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08.10.2020

Unter fremden Himmeln: Lesung aus dem Werk der jüdischen Exilautorin Ilse Losa

VERSCHOBEN AUF 2021 Ilse Losa verbrachte ihre Kindheit bei ihren Großeltern in Melle-Buer im Landkreis Osnabrück. Als Jüdin musste Ilse Lieblich (so ihr Geburtsname) 1934 aus Deutschland fliehen und emigrierte nach Portugal, wo sie als Schriftstellerin und Übersetzerin tätig wurde und hauptsächlich auf Portugiesisch schrieb.

201125 Lesung Ilse Losa HP.

Neben Erzählungen und Kinderbüchern veröffentlichte sie mehrere Romane, darunter den autobiographisch geprägten Roman „O mundo em que vivi“, den sie 1949 auf Portugiesisch verfasst und veröffentlicht hat. Dieses Buch gehört noch heute zum nationalen Leseplan der portugiesischen Schullektüre.

1990 erschien dieses Buch auf Deutsch bei Beck & Glückler („Die Welt, in der ich lebte“). Dies verschaffte ihr erstmals eine gewisse regionale und überregionale Bekanntheit als Exilautorin. Neben ihren autobiografischen Romanen hat Ilse Losa viele Kinder- und Jugendbücher verfasst und dafür verschiedene Preise bekommen. Auf Deutsch gibt es leider kein einziges.

Die Kunsthistorikerin Dr. Irene Below und die Autorin und Bildende Künstlerin Barbara Daiber wollen dies im Rahmen eines von der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung geförderten Projektes ändern und zwei Kinder- und Jugendbücher ins Deutsche übersetzen lassen. Die Bücher sollen nach Möglichkeit bei der Leipziger Buchmesse 2021 präsentiert werden, denn Portugal wird das Gastland der Messe sein. Durch Lesungen soll zusätzlich auf die in Portugal prominente und in ihrem Heimatland kaum bekannte Autorin aufmerksam gemacht werden. Die Projektleiterinnen wollen bei dieser Veranstaltung einen Einblick in die Biographie von Ilse Losa geben und ihre Leistungen als Autorin für Erwachsene und Kinder wie auch als Übersetzerin vorstellen. Gelesen werden auf Deutsch erschienene Texte für Erwachsene sowie Ausschnitte aus dem neu übersetzten Kinderbuch „Beatriz und die Platane“.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist wegen begrenzter Plätze notwendig unter 0541 323 2007.

Foto: (C) Doris Horst, NOZ-Archiv

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