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Freundeskreis der Stadtbibliothek Osnabrück

Den Freundeskreis der Stadtbibliothek gibt es seit 2018. Es handelt sich um einen losen Zusammenschluss von Frauen und Männern, denen die Weiterentwicklung der Stadtbibliothek in Osnabrück wichtig ist.
Der Freundeskreis trifft sich mehrmals im Jahr. Die Stadtbibliothek informiert den Freundeskreis bei diesen Treffen über laufende und geplante Projekte, zeigt auf, was sich international in Bibliotheken tut und nimmt die Anregungen des Freundeskreises für einzelne Programme auf. Bei großen Vorhaben fungiert der Freundeskreis als Beirat und vertritt die Wünsche der Bibliotheksbesucherinnen und -besucher. Der Freundeskreis hat zudem Bibliotheksaufgaben definiert, die ihm besonders wichtig sind. Diese wurden in 7 Punkten zusammengefasst.
Jeder kann dem Freundeskreis formlos beitreten. Bei Interesse kann der Termin für das nächste Treffen des Freundeskreises bei Martina Dannert, der Leiterin der Stadtbibliothek, erfragt werden: Tel. 0541/323 4426, E-Mail: dannert[at]osnabrueck.de.

1. Sprach- und Leseförderung

Erschreckend und alarmierend sind nicht nur aktuelle Studien, die feststellen, dass in Deutschland jedes fünfte Kind nach dem Grundschulbesuch nicht verstehen kann, was es liest, sondern auch die Erfahrungen einzelner Mitglieder des Freundeskreises. Viele Kinder können sich heute nicht mehr über einen längeren Zeitraum hinweg konzentrieren, nutzen einen stark reduzierten und vereinfachten Wortschatz und können nicht sinnentnehmend lesen. Es handelt sich dabei nicht nur um Kinder mit Migrationshintergrund. Das Problem ist kein kulturelles, sondern ein soziales. Der Freundeskreis meint, dass die Schulen mit diesem Problem nicht alleingelassen werden dürfen. Es bedarf weiterer gesellschaftlicher Anstrengungen und einer umfassenden professionellen Leseförderung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbibliothek, die nicht nur die Titelkenntnis, sondern auch das nötige pädagogische Knowhow dafür mitbringen. Der Freundeskreis findet diese Arbeit besonders wichtig und wünscht sich, dass bereits für Eltern mit Kleinkindern entsprechende Angebote vorgehalten und weiterentwickelt werden und es eine Vielfalt von Lesefördermaßnahmen und –programmen für Kinder und Jugendliche geben soll. Auch die Anzahl erwachsener, sogenannter funktionaler Analphabeten (sie können gar nicht oder nur bruchstückhaft lesen) ist hoch. Sie sollen nicht vergessen, sondern von der Stadtbibliothek gefördert und unterstützt werden.

2. Bibliothek als sogenannter Dritter Ort (neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz bzw. der Schule)

Der Freundeskreis hält es für sehr wichtig, dass es in der Stadt einen „neutralen“ Ort gibt, den alle Menschen, die in Osnabrück wohnen oder arbeiten, nutzen können und sich dort auch zwanglos begegnen.  Die Stadtbibliothek ist für den Freundeskreis ein solcher Ort, da sie weder konfessionell noch politisch gebunden ist und für alle generationsübergreifende Angebote macht. Es muss weder Eintritt bezahlt werden noch herrscht ein Verzehrzwang. Auch Menschen  mit Behinderungen sind willkommen. Fachpersonal hält der Freundeskreis für sehr wichtig, da es Besucherinnen und Besucher in vielfältiger Weise Hilfestellung und Anregungen bieten kann. Ein videoüberwachter Raum allein, wie ihn manche sogenannte Open Library-Konzepte vorsehen, reicht für einen Dritten Ort nicht aus.

3. Titelsortiment

Dem Freundeskreis ist es wichtig, dass das Medienangebot aktuell, vielseitig und reichhaltig ist. Großer Wert wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von Printmedien und digitalen Medien gelegt. In jedem Sortimentsbereich sollte eine breite Auswahl an Titeln in verschiedenen Formen (Buch, Audio-CD, Film, E-Medium) angeboten werden. Auch ein umfangreiches Angebot an Zeitungen und Zeitschriften ist notwendig – nicht zuletzt zur Förderung der Meinungsbildung als unabdingbare Grundlage für demokratisch zu treffende Entscheidungen mit weitreichenden Folgen für jedermann (Klimawandel, Digitalisierung …). Der Freundeskreis will hier die Entwicklung der Stadtbibliothek intensiv begleiten und immer wieder gesellschaftliche Trends und Entwicklungen thematisieren. Der Freundeskreis setzt sich auch für eine moderne technische Ausstattung der Stadtbibliothek ein.

4. Integration und Inklusion

Dem Freundeskreis sind Programme und Projekte wichtig,  bei denen sich Menschen verschiedener Generationen, verschiedener Kulturen und Menschen mit und ohne Behinderung begegnen. Der Freundeskreis wird das Thema Barrierefreiheit im Auge behalten, nicht nur im Sinne von Raumplanungen, sondern z.B. auch bei Internetauftritten und der Verständlichkeit von Texten.

5. Ein Plan gegen Vereinsamung

Mit wachsender Sorge sieht der Freundeskreis, dass ältere Menschen oft vereinsamen. Deshalb findet er Programme der Stadtbibliothek wichtig, die dem entgegenwirken. Zudem kann die Stadtbibliothek ehrenamtliches Engagement fördern und unterstützen, sodass aktive Seniorinnen und Senioren eine sinnvolle Aufgabe finden, Wissen an nachfolgende Generationen weitergeben und sich als wichtiger Teil einer Gemeinschaft erleben können. Der Freundeskreis findet es unerlässlich, dass ehrenamtliches Engagement anerkannt und gewürdigt wird.

6. Bezahlbarkeit

Der Freundeskreis wird sich dafür einsetzen, dass die Angebote und Programme der Stadtbibliothek entweder kostenlos oder die Kosten so niedrig sind, dass niemand aufgrund von Geldmangel ausgeschlossen wird.

7. Erzählkultur

Der Freundeskreis will sich dafür einsetzen, dass neben der Leseförderung auch die Erzählkultur, die verlorenzugehen droht, von der Stadtbibliothek wiederbelebt wird. Erzählkultur kann gemeinschaftsstiftend wirken.

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