Gemüse für den Eigenbedarf anzubauen. In diesen Gärten wurde nur selten in zweiter Reihe gebaut, daher sind die großzügigen Hinterhöfe geblieben. In Schinkel wohnen viele Familien, die Geburtenrate ist verhältnismäßig hoch. Studenten zieht es seltener in den Stadtteil, obwohl die Mieten größtenteils bezahlbar sind.

Verkehr

Viele Bewohner des Stadtteils schätzen die Nähe zur Innenstadt. Zu Fuß dauert der Weg zum Neumarkt 20 Minuten, mit dem Rad zehn und der Bus fährt alle paar Minuten. Von der Innenstadt aus liegt der Stadtteil "hinter den Bahngleisen", wie es so schön heißt. Der Hauptbahnhof ist nicht weit und auch zu Fuß oder mit dem Rad gut zu erreichen. Autofahrer nutzen die Auffahrt zur A33 in Lüstringen, wenn sie auf die Autobahn fahren wollen.

Einkaufen

Mehr als zehn Supermärkte bieten alles, was man zum täglichen Leben braucht. Dazu kommen einige kleinere Läden. Der Schinkel hat verschiedene kleinere und größere Zentren, die meisten Geschäfte sind an der Schützenstraße angesiedelt. Mittwochs kaufen die Bewohner auf dem Wochenmarkt an der Ebertallee ein - viele nutzen dort auch die Gelegenheit bei einer Tasse Kaffee gemütlich zu plaudern. Wer Hunger hat und nicht selbst kochen mag, kann aus einem großen Angebot von internationalen Imbissen und Restaurants wählen.

Bildung

Im Schinkel leben viele Kinder - dementsprechend viele Kindertagesstätten gibt es. Die Jungen und Mädchen spielen und lernen in sieben Kitas in unterschiedlicher Trägerschaft: in der Kindertagesstätte Rappstraße, in der katholischen Kindertagesstätte Heilig Kreuz, in der Städtischen Kindertagesstätte Schinkel, in der Evangelischen Kindertagesstätte der Paulusgemeinde, in der AWo-Kindertagesstätte Mosaik oder in der Städtischen Kindertagesstätte Heiligenweg oder in der Integrativen Kindertagesstätte "Altes Wasserwerk".

Grundschulen gibt es folgende: zum einen die Heiligenwegschule und zum anderen die Stüveschule, die gemeinsam mit der neuen Bekenntnisschule Osnabrück Standort Kreuzstraße in einem Gebäude beheimatet ist. Für beide Schulen gibt es einen gemeinsamen Hort, in dem die Kinder bei Bedarf nach Schulschluss betreut werden.

Auch wenn sie geographisch in Schinkel-Ost gelegen ist, besuchen viele Kinder ab der fünften Klasse aus dem Schinkel die Gesamtschule Schinkel. Sie beheimatet drei Schulzweige unter einem Dach mit gemeinsamem Ganztagsbetrieb.

Freizeit

Das Herz vieler Osnabrücker schlägt für den VfL, die gern zu den Heimspielen der Fußballer in die Osnatel-Arena pilgern, dem traditionsreichen Stadion an der Bremer Brücke. Wer selbst sportlich aktiv werden will, geht zum Sportverein TSG Burg Gretesch, zum VfB Schinkel, zu Blau-Weiß Schinkel oder kickt bei SC Türkgücü. Beliebt bei Schwimmern ist das großzügige Schinkelbad, das in den vergangenen Jahren modernisiert worden ist.

Die katholische Pfarrgemeinde Heilig-Kreuz ist unter anderem ein Anlaufpunkt für junge Familien, es wird aber auch einiges für Senioren unternommen. Auch die Evangelisch-lutherische Paulusgemeinde bietet Programm für Kinder, Erwachsene und Senioren. Des Weiteren gibt es zwei Moscheen (Fatih Camii und Takwa) mit entsprechendem Gemeindeleben.

Wichtig für den Schinkel ist der Bürgerverein. Er ist ein über die Grenzen des Stadtteils hinaus bekanntes und anerkanntes Sprachrohr. Zu seinen Aktivitäten vor Ort gehören unter anderem der jährliche Schinkengang und ein leckeres Grünkohlessen. Jugendarbeit wird im Freizeitzentrum Ostbunker sowie im Heinz-Fitschen-Haus geleistet. Der Schinkelberg und die Gartlage sind zwei Grüngürtel, in denen sich die Bürger gern erholen.


www.osnabrueck.de

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