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26.05.2021

28. Kindertagesstättenplanung vorgestellt

„Osnabrück ist nach wie vor eine der attraktivsten Städte in der Region – vor allem für junge Familien“, erklärt der Erste Stadtrat Wolfgang Beckermann. Mit dem neuen Kita-Bedarfsplan wird auf Grundlage der Bevölkerungsprognose die Anzahl der benötigten Plätze geplant. Demnach wird mit einem Zuwachs von insgesamt 434 Kindern (6 Prozent) bis 2023 mit einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung (Alter 1 bis 5 Jahre) zu rechnen sein.

Dadurch und durch den größeren Bedarf beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden mehr Betreuungsplätze benötigt. Fachbereichsleiterin Kerstin Schlüter fasst die Situation in Osnabrück zusammen: „Im vergangenen Jahr wurden 351 Plätze in Krippen, Kindergärten, Kindertagespflege und Horten neu geschaffen. Das ist ein Erfolg und der Ausbau muss weitergehen, um ein bedarfsgerechtes Angebot den Familien und den Kindern zu unterbreiten.“ 

„Auffallend ist, dass die Sonderöffnungszeiten, das heißt die Zeiten vor acht Uhr und ab 16 Uhr, weniger in Anspruch genommen werden. Der Grund hierfür könnte die Auswirkungen der Corona-Pandemie sein. Auch bei der Entwicklung der Betreuungsdauer und der Inanspruchnahme der Kindertagespflege kann die coronabedingte Sondersituation Einfluss gehabt haben“, so Marcus Luttmer, Leiter des Fachdienstes Kinder. 

Die Zahlen im Überblick:

Insgesamt stehen 7.741 Plätze in Krippen, Kindergärten, Horten und bei Tagespflegepersonen zur Verfügung (Betriebserlaubnis, Stichtag 1.10.2020). 2019 waren dies noch 7.390 Plätze. Die Versorgungsquote von Kindern im Alter von ein bis unter drei Jahren liegt zum Stichtag bei 60,6 Prozent, dies entspricht 1.803 Plätzen. Um die Versorgung von 70 Prozent der Ein- bis Zweijährigen sicherzustellen, fehlen zum Stichtag 01.10.2020 280 Plätze (Vorjahr: 377). Bei den Kindern im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt liegt die Versorgungsquote bei 93 Prozent. Hier ist noch ein Defizit von 160 Plätzen zu verzeichnen. Im Vorjahr fehlten noch 254 Plätze. 

Die durchschnittliche Betreuungszeit im Elementarbereich stagniert erstmals seit Jahren und liegt wie im Vorjahr bei 7,79 Stunden täglich. 

Für die Betreuung von Kindern im Grundschulalter standen zum Stichtag insgesamt 1.464 Hortplätze in 22 Einrichtungen zur Verfügung. Alle Kooperativen Horte hatten zum Stichtag freie Plätze. Daran wird deutlich, dass in dem Zusammenwirken von Grundschule und Jugendhilfe in Form des Osnabrücker Modells die bestehenden Betreuungsbedarfe zu 100 Prozent gedeckt werden. Viele Horte haben Wartelisten, die ein Beleg für die große Nachfrage sind. Mit der Umwandlung weiterer Grundschulen zu Ganztagsschulen soll diesem Bedarf entsprochen werden. 

Das Thema Essensversorgung spielt eine immer wichtigere Rolle. Zum Stichtag 01.10.2020 aßen 5.149 Kinder (92 Prozent) in den Krippen und Kindergärten zu Mittag (Vorjahr: 90 Prozent). 

Grundlage der Kita-Planung ist die Bevölkerungsprognose mit Stand von 2016. Im Sommer wird eine neue Bevölkerungsprognose veröffentlicht und dementsprechend werden die Zahlen und die benötigten Plätze anzupassen sein. Ziel der Kita-Bedarfsplanung ist es, den Rechtsanspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung von Krippen- und Kindergartenkindern in einer Kindertageseinrichtung oder einer Kindertagespflege umzusetzen sowie ausreichend Hort-Plätze vorzuhalten. 

Die ausführliche Kindertagesstättenplanung steht im Internet unter www.osnabrueck.de/kindertagesstaettenplan bereit.


www.osnabrueck.de

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