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06.09.2019

Fachtag „Ankommen in Osnabrück – Bildungsperspektiven für neuzugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene“

Mehr als ein Drittel der Geflüchteten in der Stadt Osnabrück sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren. Bildung ist der Schlüssel, der ihnen Zukunftschancen eröffnet. Der Übergang von Schule oder Sprachförderung in Ausbildung und Beruf ist allerdings nicht immer leicht. Um dieses Thema ging es am Donnerstag, 5. September, beim Fachtag „Ankommen in Osnabrück – Bildungsperspektiven für neuzugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene.“

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(207082 P) Vor der Podiumdiskussion beim Fachtag „Ankommen in Osnabrück – Bildungsperspektiven für neuzugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene“ (von links): Frauke Keck-Pergner, Niedersächsisches Kultusministerium; Frauke Barske, Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte, Stadt Osnabrück; Ute Tromp, Leitung Fachdienst Bildung, Stadt Osnabrück; Katharina Pötter, Sozialvorstand Stadt Osnabrück; Nicole Anell, Geschäftsführung Jobcenter Osnabrück; Maren Wilmes, Leitung Fachbereich Migration im Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück; Katja Keese, Bereichsleitung Arbeitgeberservice und Arbeitsvermittlung, Agentur für Arbeit Osnabrück; Eckhard Lammers, stellvertretender Hauptgeschäftsführer IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. © Stadt Osnabrück, Silke Brickwedde

Um den Bildungserfolg junger Menschen, die neu in Deutschland sind, nicht dem Zufall zu überlassen, setzt die Stadt Osnabrück darauf, alle miteinander zu vernetzen, die vor Ort mit Sprachförderung, Berufsorientierung, Ausbildungsvorbereitung und weiteren Bildungsangeboten zu tun haben. Bei einem Fachtag in der Lagerhalle ging es auch darum, die oft nicht ganz übersichtlichen verschiedenen Angebote greifbarer zu machen. 140 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. 

Anhand von vier fiktiven Beispielen ging es in vier Workshops darum, wie Menschen mit unterschiedlichen Schicksalen auf ihrem Weg unterstützt werden können. Ein Workshop beschäftigte sich mit der Geschichte des unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten Avid, der in seiner Heimat Eritrea nur die Grundschule besucht hat und nun an der Berufsschule Deutsch lernen soll. Ein weiterer Workshop drehte sich um Suleiman aus dem Sudan, der voller Hoffnung eine Ausbildung begonnen hat und nun mit der Fachsprache überfordert ist. Karima aus dem Irak muss ihren Traum vom Studium zugunsten anderer Berufsoptionen überdenken und Dimitrij aus Bulgarien versucht mit Lohnarbeit eine Zukunftsperspektive für seine Familie zu schaffen. Was brauchen Avid, Karima, Suleiman und Dimitrij auf ihrem Weg, wenn sie echte Zukunftschancen haben wollen? 

„Es ist gut, dass Fachkräfte aus den Bereichen Integration, Bildung und Arbeit vor Ort ihre Erfahrungen und ihre Expertise einbringen können und gemeinsam diskutieren, wie Bildungserfolge wahrscheinlicher werden können“, sagt Katharina Pötter, Sozialvorstand bei der Stadt Osnabrück. „Viele der jungen Menschen bringen großes Potenzial mit. Mit der entsprechenden Förderung durch passgenaue Bildungs- und Berufsorientierungsangebote haben sie gute Chancen auf einen qualifizierten und selbstbestimmten beruflichen Weg in Deutschland.“ 

Nach den vier Workshops ging es in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Stadt, des Kultusministerium, des Jobcenters, der IHK, der Caritas und der Agentur für Arbeit darum, Möglichkeiten auszuloten, wie Bildungsübergänge von neuzugewanderten jungen Menschen in Osnabrück erleichtert und ihnen bessere Chancen auf gesellschaftliche und soziale Teilhabe eröffnet werden können.


www.osnabrueck.de

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